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Borns "bissige" Bemerkungen ist die montägliche Kolumne rund um das aktuelle Geschehen in der Welt, speziell in der Tourismuswirtschaft. BBB erscheint seit März 2001 jeden Montag auf diesen Webseiten und als kostenloser email-Newsletter. Im Archiv finden Sie 300 weitere Kommentare zu den verschiedensten Themen und Anlässen.

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Das Interview | 10.6.2007 (Prof. Karl Born)10.6.2007: Das Interview


Der Ex-Cookie Wolfgang Beeser gab der Schweizer Fachzeitschrift TRAVEL INSIDE ein Interview mit markanten Sätzen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann.

Kommentar Karl Born:

Wolfgang Beeser war und ist ein Profi und wenn ihm etwas gefällt, dann macht er es gleich zweimal. So war er von 1994 an Chef von NUR-Touristic, das später in C&N umbenannt wurde (für diese, sagen wir mal nicht sonderlich attraktiven Namen kann man ihn allerdings nicht verantwortlich machen). Von 2004 bis 2005 machte er diesen Job nochmals, jetzt hieß diese Firma Thomas Cook (für den deutschen Markt auch nicht gerade ein Namens-Renner).
Zwischendurch, von 2002 bis 2003 war er im Verwaltungsrat des Schweizer Veranstalters Kuoni. Getreu seinem Motto, was Spaß macht, kann man auch zweimal machen, ist er seit April dieses Jahres wieder Mitglied im Kuoni-Verwaltungsrat. Man hat eben so seine Prinzipien.

In seiner neuen Eigenschaft als Kuoni-Verwaltungsrat gab er dem Schweizer Fachblatt TRAVEL INSIDE ein Interview mit einigen interessanten Rück- und Ausblicken.

Ohrfeige Nr. 1, zur Beurteilung der großen deutschen Veranstalter:
„Das was bei der TUI jetzt passiert ist, was zwischen 2000 und 2004 bei Thomas Cook passiert ist, das hat wenig mit dem Markt zu tun: Es sind eher hausgemachte Managementprobleme.“

Ohrfeige Nr. 2, an das Management von Thomas Cook vor seinem zweiten Amtsantritt als CEO:
„Als ich zurückkam, habe ich ein Unternehmen vorgefunden, das total desorientiert war, wo es keine Ordnung, keine Strukturen und keine Strategie mehr gab und wo eigentlich auch niemand mehr zielorientiert arbeitete. Ein aufgeblähtes Corporate Center, das den gesamten Konzern nicht nur dominierte, sondern gängelte.“
(Anm. der BBB: Wow, so eine Klatsche hat man schon lange nicht mehr gelesen. Und der Aufsichtsrat hat das alles zugelassen? Es ist schon ein Übel, wie wenig Aufsicht manche Räte führen.)

Ohrfeige Nr. 3, an alle die noch nicht gemerkt haben, dass Touristik „People Business“ ist:
„Es nützt alles Geld nichts, wenn Sie keine guten Manager haben.“

Ohrfeige Nr. 4, an sich selbst, und das ist die schönste im Artikel:
„Bei Kuoni steht Qualität über allem, das war für mich eine neue Erfahrung.“

Fazit: Manchmal lohnt es sich ein Interview aufmerksam zu lesen.




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