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Hurra, wir haben Geburtstag – 15 Jahre Borns Bissige Bemerkungen

Wer hätte das gedacht: Seit der ersten Folge BBB am 1.3.2001, sind bisher 733 weitere BBBs erschienen. Und die eigentliche Überraschung, nach so langer Zeit „flutscht“ es aktuell wie noch nie.

Waren es zu Beginn in 2001 ca. 200 Leser pro Woche, waren es letzte Woche (bei der Türkei-Urlaubsempfehlung für die Bundeskanzlerin) 7.000 Leser auf facebook mit über 80 Likes und über 10.000 Leser direkt auf der Homepage der BBBs. Und diese Woche sind es nach nur zwei Tagen auch schon wieder 5.500 Leser auf facebook, mit über 100 Likes und 3.000 Leser auf der Homepage. Da kann von Aufhören keine Rede sein. Danke an alle Leserinnen und Leser.

Ehrlich gesagt hatte ich überhaupt nicht an diesen Geburtstag gedacht. Ein treuer Wegbegleiter der BBBs von Anfang an hatte mich gestern daran erinnert. Danke Helge.

Zum Schluss noch etwas Werbung in eigener Sache. Borns Bissige Bemerkungen kann man auch „für live“ ordern. Ob Branchenveranstaltung, Jubiläumsveranstaltung, Jahrestagung, Kundenveranstaltungen, Mitarbeitermotivation oder ähnliche Events, die BBBs können auch sehr speziell und individuell werden. 250 Liveauftritte seit 2001 (in letzter Zeit auch zunehmend außerhalb der Tourismusbranche) sind auch ein Jubiläum.

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Borns Bissige Bemerkungen Nr. 700

Das dürfte doch ein Grund sein um ein bisschen innezuhalten. Dies ist die 700ste Ausgabe der BBBs.
Heute gibt es touristische Blogs in Massen, aber bei der Erstausgabe der BBBs am 1.3.2001 war das noch eine Besonderheit. Damit dürften die BBBs wahrscheinlich überhaupt der erste regelmäßig erscheinende touristische Blog gewesen sein. Das Wort „Blog“ kannte man damals nur mit –ck (Block). Dabei war die Idee für die BBBs relativ simpel. Es war mir aufgefallen, dass die Studierenden zwar eifrig Lehrbücher lasen (wirklich!), aber keine Ahnung hatten, was aktuell in der touristischen Welt so vor sich ging. Und da man seine Leserinnen und Leser dort abholen muss, wo sie sich am meisten aufhalten, kam nur ein Blog im Internet, mit einer vielversprechenden Headline, infrage.

Im Laufe der Zeit wurden Branche und Medien auf die BBBs aufmerksam und irgendwann verselbständigten sich die BBBs für mich, wie ein nahestehendes Lebewesen. In der Tat, jeden Sonntagabend stand und steht mir auch tatsächlich nichts näher als „meine BBBs“ und mich dabei zu stören war und ist nicht empfehlenswert. 700 Ausgaben in knapp mehr als 14 Jahren machen auch deutlich, dass sie wirklich wöchentlich, mit nur ganz wenigen Pausen, geschrieben wurden.

Anspruch der BBBs war immer (und ist es noch): aktuell, informativ, deutlicher als andere und keine Bange vor irgendjemand haben. Mancher Emailwechsel danach war nicht immer nett, aber selbst oft Gescholtene lernten mit den BBBs zu leben. Und wenn „mein Lieblingsminister“ sich weigerte in eine Veranstaltung zu gehen, weil ich sie moderierte, habe ich das als Auszeichnung empfunden. Auch eine mit Geldbuße bewehrte Klageandrohung haben die BBBs überstanden (ohne eine solche hätte ich ehrlich gedacht die BBBs seien zu weich).

Bei besonders gelungenen Ausgaben haben die BBBs mehr als 10.000 Leser (echte Leser, nicht Klicks), die Rekordwoche hatte fast 18.000 Leser (Inhalt: Lästerei über einen BILD-Bericht über Urlaubs-Mängel).

Eine Besonderheit war der 10. Januar 2015. Wenige Tage nach dem Attentat auf Charlie Hebdo wurden über 130.000 Seiten der BBBs aufgerufen, am Tag vorher waren es ca. 35.000 Seiten (üblich sind ca. 4.000 Seiten täglich, in der Spitze 10.000). Da schaut man schon mal nach, wo die anfragende IP-Adresse zuhause ist. Ergebnis: Paris. Oh!

Aber das ist für heute das Wichtigste: Vielen Dank liebe Leserinnen und Leser, für Ihr Interesse, die teilweise schon lang anhaltende Treue, für Ihre Kommentare (egal über welchen Informationsweg) und natürlich auch für die vielen Hinweise und Anregungen für neue BBBs.

Ehrlich gesagt, natürlich ist es nach so langer Zeit zunehmend schwieriger sich immer wieder neu zu motivieren. Aber vor oder nach einem Vortrag von BBB-Leserinnen und Leser positiv auf die BBBs angesprochen zu werden, schmeichelt natürlich ungemein. Und so geht es immer weiter, aber Ausgabe 1.000 ist nicht das Ziel (750 wäre nett).

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Klaus-Heidi

Jetzt fängt Lufthansa an ganz durchzudrehen. Lufthansa, vielleicht erinnern sich die Älteren noch daran, stand früher für Qualität. Später wurde zeitgemäß (?) der Preis dominierender und neuerdings, noch zeitgemäßer (?), ist Nonsens Trumpf in der LH-Werbung. Aktuelles Beispiel ist ein Gewinnspiel (allerdings nur für Schweden), „Wer seinen Namen in Klaus-Heidi (!) ändert, gewinnt einen einjährigen Gratisaufenthalt in Neukölln“. Gegen diese absolut sinnfreie Werbung ist die manchmal provokante SIXT-Werbung eher ein Kandidat für den Grimme-Preis.
Leider neigen viele Marketing-„Strategen“ zum Nachahmen. Leider! Da in Deutschland Vornamens-Änderungen nicht so leicht vorzunehmen sind wie in Schweden, würde eine Kampagne für den deutschen Verbraucher wahrscheinlich lauten: „Nennen Sie Ihr Kind xxxx und Sie gewinnen …..“.

Ein Blick in die nahe Zukunft:

Thomas Cook:
Nennen Sie Ihr Kind „Thomas-Harriet“ und Sie gewinnen ein Logo/Familien Wappen, speziell für Ihre Familie gefertigt. Anmerkung der BBB: Wenn es so pseudo-innovativ aussieht wie das neue Thomas Cook Logo, hängen Sie es im kleinen „Örtchen“ in Ihrer Wohnung auf. Es macht trotzdem (oder gerade) einen sehr „adeligen Eindruck“.

TUI Deutschland:
Nennen Sie Ihr Kind „Christian-Clemens“ und Sie gewinnen ein Jahres-Abo Köttbullar im nächst gelegenen IKEA-Restaurant.

Ryanair
Nennen Sie Ihr Kind „Crazy-Michael“ und Sie gewinnen ein Jahres-Abo Freiflüge für den europäischen Kontinent. Besonderes Bonbon dabei: Sie müssen nicht mit Ryanair fliegen.

Air Berlin
Nennen Sie Ihr Kind „Paul-Gregor“ (nach Air Berlin-Verkaufsvorstand Paul Gregorowitsch) und Sie gewinnen 1 Jahr lang wöchentlich 100 Air Berlin-Schokoherzen plus ein Trikot der holländischen Nationalmannschaft und 10 Freikarten für Spiele der holländischen Nationalmannschaft. Besonderes Bonbon: Für eventuelle Spiele Holland gegen Deutschland müssen Sie das Trikot nicht anziehen.

FTI (TVG)
Nennen Sie Ihr Kind „Dietmar-Birgit“ (Birgit nach TVG-Geschäftsführerin Birgit Aust) und Sie gewinnen für ein Jahr einen Moderatoren-Job bei sonnenklarTV. Anmerkung der BBB: FTI sind eigentlich keine Nachmacher, deshalb wird es dieses Preisrätsel wahrscheinlich nicht geben.

SIXT
Nennen Sie Ihr Kind „Erich-Regine“ und Sie werden Hauptfigur für eine SIXT-Werbung mit dem Titel „für unsere Werbung machen die Deutschen jeden Schwachsinn mit“.

Und außerhalb der Touristik
DFB
Nennen Sie Ihr Kind „Jogi-Jogi“ und Sie gewinnen eine Reise zur Fußball-WM nach Brasilien. Besonderes Bonbon: Für das Halbfinalspiel gegen Italien oder Spanien bekommen Sie einen Platz im Fanblock Italien/Spanien, damit Sie bei einer WM auch mal richtig mitfeiern dürfen.

Und das härteste Gewinnspiel:
Deutsche Bundesregierung
Nennen Sie Ihr Kind „Angela-Sigmar“ und Sie bekommen eine Einladung zu einer Kabinettssitzung der neuen Bundesregierung.
Anmerkung der BBB: Sie sollten sich mit der Einlösung des Preises nicht zu viel Zeit lassen (auf keinen Fall vier Jahre).

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Sunny Heart oder die „gebogene Schuh-Einlegesohle“

Mit einem Logo ist es so eine Sache. TUI hat den Smiley (was manche Kunden bei einer Reklamation nicht sehr zum Lächeln bringt), DER hat neuerdings den Koffer (wobei in der verkürzten Ansteckversion, nur mit Kofferhenkel, es auch das Logo von einem Telefonanbieter sein könnte) und jetzt hat Thomas Cook Sunny Heart. Neu ist im Prinzip immer gut, wenngleich das vorherige Logo, die Weltkugel, eigentlich schon sehr perfekt zu Thomas Cook passte.

Gut, Sunny Heart ist eigentlich nicht schlecht, weil Sonne und Herz gut zu einem Reiseveranstalter passen. Die Frage sei höchstens, warum sieht „nur“ die Anstecknadel wie ein Herz aus und das Logo selbst eher wie eine gebogene gelbe Schuh-Einlegesohle (auf dem Flugzeug dann eher wie eine fliegende Einlegesohle).

Aber auch das könnte man noch verkraften. Der eigentliche „Schwachsinn“ in dieser Angelegenheit ist der Inhalt der Pressemeldung. Sie ist in einer so verquasten Sprache verfasst (Wer den Begriff verquast nicht kennt = nicht recht begreiflich, schwer verdaulich, unverständlich, unentwirrbar), dass Peter Hinze in THE RECEPTION INSIDER schon vermutete, dass evtl. das Google Translate-Programm oder ein längerer Pub-Besuch daran schuld seien. Die BBBs sind sich sicher, das hat garantiert nicht die deutsche Kommunikationsdirektion geschrieben. Wir verzichten hier auf den kompletten Text der Pressemitteilung, Marketing-Masochisten können ihn leicht im Internet finden. Würden wir an dieser Stelle den vollen Text bringen, würden wir garantiert gleich 90% unserer Leser sofort verlieren.

Beschränken wir uns auf die Kurzform dessen was CEO und CFO der Thomas Cook Group, dazu gesagt haben soll.
„Die Essenz der neuen Marke zeigt, wer die Thomas Cook Group ist und was sie verspricht. Das ist ein bedeutender Meilenstein in unserer High Tech, High Touch Transformation.

Das ist nicht nur die Einführung eines neuen Logos, es ist ein Versprechen. Was wir heute bekanntgeben, ist das erneuerte Versprechen an unsere Kunden, Mitarbeiter und Partner, dass wir sie in den Mittelpunkt unserer Transformation stellen. Es ist die Essenz dessen, was wir sind.

Unsere neue Markenessenz zeigt Breite und Tiefe der Thomas Cook Group. Sie wird unsere Kunden inspirieren…….“

Da lässt sich auch inhaltlich etwas dazu sagen, z.B. zum „erneuerten“ Versprechen. Das erinnert doch stark an „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“. Und das wissen wir aus unserer Lebenserfahrung, dass so viel Pathos fast immer schief geht.
Erstaunlicherweise ist auch High Tech und High Touch durch ein Komma getrennt. Soll das nebeneinander stehen?
Der Verfasser dieser Zeilen verwendet diese Begriffe schon seit vielen Jahren im Zusammenhang „von High Tech zu High Touch“. Soll heißen, die perfekte Technik ist inzwischen selbstverständlich, deshalb erwartet der Kunde jetzt „High Touch“. Wobei letzteres nicht eine Kommunikationsform an der abendlichen Bar sein soll, sondern mehr Empathie zum Kunden hin. Nicht die harten Themen machen künftig das Rennen, sondern die „weichen“ Themen. Hervorragend beschrieben hat das der Zukunftsforscher Matthias Horx in seiner Studie „Sensual Society“, erschienen im Jahr 2002 in Wien.
Sollte diese Botschaft elf Jahre von Wien bis nach London gebraucht haben?
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Wir wollen hier nicht das Thema „Bischof von Limburg“ vertiefen, nur einen schönen Aspekt erwähnen. Statt First Class wie nach Indien ist er jetzt mit Ryanair nach Rom geflogen. Die Selbstkasteiung hat anscheinend schon angefangen oder wie es Florian Schröder auf seiner Homepage formuliert: „Schon vor seiner Abberufung ist Limburgs Bischoff Tebarzt-van Elst in der Hölle angekommen“.
Sollte er allerdings viel Gepäck dabei gehabt haben (was man bei ihm erwarten könnte), dann war Ryanair garantiert teurer als Lufthansa.

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Das können spannende Sicherheitskontrollen werden

Laut Focus warnt zur Zeit die Bundespolizei vor Terroranschlägen mit neuartigen Sprengsätzen, die in Unterhosen eingenäht und nur schwer erkennbar sind. Die neuen Bomben seien komplett metallfrei und würden in einer „gewöhnlichen Herrenunterhose“ versteckt, geht aus dem Schreiben der Bundespolizei hervor. Danach wird präzise beschrieben, was in dieser „Herrenunterhose“ versteckt sein könnte: eine etwa 250 Gramm schwere „Hauptsprengladung“ plus zwei handelsübliche Spritzen. Letztere enthielten den flüssigen „Initialsprengstoff zur Zündung“ der Bombe.

Was bedeutet dies für das Kontrollpersonal an den Flughäfen? Die Bundespolizei fordert das Wachpersonal auf, alle Kontrollmöglichkeiten „konsequent auszuschöpfen“ (repeat: konsequent auszuschöpfen). Da diese Bombe auf den Bildschirmen nicht erkennbar ist, bleibt konsequenterweise nur „nachsehen“ oder wie das im Beamtenjargon heißt: „manuelle Kontrolle“. Da angeblich auch Abtasten nicht sicher zum Erkennen führt (die Sprengladung soll verformbar sein), bleibt logischerweise nur die manuelle Kontrolle durch einen Blick „in das Bomben-Transportmittel“ (sprich in die Unterhose). Die BBBs vermuten, dass es dafür bestimmt eines besonderen Personals bedarf.

Da dieser Blog auch von Jugendlichen gelesen wird, wollen sich die BBBs mit weiteren Details über die Kontrollen zurückhalten. Nicht auszuschließen dürfte sein, dass es in Zukunft nicht nur die normale Warteschlange an der Sicherheitskontrolle geben wird, sondern auch einen zusätzlichen Stau, durch Gaffer(-innen) verursacht.

Diese Bissigen Bemerkungen werden garantiert durch den NSA und den britischen Geheimdienst (GCHQ) gelesen (Hallo friends), nur der deutsche Geheimdienst wird nicht einmal wissen, dass es die BBBs gibt. Und wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, gerade diese BBBs lesen, werden Sie über die Verbindungsdaten miterfasst. Sorry!

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Die Bissigen Bemerkungen möchten heute am liebsten Dracula sein

Diese Woche gibt es leider genügend Gründe richtig zuzubeißen. Nehmen wir beispielsweise den Werbespot vom „Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft“ (BDL). Sorry, aber das ist wohl der schlechteste Branchenwerbespot überhaupt.. Ohnehin ist es traurig, dass ein Verband, der so eine traumhafte Branche wie die Luftfahrt repräsentiert, Werbung für diese Branche machen muss. Aber da zeigen sich die Versäumnisse der Vergangenheit, siehe die monatelange Untätigkeit gegen die Luftverkehrssteuer. Die BBBs haben schon in 2011 mehrfach gegen die Luftverkehrssteuer gewettert, da hat der Verband noch ein sanftes Schläfchen gehalten.
Ok, wie auch immer, lieber spät wach als nie. Also beschloss man, ein Werbefilmchen/Imagefilmchen zu drehen. Aber dieser 1 ½ min Film wurde gründlich versemmelt. Eine Minute lang, wenn man es überhaupt so lange beim Betrachten des Filmes ausgehalten hat, hat man keine Ahnung, worum es gehen soll. Starke Vermutung bis dahin, jetzt kommt Werbung von Ratiopharm für ein Mittel gegen Depressionen (so schlimm ist Arbeiten in der Branche auch nicht, oder doch?). Dann, endlich 20 Sek. vor Schluss sieht man einen Jungen, der „vom Fliegen träumt“. Der ganze Film ist so altbacken, es hätte nicht gewundert, jetzt ein Propellerflugzeug zu sehen. Liebe Leserinnen und Leser der BBBs, wenn Sie denken, es gibt heute nichts, was Ihnen den Tag verderben kann, dann trauen Sie sich und machen Sie sich ein eigenes Bild: http://www.youtube.com/watch?v=NRgX61H7goI. Und? Haben Sie jetzt den großen Traum vom Fliegen? Wenn die Branche/BDL sich auch so gegenüber der Politik präsentiert, dann ist es kein Wunder, dass sie dort kein Gehör findet.
Können Sie sich vorstellen, wie ein Film der Autobranche über den „Traum vom Autofahren“ aussehen würde. Oder erinnern Sie sich bitte an einen xbeliebigen Werbefilm über Türkei (z.B. http://www.youtube.com/watch?v=nbnHx2bCk_4), das ist Lust auf Türkei von Anfang an. Vorbild könnte auch sein, wie mache ich Lust auf Deutschland von der DZT (http://www.youtube.com/watch?v=aTyiJGow8DE). Oder nehmen wir den Imagefilm von „Ja, ich buche im Reisebüro“, da ist Lust am Reisen (oder Traum vom Reisen) von der ersten Sekunde an (http://www.youtube.com/watch?v=BOmjeb3js1k). Und wenn der BDL meint, es müsste eventuell wirklich „high sophisticated“ sein, dann hätte man sich Südtirol zum Vorbild nehmen sollen (http://www.smg.bz.it/de/was-wir-bieten/multimedia/tv/78-0.html).
Angeblich soll der BDL-Spot ca. 60.000 Euro gekostet haben. Schade für das Geld.
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Nächste Woche wollen sich die Bissigen Bemerkungen mit Reiner Calmund und seiner Omnipräsenz befassen. Dann gibt es „Dracula 2.0“.

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Ein Flughafen der pünktlich eröffnet und keinen Fluglärm verursacht

Bei dieser Information müssen die „Flughafen-Profis“ aus Berlin doch richtig verschämt zum Boden schauen. Ein Flughafen in der Mitte Deutschlands hat die Quadratur des Kreises gefunden: Er wird pünktlich eröffnet und er verursacht keinen Fluglärm. Was, wie bitte, wo finden wir diesen zauberhaften Platz?
Er heißt Kassel-Calden, liegt in der Mitte Deutschlands, unweit von Hannover und Frankfurt. Und wegen Letzterem braucht man diesen Flughafen ungefähr so sehr, wie starke Bauchschmerzen. Bauchschmerzen müssen höchstens die Politiker haben, denn dieses Millionengrab wird Ihnen noch lange im (Etat-) Magen liegen.
Erstens hat der Flughafen fast doppelt soviel gekostet als geplant und zweitens wird er „auf Ewig“ Verluste schreiben. Wie sagte im Jahr 2009 ein (weitsichtiger) Stadtverordneter von Kassel: „Ein Flughafen an jeder Mülltonne ist nicht nur ökologischer, sondern vor allem ökonomischer Unfug“. Aber da dies ein Abgeordneter der Linken sagte, hörte niemand auf ihn (was wissen Linke schon von Ökonomie).
Aber die Eröffnungsfeier war wirklich schön. Zwar mit Verspätung, aber dafür um exakt 11.11 Uhr (Tusch) landete der erste Flug, ein Sonderflug von Frankfurt mit dem hessischen Finanzminister an Bord (wer zahlt, darf auch fliegen). Der hessische Ministerpräsident Bouffier und der hessische Verkehrsminister kamen vorsichtshalber mit dem Auto (das geht ja gar nicht). Zu dumm, dass der erste reguläre Flug ab Kassel mangels Nachfrage, es wollten exakt 6 (sechs) Personen in den Süden fliegen, (Fluglärm sparend) abgesagt werden musste. Und das werden wir noch öfters erleben. Einen Flughafen als Wirtschaftsmotor zu bezeichnen, wie in den Eröffnungsreden geschehen, ist zwar prinzipiell richtig, aber dann unwirtschaftlich, wenn quasi fast nebenan perfekte Flughäfen (siehe oben) betrieben werden, die die Kassel-Nachfrage in jeder Hinsicht (per Angebotsfülle und per Preis) aufsaugen werden.
Deshalb darf an dieser Stelle noch ein Wort des Bedauerns über die umtriebige neue Flughafenchefin Muller (die Studierenden der Hochschule Harz waren begeistert von ihrem Auftritt an der Hochschule) geschrieben werden. Sie hat die Verantwortung für einen größeren Flughafen verdient (kommt noch!).

Wer jetzt allerdings denkt Kassel-Calden sei ein Ausnahmefall in Deutschland, den müssen wir an dieser Stelle leider enttäuschen. Flughäfen, die einen Landrat schmücken sollen und für die deshalb Millionen durch den Schornstein gepustet werden, findet man in der Tat fast überall.

Nehmen wir den Flughafen Magdeburg-Cochstedt, lt. Pressemeldung ein „Internationaler Flughafen in der Nähe von Magdeburg“. Und so verkündete man dort im Sommer 2010, als die Sommersaison schon fast vorbei war, dass ab Oktober mehrmals wöchentlich Flugziele in Richtung Süden angeflogen werden sollen. Weiter wurde berichtet, „die genauen Flugziele würden in Kürze bekannt gegeben“. Das wäre doch eine Alleinstellung, Flugziele erst nach Abheben des Flugzeugs bekannt zu geben. So richtig funktioniert, hat dieses Modell allerdings bis heute nicht.

Ganz in der Nähe liegt ein weiterer „Weltflughafen“: Leipzig-Altenburg. Dort formulierte der Landrat so richtig putzig: „Ich wünsche mir für meinen!!! (wenigstens da war er ehrlich) Flughafen Altenburg viele internationale Investoren. Ich denke, dass ein Airport Made in Germany, der mittelfristig eine gute Geldanlage sein wird, international auf Interesse stoßen wird“. Irgendwie ist diese tolle Nachricht wohl nicht über den Landkreis hinausgekommen. Schade.
Allerdings hat es der Flughafen kurze Zeit später doch zu Bekanntheit gebracht, als einer der sehr seltenen Anflüge umgeleitet werden musste, weil kein Fluglotse im Tower war. Offizielle Schuldzuweisung: „Unklare Dienstplanung“. Klar, bei so einem „Riesenbetrieb“ kann man schon mal die Übersicht verlieren.

Die Reihe könnte noch sehr lange fortgesetzt werden. Nehmen wir mal den „Großflughafen“ Hof, auch so ein anerkanntes Millionengrab. Die Süddeutsche Zeitung berichtete vor kurzem: „Sieben Personen arbeiten rund um das Flugzeug, mehrere Beschäftigte schauen zu und es steigt eine (1) Person aus. Leider ist das Gepäck des einzigen Fluggastes nicht im Flugzeug mitgekommen. Aber mit der Stewardess ist der Fluggast „per Du““. Ist das nicht eine süße Geschichte.

Die Bissigen Bemerkungen bitten alle anderen ungenannten Flughäfen dieser Größenordnung um Verzeihung, dass sie hier nicht mit speziellen Geschichten vertreten sind. Schließlich hätte es Neubrandenburg/Trollenhagen oder Lübeck ebenso „verdient namentlich genannt“ zu werden. Und über die spezielle Flughafensituation im Saarland, die sich mit Zweibrücken und Saarbrücken sogar zwei Flughäfen auf engstem Raum leistet, die sich nicht per Telefon, sondern per Zuruf verständigen könnten, gäbe es auch viele nette heimelige Geschichten.

Und für diesen Luxus sparen die entsprechenden Bundesländer dann im Sozialbereich. Man muss eben Prioritäten setzen.

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Da sage jemand, es gäbe keine Überraschungen mehr

Überraschung 1:
Unglücklicherweise hatten wir in den BBBs vom 18.3. noch über die neue Ramsauersche „Reformkommission Bau von Großprojekten“ gelästert und da legt die Kommission schon nach wenigen (rekordverdächtigen) Tagen einen revolutionären Plan vor. Getrau dem Grundsatz „Von Banken lernen, heißt Siegen lernen“ (oder so ähnlich), wurde die für notleidenden Banken realisierte Lösung des Instituts „Bad Bank“ aufgegriffen (hier werden bekanntlich die „toxischen Papiere“ der Bank ausgelagert, damit die Rest-Bank wieder fröhlich weiter agieren kann).
So ähnlich funktioniert der Plan der „Reformkommission“. Sie schlägt vor, notleidende Bauprojekte in eine „Bad Bau“ auszulagern. In einem ersten Anlauf sollen hier die Projekte Stuttgart 21, die Hamburger Elbphilharmonie und der Berliner Flughafen BER eingebracht werden. Weitere, aber noch nicht bewilligte, Projekte sind der U-Bahn-Bau in Köln, eventuell auch die Renovierung des Kölner Doms nach Abschluss des U-Bahn-Baus, das Saarland Museum und das Berliner Stadtschloss.
Das Besondere beim „Bad Bau“ sind geänderte Bedingungen hinsichtlich der Fertigstellung. Zeitverzögerungen bis zu 10 Jahren gelten noch als pünktlich und Kostenüberziehungen bis zum Vierfachen gelten noch als Budget-Einhaltung. Durch diese Maßnahmen soll der leicht ramponierte Ruf Deutschlands als Vorzeigenation für Großprojekte gerettet werden. *)

Überraschung 2:
Der isländische Vulkan Hekla, in der isländischen Mythologie auch „Tor zur Hölle“ genannt, steht vor dem Ausbruch. In den letzten zwei Wochen hat es bereits sieben Erdbeben rund um den Vulkan gegeben. Starke Bodendeformationen deuten darauf hin, dass sich bereits viel Magma angesammelt hat. Hekla ist seit 1970 exakt alle 10 Jahre ausgebrochen, gilt also schon um 3 Jahre verspätet. Sicherheitshalber wurde Verkehrsminister Ramsauer noch nicht informiert, damit der österliche Flugverkehr noch abgewickelt werden konnte. Da heute mit dem Ausbruch gerechnet wird, dürften sich diese Woche wieder die üblichen chaotischen Szenen abspielen. Verdi und Vereinigung Cockpit haben geplante Streiks abgesagt, die Auswirkung von Hekla können auch die Gewerkschaften nicht toppen.

Überraschung 3:
Ab heute tritt auch die neue Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Die Zahl der Verkehrszeichen wird drastisch reduziert. So entfällt beispielsweise das Überholverbotsschild an beschrankten und unbeschrankten Bahnübergängen, obwohl das Überholverbot weiterhin gilt. Umgekehrt werden auch neue Schilder für Radfahrer eingeführt. So kann durch ein Verkehrsschild darauf hingewiesen werden, dass eine Sackgasse für Fußgänger und Radfahrer durchlässig ist. Ein Rechtsanspruch, dass es so ist, besteht allerdings nicht. Die größte Überraschung ist die neue Beförderungsregel für Fahrradanhänger. Personen die mindestens 16 sind, dürfen grundsätzlich bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr in Fahrradanhänger mitnehmen. Da insbesondere bei 16-Jähringen und „knapp darüber“ dies naturgegeben nicht die eigenen Kinder sein können, wird der Abschluss einer zusätzlichen Haftpflichtversicherung dringend empfohlen. Sowohl hinsichtlich des inhaltlichen Schwachsinns, als auch hinsichtlich des Inkrafttretens der neuen Regelung ab 1. April, sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht auf den (nicht vorhandenen) Humor des Verkehrsministers vertrauen, sondern die neuen Vorschriften Ernst nehmen.

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*) die Anregung hierzu haben wir aus der Internetzeitung www.der-postillion.com entnommen
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Letzte Woche hatten wir einige technische Schwierigkeiten, insbesondere beim Versand des Newsletter. Dadurch wurden leider auch die Bissigen Bemerkungen doppelt bei facebook abgedruckt. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Es tut uns leid, wenn Sie verunsichert waren.

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Am 21.12.2012 ist Weltuntergang: Die BBBs melden schon jetzt die „letzten Worte“ und die „allerletzten Firmenmitteilungen“.

Am 21.12.2012 findet der (diesjährige) Weltuntergang statt. So sagt es zumindest der Maya-Kalender voraus. Schade, dass der Weltuntergang nicht am 24.12. stattfindet, denn das wäre eine schöne Bescherung.
In den nächsten Tagen werden die Medien immer stärker auf das Thema Weltuntergang „abfahren“. Die Bissigen Bemerkungen, weit voraus blickend wie sie nun mal sind, präsentieren Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, schon jetzt exklusiv sog. „letzte Worte“ und „allerletzte Firmenmitteilungen“ aus Touristikbranche und Politik.

Hier das Szenario: 21.12.2012, es ist soweit. Der Weltuntergang entwickelt sich allerdings nicht von Ost nach West (wie der Sonnenaufgang), sondern breitet sich schlagartig beginnend überall auf der Welt aus (nach UTC-Zeit). Sehr langsam, aber stetig, bricht alles zusammen. Internet und TV sind noch fast den ganzen Tag dabei (ist das die Rache Gottes?) und so können sich viele Wichtige und noch mehr Unwichtige äußern:

• Obama ruft laut durch das Weiße Haus: Wo bleibt nur dieser verdammte (im Originalton: fucking) Bruce Willis um die Welt zu retten?
• Bundeskanzlerin Merkel mahnt zur Ruhe. Es bestehe keine Gefahr für den Euro. Im Gegenteil, jetzt müssen Griechenland, Italien und Spanien nicht mehr gerettet werden.
• Lufthansa gibt bekannt: Christoph Franz hat wegen der aktuellen Lage ein neues Sparprogramm verordnet. Tyrolean Airways soll noch mehr Lufthansaflüge übernehmen. Das Sparprogramm soll „direct4all“ heißen. Spötter meinen „nothing4all“ sei ehrlicher.
• Thomas Cook UK gibt eine Gewinnwarnung bekannt: „Wegen des Weltuntergangs fällt das Jahresergebnis deutlich schlechter aus als geplant“. Thomas Cook hatte in den letzten Monaten schon viele Gewinnwarnungen herausgegeben, es gibt inzwischen ein firmeninternes Formular dafür, deshalb war man so schnell.
• Zwei Stunden später meldet sich auch TUI Travel aus London mit folgender Mitteilung: Die Auswirkungen des Weltuntergangs werden nicht im operativen Ergebnis abgebildet. Das Ebit bliebe dadurch stabil und damit auch die Tantieme für Peter Long.
• Die Deutsche Bahn fährt erstaunlicherweise noch relativ viele Strecken. Die Auswirkungen des Weltuntergangs seien bislang noch nicht so schlimm, Schwierigkeiten bei der Bahn gäbe es nur unterhalb von minus 15 Grad oder oberhalb plus 30 Grad (letzteres könnte allerdings gegen Abend erreicht werden).
• 12.00 Uhr mittags UTC Zeit. Die weltweiten Einschränkungen sind gewaltig.
• Antonia Rados berichtet für RTL live gleichzeitig aus Yukatan und noch zwei anderen Orten. Man hatte schon immer geahnt, dass sie ein Double hat.
• ARD kündigt für heute Abend 20.15 Uhr einen Brennpunkt an. Wenn das mal nicht zu spät ist.
• Finanzminister Schäuble überlegt, wie man den Weltuntergang besteuern könne (natürlich nur mit einem ökologischen Steuerungselement). Die FDP ist bereit zuzustimmen, wenn professionelle Abrissunternehmen ausgenommen werden.
• TUI Deutschland gibt bekannt: Alle Pauschaltouristen werden noch zurückgeholt und das Programm für Trauerreisen wird aufgestockt.
• Der Begriff „Last-Minute-Reise“ erhält eine ganz neue absolute Bedeutung.
• Die Kunden (auch die online gebuchten) rufen aus aller Welt bei den Reisebüros an und bitten um Hilfe. Die Reisebüros freuen sich nochmals gefragt zu sein (wenn es auch nur für kurze Zeit sein wird). Die Stimmung ist wie zuletzt beim Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull. Ein Hauch von Ascheregen-Feeling macht sich breit.
• DRV-Präsident Jürgen Büchy ist laut einer Pressemeldung begeistert, wie die Reisebranche bisher mit dieser Herausforderung umgegangen ist.
• 15.00 Uhr UTC, es wird immer schlimmer.
• Verkehrsminister Peter Ramsauer fordert die EU „energisch“ auf etwas zu tun, schließlich sei der Weltuntergang kein nationales Problem. Erfreulich sei, dass trotz der großen Krise, noch viele Bahnhofstoiletten funktionieren würden. Die Pressemitteilung kommt aus seiner Heimat Traunstein (Logisch, der 21.12. ist ein Freitag, da ist der Minister selten in Berlin).
• Hubert Burda will dem Weltuntergang einen Bambi verleihen (eine echte Steigerung zum Integrations-Bambi für Bushido). Aber er weiß nicht wann, wo und an wen er ihn übergeben soll.
• Die touristische Fachzeitschrift fvw gibt bekannt, dass man in der nächsten Printausgabe einen großen Sonderbericht zum Weltuntergang bringen werde, mit dem Schwergewicht auf „warum schwedische Manager mit einem solchen Thema lockerer umgehen als deutsche Manager“.
• Dietmar Gunz gibt bekannt, dass er noch kurzfristig FTI verkaufen konnte. Er will es nach dem Weltuntergang preiswerter zurückkaufen.
• „Reiserechtspapst“ Prof. Führich bringt noch einen Flyer heraus: „Urlauber, Dein Recht beim Weltuntergang“.
• Für das Beschwerdemanagement bei Air Berlin wird ein neuer Rekord angekündigt. Die Antworten kommen jetzt nicht mehr erst nach 5 Monaten, sondern nie mehr.
• 18.00 Uhr UTC, jetzt sieht es draußen richtig furchtbar aus
• Vielerorts steigen Kohlenstoffdioxide nach oben. Einige CO2-Kompensierer wittern noch ein letztes großes Geschäft.
• Die Viverde Hotelgäste der TUI stellen fest: Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit sind auch nicht mehr das, was es einmal war
• Berlins „Regierender Schönredner“ Wowereit frohlockt. „BER ist jetzt überall“.
• Flughafenchef Schwarz erklärt durch seinen Anwalt, dass er für das Weltuntergangschaos nicht verantwortlich sei. Da hat er recht, denn das Untergangsversprechen des Maya-Kalenders ist termintreu eingehalten worden.
• Die BBBs kündigen das Ende der Bissigen Bemerkungen an. Einige in der Branche atmen auf.
• 21.00 Uhr UTC. Das Ende ist nun wirklich da. Es gibt keinerlei Mobilität mehr.
• Der Verfassungsschutz meldet sich. Man habe alte Aufzeichnungen gewisser Mayas entdeckt, die man aber bislang nicht zu deuten vermochte.
• 23.59 UTC. Es macht einen Riesenschlag! Das war`s jetzt. Spätestens jetzt haben endlich alle geschnallt, dass nach einem Weltuntergang nichts mehr geht. Und zwar gar nichts mehr. Pech gehabt.
• Kurz vor Schluss hebt noch ein Raumschiff von der Erde ab. Am Steuer Bruce Willis. An Bord 100 Superreiche auf der Suche nach einer neuen Erde. Sie haben jetzt viel Zeit, auch diese zugrunde zu richten.
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Am 16.1. dieses Jahres hatten sich die BBBs schon einmal kurz mit dem Thema „Reisen zum Weltuntergang“ beschäftigt. Im letzten Absatz hieß es damals „Und wenn Sie noch am Diskutieren und Wetten sind, ob tatsächlich am 21.12. der Weltuntergang stattfinden wird, kleiner Rat von den BBBs. Halten Sie Abstand von Christian Wulff und Philipp Rösler. Bei denen wird der Weltuntergang garantiert noch früher stattfinden“. Zumindest bei Christian Wulff ging einen Monat später (17.2.2012) die Prognose in Erfüllung. Philipp Rösler sträubt sich noch ein bisschen.
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Sie können diese Bissigen Bemerkungen gerne auf facebook kommentieren (http://www.facebook.com/BornsBissigeBemerkungen

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Heute mal nur in eigener Sache

Vorletzte Woche wurde ich von der Hochschule Harz u.a. mit einer sehr freundlichen Pressemitteilung verabschiedet. Sogleich kam die Frage auf, was ich nun im Ruhestand (manchmal mit dem Zusatz Un- davor) machen würde.

Keine Sorge, von Langeweile keine Spur. Neben den drei hochinteressanten Aufsichtsratsmandaten (Ameropa, Deutsche Seereederei Hotelholding, Neue Dorint) kann ich im Moment über fehlende Vortragsaufträge nicht klagen. Deshalb muss ich nächste Woche auch ausnahmsweise die Bissigen Bemerkungen ausfallen lassen, weil ich mit Costa und der neoRomantica unterwegs bin. Dabei stehen zwei Vorträge an: 1x „Sie sind heute so freundlich, geht es Ihnen nicht gut?“ (der top-gefragte Vortrag zur Zeit) und 1x „Tourismus im 21. Jahrhundert“. So eine Vortragsreise wollte ich schon immer mal machen. Und auch ansonsten kann ich bis Jahresende nicht über mangelnde Arbeit klagen. Prima so.

Deshalb habe ich mit „gerade erst“ 69 überhaupt keine Zukunftsängste. Mit 69 kann man zum Beispiel CEO bei einer Airline werden (siehe letztes Jahr Mehdorn bei Air Berlin). Verjüngung kann ja auch in kleinen Schritten erfolgen. Und nach Hilfe schreien einige touristische Unternehmen, die meinen es sei 5 vor 12, aber in Wirklichkeit geht deren Uhr nach.
Selbst unser Bundespräsident Gauck liegt altersmäßig noch in Reichweite (drei Jahre älter). Obwohl, an einem neuen Bundespräsident aus Hannover hat die Nation im Moment wahrscheinlich keinen Bedarf. Wenn man mir allerdings als Vergleich Konrad Adenauer bringt, bin ich leicht angesäuert. Über solche Vergleiche reden wir mal in frühestens 10 Jahren.

Und da ich jetzt noch etwas mehr Zeit zum Joggen habe, müssen manche sich künftig auch auf der Laufstrecke umsehen (und schon bin ich vorbei).

Natürlich bleiben dann noch die BBBs, auch wenn ich sie manchmal am Sonntagabend leicht verfluche. Andere machen das wahrscheinlich am Montagmorgen beim Lesen. Alle, die sich hin- und wieder über zu wenig Biss beschwerten, können in Zukunft aufatmen.
Nach der Pause in der nächsten Woche (siehe oben, Vortragsreise mit Costa), geht es am 17.9. wieder los. Bis dahin wird viel passiert sein:
— Streik der Lufthansa-Flugbegleiter, vielleicht streiken dann zusätzlich auch die Flugkapitäne? Mit wem geht es dann direct4you abwärts?
— Oder die hübsche Geschichte mit der reduzierten Mehrwertsteuer für Hotels. Reinhard Meyer ist als DTV-Präsident dafür, als Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein will er die Reduzierung jedoch abschaffen. Wie kommt Herr Meyer da mit Herrn Meyer klar?
— IKEA will ins Hotelgeschäft einsteigen. Das kann lustig werden, wenn man durch das ganze Hotel geführt wird, bevor man in sein Zimmer darf.
— Und bis dahin war auch mal wieder Aufsichtsratsitzung in Berlin wegen BER. Jetzt spricht man ja von „soft opening“ des Flughafens. Am 17.3.2013 soll angeblich e i n Abfertigungs-Counter eröffnet werden. Danach kommt im Halbjahresrhythmus immer ein weiterer Counter hinzu. Vielleicht sogar schon im Vierteljahresrhythmus.
— Und dann wollte ich schon lange mal etwas zu den 25 touristischen Zukunftsthesen von impuls4travel schreiben und den leistungsstarken Hotelföhn loben.

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