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Klaus-Heidi

Jetzt fängt Lufthansa an ganz durchzudrehen. Lufthansa, vielleicht erinnern sich die Älteren noch daran, stand früher für Qualität. Später wurde zeitgemäß (?) der Preis dominierender und neuerdings, noch zeitgemäßer (?), ist Nonsens Trumpf in der LH-Werbung. Aktuelles Beispiel ist ein Gewinnspiel (allerdings nur für Schweden), „Wer seinen Namen in Klaus-Heidi (!) ändert, gewinnt einen einjährigen Gratisaufenthalt in Neukölln“. Gegen diese absolut sinnfreie Werbung ist die manchmal provokante SIXT-Werbung eher ein Kandidat für den Grimme-Preis.
Leider neigen viele Marketing-„Strategen“ zum Nachahmen. Leider! Da in Deutschland Vornamens-Änderungen nicht so leicht vorzunehmen sind wie in Schweden, würde eine Kampagne für den deutschen Verbraucher wahrscheinlich lauten: „Nennen Sie Ihr Kind xxxx und Sie gewinnen …..“.

Ein Blick in die nahe Zukunft:

Thomas Cook:
Nennen Sie Ihr Kind „Thomas-Harriet“ und Sie gewinnen ein Logo/Familien Wappen, speziell für Ihre Familie gefertigt. Anmerkung der BBB: Wenn es so pseudo-innovativ aussieht wie das neue Thomas Cook Logo, hängen Sie es im kleinen „Örtchen“ in Ihrer Wohnung auf. Es macht trotzdem (oder gerade) einen sehr „adeligen Eindruck“.

TUI Deutschland:
Nennen Sie Ihr Kind „Christian-Clemens“ und Sie gewinnen ein Jahres-Abo Köttbullar im nächst gelegenen IKEA-Restaurant.

Ryanair
Nennen Sie Ihr Kind „Crazy-Michael“ und Sie gewinnen ein Jahres-Abo Freiflüge für den europäischen Kontinent. Besonderes Bonbon dabei: Sie müssen nicht mit Ryanair fliegen.

Air Berlin
Nennen Sie Ihr Kind „Paul-Gregor“ (nach Air Berlin-Verkaufsvorstand Paul Gregorowitsch) und Sie gewinnen 1 Jahr lang wöchentlich 100 Air Berlin-Schokoherzen plus ein Trikot der holländischen Nationalmannschaft und 10 Freikarten für Spiele der holländischen Nationalmannschaft. Besonderes Bonbon: Für eventuelle Spiele Holland gegen Deutschland müssen Sie das Trikot nicht anziehen.

FTI (TVG)
Nennen Sie Ihr Kind „Dietmar-Birgit“ (Birgit nach TVG-Geschäftsführerin Birgit Aust) und Sie gewinnen für ein Jahr einen Moderatoren-Job bei sonnenklarTV. Anmerkung der BBB: FTI sind eigentlich keine Nachmacher, deshalb wird es dieses Preisrätsel wahrscheinlich nicht geben.

SIXT
Nennen Sie Ihr Kind „Erich-Regine“ und Sie werden Hauptfigur für eine SIXT-Werbung mit dem Titel „für unsere Werbung machen die Deutschen jeden Schwachsinn mit“.

Und außerhalb der Touristik
DFB
Nennen Sie Ihr Kind „Jogi-Jogi“ und Sie gewinnen eine Reise zur Fußball-WM nach Brasilien. Besonderes Bonbon: Für das Halbfinalspiel gegen Italien oder Spanien bekommen Sie einen Platz im Fanblock Italien/Spanien, damit Sie bei einer WM auch mal richtig mitfeiern dürfen.

Und das härteste Gewinnspiel:
Deutsche Bundesregierung
Nennen Sie Ihr Kind „Angela-Sigmar“ und Sie bekommen eine Einladung zu einer Kabinettssitzung der neuen Bundesregierung.
Anmerkung der BBB: Sie sollten sich mit der Einlösung des Preises nicht zu viel Zeit lassen (auf keinen Fall vier Jahre).

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Am 21.12.2012 ist Weltuntergang: Die BBBs melden schon jetzt die „letzten Worte“ und die „allerletzten Firmenmitteilungen“.

Am 21.12.2012 findet der (diesjährige) Weltuntergang statt. So sagt es zumindest der Maya-Kalender voraus. Schade, dass der Weltuntergang nicht am 24.12. stattfindet, denn das wäre eine schöne Bescherung.
In den nächsten Tagen werden die Medien immer stärker auf das Thema Weltuntergang „abfahren“. Die Bissigen Bemerkungen, weit voraus blickend wie sie nun mal sind, präsentieren Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, schon jetzt exklusiv sog. „letzte Worte“ und „allerletzte Firmenmitteilungen“ aus Touristikbranche und Politik.

Hier das Szenario: 21.12.2012, es ist soweit. Der Weltuntergang entwickelt sich allerdings nicht von Ost nach West (wie der Sonnenaufgang), sondern breitet sich schlagartig beginnend überall auf der Welt aus (nach UTC-Zeit). Sehr langsam, aber stetig, bricht alles zusammen. Internet und TV sind noch fast den ganzen Tag dabei (ist das die Rache Gottes?) und so können sich viele Wichtige und noch mehr Unwichtige äußern:

• Obama ruft laut durch das Weiße Haus: Wo bleibt nur dieser verdammte (im Originalton: fucking) Bruce Willis um die Welt zu retten?
• Bundeskanzlerin Merkel mahnt zur Ruhe. Es bestehe keine Gefahr für den Euro. Im Gegenteil, jetzt müssen Griechenland, Italien und Spanien nicht mehr gerettet werden.
• Lufthansa gibt bekannt: Christoph Franz hat wegen der aktuellen Lage ein neues Sparprogramm verordnet. Tyrolean Airways soll noch mehr Lufthansaflüge übernehmen. Das Sparprogramm soll „direct4all“ heißen. Spötter meinen „nothing4all“ sei ehrlicher.
• Thomas Cook UK gibt eine Gewinnwarnung bekannt: „Wegen des Weltuntergangs fällt das Jahresergebnis deutlich schlechter aus als geplant“. Thomas Cook hatte in den letzten Monaten schon viele Gewinnwarnungen herausgegeben, es gibt inzwischen ein firmeninternes Formular dafür, deshalb war man so schnell.
• Zwei Stunden später meldet sich auch TUI Travel aus London mit folgender Mitteilung: Die Auswirkungen des Weltuntergangs werden nicht im operativen Ergebnis abgebildet. Das Ebit bliebe dadurch stabil und damit auch die Tantieme für Peter Long.
• Die Deutsche Bahn fährt erstaunlicherweise noch relativ viele Strecken. Die Auswirkungen des Weltuntergangs seien bislang noch nicht so schlimm, Schwierigkeiten bei der Bahn gäbe es nur unterhalb von minus 15 Grad oder oberhalb plus 30 Grad (letzteres könnte allerdings gegen Abend erreicht werden).
• 12.00 Uhr mittags UTC Zeit. Die weltweiten Einschränkungen sind gewaltig.
• Antonia Rados berichtet für RTL live gleichzeitig aus Yukatan und noch zwei anderen Orten. Man hatte schon immer geahnt, dass sie ein Double hat.
• ARD kündigt für heute Abend 20.15 Uhr einen Brennpunkt an. Wenn das mal nicht zu spät ist.
• Finanzminister Schäuble überlegt, wie man den Weltuntergang besteuern könne (natürlich nur mit einem ökologischen Steuerungselement). Die FDP ist bereit zuzustimmen, wenn professionelle Abrissunternehmen ausgenommen werden.
• TUI Deutschland gibt bekannt: Alle Pauschaltouristen werden noch zurückgeholt und das Programm für Trauerreisen wird aufgestockt.
• Der Begriff „Last-Minute-Reise“ erhält eine ganz neue absolute Bedeutung.
• Die Kunden (auch die online gebuchten) rufen aus aller Welt bei den Reisebüros an und bitten um Hilfe. Die Reisebüros freuen sich nochmals gefragt zu sein (wenn es auch nur für kurze Zeit sein wird). Die Stimmung ist wie zuletzt beim Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull. Ein Hauch von Ascheregen-Feeling macht sich breit.
• DRV-Präsident Jürgen Büchy ist laut einer Pressemeldung begeistert, wie die Reisebranche bisher mit dieser Herausforderung umgegangen ist.
• 15.00 Uhr UTC, es wird immer schlimmer.
• Verkehrsminister Peter Ramsauer fordert die EU „energisch“ auf etwas zu tun, schließlich sei der Weltuntergang kein nationales Problem. Erfreulich sei, dass trotz der großen Krise, noch viele Bahnhofstoiletten funktionieren würden. Die Pressemitteilung kommt aus seiner Heimat Traunstein (Logisch, der 21.12. ist ein Freitag, da ist der Minister selten in Berlin).
• Hubert Burda will dem Weltuntergang einen Bambi verleihen (eine echte Steigerung zum Integrations-Bambi für Bushido). Aber er weiß nicht wann, wo und an wen er ihn übergeben soll.
• Die touristische Fachzeitschrift fvw gibt bekannt, dass man in der nächsten Printausgabe einen großen Sonderbericht zum Weltuntergang bringen werde, mit dem Schwergewicht auf „warum schwedische Manager mit einem solchen Thema lockerer umgehen als deutsche Manager“.
• Dietmar Gunz gibt bekannt, dass er noch kurzfristig FTI verkaufen konnte. Er will es nach dem Weltuntergang preiswerter zurückkaufen.
• „Reiserechtspapst“ Prof. Führich bringt noch einen Flyer heraus: „Urlauber, Dein Recht beim Weltuntergang“.
• Für das Beschwerdemanagement bei Air Berlin wird ein neuer Rekord angekündigt. Die Antworten kommen jetzt nicht mehr erst nach 5 Monaten, sondern nie mehr.
• 18.00 Uhr UTC, jetzt sieht es draußen richtig furchtbar aus
• Vielerorts steigen Kohlenstoffdioxide nach oben. Einige CO2-Kompensierer wittern noch ein letztes großes Geschäft.
• Die Viverde Hotelgäste der TUI stellen fest: Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit sind auch nicht mehr das, was es einmal war
• Berlins „Regierender Schönredner“ Wowereit frohlockt. „BER ist jetzt überall“.
• Flughafenchef Schwarz erklärt durch seinen Anwalt, dass er für das Weltuntergangschaos nicht verantwortlich sei. Da hat er recht, denn das Untergangsversprechen des Maya-Kalenders ist termintreu eingehalten worden.
• Die BBBs kündigen das Ende der Bissigen Bemerkungen an. Einige in der Branche atmen auf.
• 21.00 Uhr UTC. Das Ende ist nun wirklich da. Es gibt keinerlei Mobilität mehr.
• Der Verfassungsschutz meldet sich. Man habe alte Aufzeichnungen gewisser Mayas entdeckt, die man aber bislang nicht zu deuten vermochte.
• 23.59 UTC. Es macht einen Riesenschlag! Das war`s jetzt. Spätestens jetzt haben endlich alle geschnallt, dass nach einem Weltuntergang nichts mehr geht. Und zwar gar nichts mehr. Pech gehabt.
• Kurz vor Schluss hebt noch ein Raumschiff von der Erde ab. Am Steuer Bruce Willis. An Bord 100 Superreiche auf der Suche nach einer neuen Erde. Sie haben jetzt viel Zeit, auch diese zugrunde zu richten.
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Am 16.1. dieses Jahres hatten sich die BBBs schon einmal kurz mit dem Thema „Reisen zum Weltuntergang“ beschäftigt. Im letzten Absatz hieß es damals „Und wenn Sie noch am Diskutieren und Wetten sind, ob tatsächlich am 21.12. der Weltuntergang stattfinden wird, kleiner Rat von den BBBs. Halten Sie Abstand von Christian Wulff und Philipp Rösler. Bei denen wird der Weltuntergang garantiert noch früher stattfinden“. Zumindest bei Christian Wulff ging einen Monat später (17.2.2012) die Prognose in Erfüllung. Philipp Rösler sträubt sich noch ein bisschen.
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