Macht Euch leichter, der Ölpreis steigt.

Innerhalb von 12 Monaten ist der Preis für ein Barrel Rohöl von 65$ auf über 130 $ gestiegen. Da läuten besonders bei den Fluggesellschaften die Alarmglocken. Das ist die hohe Zeit für alle Sparkommissare nach dem Motto: Kein Gedanke darf ungedacht bleiben!

Platz 1 in der Kreativitätsskala nimmt z. Z. Zeit China Southern ein. Sie bittet ihre Fluggäste vor Flugantritt noch am Flughafen die Toilette zu benutzen. Dabei geht es nicht nur um „gewichtsmäßige Erleichterung“, sondern auch um eine zahlenmäßig geringere Benutzung der Flugzeugtoilette zu erreichen. Dadurch kann WC-Wasser gespart werden.
Endergebnis: „Pflichteinlauf“ mehrere Stunden vor Flugantritt oder Toilettengebühr an Bord. Man sieht schon das grinsende Gesicht von O`Leary vor sich, wenn er auf dem Stühlchen vor der Bordtoilette sitzt und kassiert. (Merke: Eigenes Spülwasser mitbringen nützt nichts. Es geht primär nicht um die Kosten für das Wasser, sondern um die Transportkosten für das Wasser.)

Platz 2 in der Kreativitätsliste geht an Korean Air. Die männlichen Mitarbeiter dieser Airline dürfen ab sofort ohne Krawatte arbeiten. Begründung: Ohne Schlips wird es den Männern nicht mehr so warm und das spart Energie für die Klimaanlage.
Endergebnis: Der Gleichstellungsbeauftragte ist gefordert. Es kann ja wohl nicht sein, dass nur die Männer ablegen dürfen. Wenn schon, dann dürfen alle, auch die weiblichen Mitarbeiter ablegen. Und wenn man bei dieser Sparmaßnahme nicht so zimperlich ist („die Zeiten sind hart!“), kann das sogar zusätzliche Buchungen durch neugierige Gaffer (Männlein und Weiblein) bringen.

Platz 3 ist noch unbesetzt, wird aber bald besetzt werden. Je schwerer der Passagier, desto mehr muss er zahlen. Eigentlich logisch. Kann ja wohl nicht sein, dass ein 100-kg-Kerlchen ohne finanzielle Konsequenzen an Bord gehen kann, während ein 50-kg-Frauchen für die Benutzung der Bordtoilette zahlen soll. Und was nützt die kleidungsmäßige Entlastung der Crew, wenn ein gut genährter Kegelclub an Bord ist.
Eine Kooperation mit den Weight Watchers könnte erstrebenswert sein. Als Testomonial wäre Andrea „Kiwi“ Kiewel (früher ZDF) zu empfehlen.
Ganz klar: Das gewichtsabhängige Ticket muss kommen. Dadurch sind noch mehr Preisvarianten als bisher möglich. Mann X ist zwar schwerer, aber verzichtet garantiert auf die Toilettenbenutzung und hat auch kein Gepäck. Frau Y ist leichter, möchte aber ein Toilettenbenutzungs-Zusatzticket kaufen, ist aber bereit in der Kleidung Zugeständnisse zu machen.

Was mache ich mir da Gedanken, die Fluggesellschaften werden in dieser Hinsicht garantiert kreativer sein als ich.

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