Die Mitarbeiter in den Servicecentern schuften sich kaputt, aber in den Amtsstuben liegt Asche auf den Schreibtischen

Leider kam schon in 2008 Unangenehmes aus Island. Der Zusammenbruch der drei größten isländischen Banken Kaupthing, Landsbanki und Glitnir stürzte das internationale Finanzwesen in zusätzlichen Trouble. Der Schuldenberg dieser drei Banken betrug das Zehnfache der isländischen Wirtschaftsleistung.
Jetzt brachte die Aschewolke des isländischen Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen Eyjafjallajökull europaweit den Luftverkehr zum Erliegen.
Aber über den Gag der letzten Tage „erst verbrennen sie unser Geld, dann schicken sie uns frecherweise auch noch die Asche zurück“ kann man inzwischen nicht mehr lachen. Zu ernst ist die wirtschaftliche Situation für Fluggesellschaften, Reiseveranstalter, sogar für die gesamte Wirtschaft geworden.

Jetzt würde man naiverweise denken, alle bemühten sich mit äußersten Anstrengungen um Problemlösung bzw. Problemminderung. Weit gefehlt. Während die Mitarbeiter der ServiceCenter von Fluggesellschaften und Reiseveranstalter das ganze Wochenende bis fast zum Umfallen einen tollen Job für Ihre Gesellschaften und ihre Kunden machten, wofür man nur ein ganz großes Kompliment aussprechen kann (gleiches gilt für die Operationszentralen, Flughafenstationen, Presseabteilungen, Reisebüros und die Mitarbeiter in den Zielgebieten und von anderen Transportgesellschaften), war in verschiedenen Amtstuben für Vulkanasche kein Platz mehr, weil da ohnehin schon der Mehltau von Jahrzehnten die Schreibtische überdeckt. Man versteckt sich hinter einer britischen Computersimulation ohne eigene originäre Messdaten zu erheben. Gründe hierfür:
1. Das Forschungsflugzeug des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums ist bislang nicht einsatzbereit, da die entsprechenden Messgeräte erst eingebaut werden müssen. Dafür braucht das Zentrum mehrere Tage!! Gestartet werden soll nun am Montag, wahrscheinlich mit Beginn der regulären Arbeitszeit..
2. Von den sechs Lasermessgeräten des deutschen Wetterdienstes ist zur Zeit nur eines in München einsatzbereit, fünf andere Geräte befinden sich gleichzeitig in Wartung. Dies ist kein Scherz, sondern bittere Wahrheit.

Die Luftfahrtgesellschaften haben auf dieses behördliche Nichtstun selbst reagiert. Lufthansa berichtet von insgesamt 10 Überführungsflügen in unterschiedlichen Flughöhen ohne jegliche Probleme. Teilweise wurden an den Triebwerken vor dem Start neue Metallteile angebracht um schon geringste Aschebestandteile feststellen zu können. Alles ohne jeden Befund.
Auch die zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat entsprechende Erfahrungen mit gleichem negativem Ergebnis gesammelt. Auf einem der Flüge war sogar Air Berlin-Chef Achim Hunold persönlich an Bord um das Engagement der Airline und die Zuverlässigkeit in besonderer Weise zu demonstrieren.
Auch KLM, AUA und andere Airlines haben Flüge durchgeführt, mit exakt dem gleichen Ergebnis.
Ebenso flog Niki Lauda, ein anerkannter Luftfahrtexperte, am Sonntag demonstrativ selbst. Im Interview danach verwies er auf den von offizieller Seite zitierten Vorfall in Indonesien, der über 20 Jahre zurück liege. Die Triebwerke von damals seien aber mit der heutigen Generation nicht vergleichbar. Mit den Triebwerksherstellern habe aber keine Luftfahrtbehörde gesprochen.
Dies alles interessiert die Entscheidungsträger offensichtlich nicht.

Am unerträglichsten war bisher das Interview mit Verkehrsminister Ramsauer nach der sonntäglichen Tagesschau. Die Arroganz dieses Menschen war schlicht zum Kotzen. Entschuldigung für diesen Ausdruck, alles andere wäre eine Verniedlichung des Erlebten. Auf den Vorhalt des Pressedirektors der Lufthansa an Ramsauer, warum das Ministerium bislang keine eigenen Messdaten erhoben habe, reagierte Ramsauer mit einer unglaublichen Polemik. Er warf Lufthansa vor, dass dort Profitstreben vor Sicherheit ginge und im Übrigen sei er gewohnt nur mit Lufthansa-Chef Mayrhuber zu sprechen.
Angesichts der unmittelbaren Gefahr nicht nur für die Luftfahrt- und Tourismusunternehmen, sondern für die gesamt Wirtschaft, hätte man sich zudem auch ein Engagement von Wirtschaftsminister Brüderle gewünscht. Pech gehabt, auch abgetaucht, wie zumeist.

Deshalb wollen die Bissigen Bemerkungen an dieser Stelle auch mal so richtig polemisch werden: Ein Land das sich einen Verkehrsminister wie Ramsauer und einen Wirtschaftsminister wie Brüderle glaubt leisten zu können (man könnte getrost noch die Bundesbildungsministerin hinzufügen), braucht eigentlich keine Naturkatastrophen mehr.

Den letzten Gag leistete sich am Sonntagabend die deutsche Flugsicherung, die für einige Flughäfen für wenige Stunden den Luftraum öffnete (wahrscheinlich als kleines Goodie unter dem medialen Druck der Fluggesellschaften). Abenteuerlich aber die offizielle Begründung „es habe sich ein Schlupfloch in der Asche-Wolke aufgetan“. Wie sie das festgestellt hat, wird wohl auch ein Geheimnis der Behörde bleiben.

Zum Abschluss und Aufmunterung für die leidgeprüften Mitarbeiter in der Touristik noch zwei kleine Geschichten:
Ein Freund von mir, der eine Reise bei Neckermann gebucht hatte (solche Freunde habe ich auch), rief mich fassungslos am Samstagnachmittag an. Sein Reisebüro in Mönchengladbach (ein sog. unabhängiges Reisebüro, d.h. keiner Kooperation oder Kette angehörend) habe ihm auf seinen Umbuchungswunsch die Auskunft gegeben, das könne er nur am Flughafen direkt machen und er müsse dort mit Gepäck erscheinen um seine Reiseabsicht zu demonstrieren. Echt kein Scherz! Und Frank Elstner bzw. Guido Cantz standen auch nicht als Erklärung zur Verfügung. Mein Freund rief dann direkt beim Neckermann ServiceCenter an. Nach minutelanger Wartezeit (absolut angemessen für diesen Tag), bestätigte man ihm, dass das Reisebüro in der Tat um 11.00 Uhr angerufen hätte, aber den Inhalt des Gespräches konnte man nicht bestätigen. Natürlich wurde mein Freund sofort telefonisch wie gewünscht auf einen späteren Termin umgebucht.

Und noch den zweiten Schmunzler in diesen harten Zeiten. Am Flughafen Köln/Bonn waren alle Geschäfte geschlossen, bis auf zwei: ein Lebensmittelmarkt und ein Sex-Shop hatten geöffnet. Damit konnten wenigstens die letzten Grundbedürfnisse der verhinderten Touristen gestillt werden.

Und eines konnte man auch noch machen. Am Samstag den Halbmarathon rund um den Airport Hannover laufen. Und hier die Erfolgsmeldung: ich habe meinen ersten Halbmarathon mit Erfolg und in der anvisierten Zeit absolviert. Ich hatte ja bis zuletzt mit einer Absage gerechnet, „wegen zuviel Asche auf der Laufstrecke“. Aber das einzige was meine Schuhe aufwirbelten, war ganz ordinärer Straßenstaub.

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Frechheit oder Dummheit? Ein Toter soll nach Berlin fliegen und die Werbung von HRS

Zwischen beiden Meldungen besteht kein unmittelbarer Zusammenhang. Höchstens die übereinstimmende Frechheit (Dummheit?).
Da schieben zwei Frauen in Liverpool einen alten Mann im Rollstuhl zum Check-in-Schalter von Easyjet zum Flug nach Berlin. Eigentlich nichts besonderes, aber der Mann im Rollstuhl ist seit 24 Stunden tot. Die beiden Frauen wollten so die Überführungskosten für den Toten sparen. Ihr wahrscheinlicher Gedankengang: An Bord von Easyjet sind die Sitze so eng, da kann sogar ein Toter nicht mehr umfallen.
Aber eine Flugbegleiterin fragte den schweigsamen Passagier nach seinem Wohlbefinden (wer hätte gedacht, dass es so etwas an Bord von Easyjet noch gibt).
Der blieb jedoch jede Antwort schuldig. Der herbeigerufene Arzt fand schnell die Lösung der konsequenten Schweigsamkeit.
Merke: Wer die Flugsitze zu eng macht, bekommt die schweigsamsten Passagiere.

Die neue Werbung des Hotelportals HRS ist ziemlich dümmlich. Schon der Claim „Ich reservieHRS“ lässt ein zweifelhaftes Verhältnis zur deutschen Sprache durchblicken. Aber noch schlimmer ist der Werbespruch mit TV-Sternchen Sonya Kraus: „Die schmutzigsten Fantasien hat man in den saubersten Betten“.
Da möchte man eher sagen: „Die dümmsten Fantasien hat die Werbeagentur von HRS“. Weitere Testimonials in dieser Werbereihe sind Rudi Assauer und Bill Kaulitz. Schlimmer geht’s wirklich nimmer!
Wenn dann HRS-Geschäftsführer Tobias Ragge meint, damit „die Marke emotional stärker aufladen“ zu können, dann möchte man über seine „eigene emotionale Aufladung“ nicht länger nachdenken. Hier scheint professionelle Hilfe notwendig, aber nicht von einer Marketingagentur.
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Im Übrigen bin ich der Meinung …. „Wer vom Lesen der Bissigen Bemerkungen nicht genug hat, der kann zusätzlich noch welche hören“.
Im Reiseradio (www.reiseradio.org) geht es diese Woche um die Beschwerde von Ostseekommunen, dass der offizielle Wetterbericht fast immer zu schlecht sei. Wir machen uns hierzu Gedanken ob da wirklich System dahinter steckt oder ob das an der Abwesenheit eines berühmten Meteorologen liegen könnte. Natürlich gibt es auch Vorschläge zur Lösung.
Außerdem machen wir etwas Werbung für den airport run vom Flughafen Hannover am 17.4.2010. Warum? Auch das erfahren Sie im Reiseradio.

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Wann ist man glücklicher?

Was Wissenschaftler alles herausfinden können ist schon toll. Ohne viele dieser Erkenntnisse würde uns auch richtig etwas fehlen. Man fragt sich dann „wie konnten wir ohne dieses Wissen bislang leben?“.
Auf diesem hohen Niveau bewegt sich auch, was die Universität Rochester vor wenigen Tagen tief schürfend festgestellt hat. Und jetzt halten Sie sich fest, die bewegende Nachricht lautet:
Menschen sind am Wochenende glücklicher als unter der Woche!

Mag sein, dass der eine oder andere unter den verehrten Lesern und Leserinnen so etwas Ähnliches seit geraumer Zeit geahnt hat. Aber jetzt wissen wir es genau.

Der guten Ordnung halber sollten wir auch die dazu gelieferte Begründung nicht verschweigen: Menschen seien deshalb am Wochenende glücklicher, „weil sie vorwiegend mit Leuten zusammen sind, die sie gern haben und wertschätzen“. Was dies im Umkehrschluss hinsichtlich der Wertschätzung von Kollegen und Vorgesetzten bedeutet, soll hier nicht näher erörtert werden. Ebenso soll nicht erörtert werden, was von den häuslichen Verhältnissen jener zu halten ist, die bis spät in den Büros sitzen.

Allerdings soll es in dieser Republik gerüchteweise wesentlich „schlimmere“ Arbeitssituationen als in der Reiseindustrie geben. Als „abschreckendes“ Beispiel sei die HRE Bank genannt. Sie erinnern sich, die Hypo Real Estate, wie sie in Langversion heißt, war jene Pleitebank, die nur durch Milliardeneinsatz des Staates (vorläufig) gerettet werden konnte. Und noch schlimmer, nach der Verstaatlichung, gehört diese Bank dem Steuerzahler, also uns allen. Ein tolles Geschäft haben wir da gemacht.
Von alledem unbeeindruckt, sollen aktuell die Führungskräfte und Mitarbeiter dieser Bank wieder mit Boni-Zahlungen in Millionenhöhe belohnt werden. Als dies von den Aufsichtsorganen hinterfragt wurde, meinte ein HRE-Topmanager so können man mit den Mitarbeitern der Bank nicht umgehen. Vielmehr meinte er hinsichtlich der Arbeitssituation „mit Ben Hur und Galeerensklaven“ vergleichen zu müssen.
Nachdem ich kurz in mich hineingeweint hatte, wollte ich dann doch fröhlich feststellen, so schlimm ist es mit der Ausbeutung in der Reiseindustrie (noch) nicht.
Aber dann musste ich lesen, dass UFO (gemeint sind nicht die Außerirdischen, sondern die „Organisation Unabhängiger Flugbegleiter“) den Umgang der Lufthansa mit Mitarbeitern „teilweise menschenverachtend“ nennt.
Was werden da erst die Kunden sagen, wenn nächste Woche wieder gestreikt wird?
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Im Übrigen bin ich der Meinung …. „Wer vom Lesen der Bissigen Bemerkungen nicht genug hat, der kann zusätzlich noch welche hören“.
Im Reiseradio (www.reiseradio.org) erfahren Sie diese Woche einiges über April-Scherze und wie hoch die Gefahr ist, dass diese Scherze in der touristischen Wirklichkeit wahr werden.
Ansonsten können Sie dort, im nicht bissigen Teil, auch einiges über Glück erfahren, womit wir wieder beim Eingangsthema wären.

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Kaum zu glauben

Mag ja sein, dass sich Piloten nur ungern mit Lokomotivführern vergleichen lassen wollen. Aber ein Blick über den Tellerrand hin zur Bahn würde sowohl den Piloten wie auch der Lufthansa nicht schaden.
Erinnern Sie sich an Mitte bis Ende 2007? Erinnern Sie sich an das permanente „Gewürge“ von Lokomotivführern und Bahn mit Streikankündigung, dann doch kein Streik, dann doch Streik, dann Handschlageinigung, die aber keine war (Urmodell des DFB/Joggi Löw–Konfliktes), neue Streiks und so weiter? Ergebnis: Dramatischer Imageverlust für beide Seiten und nachhaltiger wirtschaftlicher Schaden (auch für beide Seiten).

Und das gleiche Spiel, man glaubt es kaum, spielen jetzt Lufthansa und Piloten-Gewerkschaft. Erst große Streikankündigung, dann einen Tag Streik, dann überraschend Friede, Freude, Eierkuchen und jetzt ab 13.4. soll das ganze wieder von vorne losgehen. Lufthansa wird nicht nur „airberlineriger“, sondern auch noch „bahnerischer“. Halleluja, das ganze ist nicht nur ein Lehrstück für „wie beschädige ich das Image eines angesehenen Unternehmens“, sondern zeigt auch die Hilflosigkeit mit der neuen Marktsituation umzugehen.
Das hätten sich Air Berlin und Co. auch nicht träumen lassen, dass sie von Lufthansa solche wirtschaftliche Hilfestellung bekommen.

Wenn wir schon bei „kaum zu glauben sind“. Wie postulieren die harten Gleichberechtigungsvertreter(innen)? Die Gleichberechtigung für die Frauen im Wirtschaftsleben ist nicht erreicht, wenn es genügend Frauen in Führungspositionen gibt, sondern erst wenn genügend Frauen ohne Ahnung vom Geschäft in Führungspositionen aufgestiegen sind. Sind wir nun soweit? Könnte sein. Easyjet hat eine neue Chefin. Demnächst übernimmt Carolyn McCall. Sie kommt aus der Medienbranche und hat Null-Ahnung von der Luftfahrtbranche.

Noch „weniger zu glauben“, ist die Panne am Flughafen Leipzig-Altenburg. Erinnern Sie sich, der Landrat des Landkreise Altenburg-Land, war so fest überzeugt, dass sein Weltflughafen Altenburg Interesse bei internationalen Investoren finden könnte (siehe BBBs vom 14.12.2009). Jetzt musste einer der wenigen Anflüge umgeleitet werden, weil kein Fluglotse im Tower war. Schuld: „Unklare Dienstplanung“. Bei einer Handvoll Flüge am Tag, kann man schon mal die Übersicht verlieren.

Und schon „überhaupt nicht zu glauben“ ist, dass ein Hobby-Pilot jetzt zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt wurde. Er hatte mit seinem einmotorigen Flugzeug die Rollbahn des Flughafens Bitburg angesteuert und auf Funkkontakt zum Tower „verzichtet“. Dummerweise fand dort gerade eine Veranstaltung des Porsche-Clubs Luxemburg statt. Da blieb kaum eine Wahl. Der Pilot landete „auf“ einem fahrenden Porsche 911. Merke: Sollte Ihr Auto mal kräftig wackeln, muss es nicht an schlecht montierten Reifen liegen. Schauen Sie auch mal auf dem Dach Ihres Fahrzeuges nach.

Außerdem „glauben wir nicht“, dass „Manny“ noch etwas Vorzeigbares zum Kaufen für Thomas Cook findet. Darf man Ankündigungen übrigens schon bilanzieren?

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Im Übrigen bin ich der Meinung …. „Wer vom Lesen nicht genug hat, der kann zusätzlich noch hören. “Faszination Stützstrümpfe“ – ab heute der neue Renner auf www.reiseradio.org (jetzt auch mit Direkt-Button auf die BBB). Und nicht verzweifeln: wenn die Sendung sich nicht sofort lädt, dann tummeln sich gerade andere 100 BBB-Fans in der Leitung. Ein paar Minuten später, und „Ihnen wird sicher geholfen“ (vom Server).
Sorry für letzte Woche. Zwischenzeitlich gab es Probleme mit dem Link und dann war der Server echt überlastet. Es geht dem Reiseradio speziell wie dem Tourismus allgemein: Das größte Problem ist der Erfolg.

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Ein Reiseradio – das hat noch gefehlt

Geht es Ihnen auch so? Manchmal liest man etwas und fragt sich: „warum hatte ich diese Idee eigentlich nicht?“.
Jetzt ist wieder eine Marktlücke geschlossen: Ein Radiosender, der nur Reisenachrichten, Interviews und Hintergrundberichte bringt. Eben alles “was mit Reisen” zu tun hat. Und jetzt kommt die nächste Überraschung: In jeder Sendung gibt es neue „Bissige Bemerkungen“.

Jürgen Drensek, Vorsitzender der VDRJ (Vereinigung Deutscher Reisejournalisten), hat die Marktlücke erkannt und sogleich geschlossen. Er hat das „Reiseradio“ erfunden, ein Sender voller Reisenachrichten. Dieses Reiseradio ist nur über das Internet zu empfangen. Gleich aufschreiben: www.reiseradio.org. (Achtung auf das “org” am Ende.)
Aber was heißt hier „nur“ über das Internet. Die technisch perfekte Bezeichnung lautet “Podcast” und bedeutet, man ist nicht an Sendezeiten gebunden, sondern kann die Sendung hören wann immer man gerade Zeit hat. Noch besser, man lädt sich die Sendung auf seinen iPod und hört sie im Zug, im Auto oder beim Joggen.
Vorerst wöchentlich (später öfters) wird eine neue Sendung erstellt. Und wöchentlich heißt, immer wieder montags, gibt es die neue Ausgabe der Reisesendung.

Und jetzt noch etwas Besonderes: In jeder Sendung sind auch die „Bissigen Bemerkungen“ zu hören. Aber natürlich wird nicht die schriftliche Version nochmals akustisch aufgebrüht. Nein, da gibt es nichts „Aufgewärmtes“, sondern immer eine Spezial Version für den Reiseradio, ein provozierendes Zwiegespräch „Drensek/Born“ (Achtung Grimme-Preis, wir kommen).

In der Sendung 02 vom letzten Montag wurde abgelästert über die neue US-Einreisesteuer, sog. „Travel Promotion Act“. Und die BBB haben in der Sendung den Verdacht geäußert, dass Obama bei seinen Deutschland-Besuchen, sich das bei der Kurtaxe abgeschaut hat. „Von Deutschland lernen“ heißt nicht immer etwas Gutes lernen. Aber hören Sie selbst.
In der neuen Sendung, ab 22.3. frei geschaltet, wird über das Thema Touristik und Technik abgelästert. Wozu braucht man noch Kataloge, Reisebüros, Geschäftsreisen? Wie lange wird noch „gezwitschert“? Und besonders provokant: haben Reisejournalisten Zukunft?

Also, es gibt für Sie mindestens zwei Gründe Reiseradio zu hören.
1. Ich kann von Reisethemen nicht genug bekommen und
2. Nur einmal „Bissige Bemerkungen“ pro Woche ist mir zu wenig?

Sorry liebe Leser für diese Werbeausgabe der BBB. Nächste Woche gibt es hier wieder bissigere News, z.B.
1. Findet Manny Fontenla-Novoa endlich etwas zum Kaufen, nachdem alle potenzielle Kandidaten abgesagt haben, auch die kleineren? Die Incoming-Agentur von Vordertupfing soll angeblich noch zu haben sein.
2. Und in diesem Zusammenhang, warum die TUI-Aktie so abgeht?
3. Der „Weltflughafen“ Altenburg, den der zuständige Landrat an internationale Investoren verkaufen wollte (siehe BBB vom 14.12.2009 „Weihnachtlicher Wunschzettel), hat „Personalprobleme“. Erste Flüge müssen umgeleitet werden.
4. Trunkenheit am Steuer gibt es überall, auch am Steuerknüppel. „Granantenvolle“ ukrainische Piloten wollten von der Krim nach Kiew fliegen. An Bord: die ukrainische Generalstaatsanwältin. Dumm gelaufen!

Also dann bis nächste Woche!

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Die ITB der Breitmaulfrösche und eine verpatzte Award Feier

Wie unterschiedlich reagieren Banker und Touristiker wenn sie „glauben“ das Ende der Krise sei gekommen? Die Banker zocken wieder und die Touristiker feiern wieder.
Ach war das (endlich) wieder schön dieses Jahr auf der ITB. Alle liefen herum und grinsten freudig, dass man meinten konnte, man wäre auf dem Jahresausflug der Breitmaulfrösche. Die Anzahl der Partys war deutlich erhöht, die Stimmung unvergleichlich besser als im letzten Jahr und jedes kleine Pluszeichen wurde als Indikation „verehrt“, dass es dem Patient wieder besser ginge. Wobei man ja weiß, wie Touristiker solche Pluszeichen „erstellen“. Da wird der Tageseingang oder Wocheneingang von Minizielen gegenüber Vorjahr oder Vorwoche oder auch mal Kreuz oder Quer verglichen. Irgendwie gibt es immer etwas Positives zu erkennen und mit Prozent-Rechnen kann man schließlich alles so erklären, wie man es gerade mal brauchen kann. Hauptsache die Presse greift es auf und das tat sie dieses Jahr zur Genüge.

Insofern war es in diesem Jahr nicht so einfach etwas zum Beißen zu finden. Und der berichtenswerteste Flop fand streng genommen sogar vor Beginn der ITB statt: Die „Award Night“ des Travel Industry Clubs. Eigentlich waren und sind die BBBs überzeugt, dass die Idee des Travel Industry Clubs eine gute und unterstützenswerte Ist. Aber bekanntlich ist „gut gemeint“ nicht immer identisch mit „gut gemacht“. Oder noch schlimmer, langsam muss man nachhaltig daran zweifeln, ob Touristik-Manager das richtige Publikum für eine solche Veranstaltung sind. Für Networking sind die Touristiker sehr gut geeignet, sogar ausgesprochen prädestiniert dafür. Für eine Preisverleihung aber fehlt überwiegend das Interesse und bei einigen muss man auch Defizite an richtigem Benehmen anmelden.

Hinsichtlich der eigentlichen Preisverleihung kann man höflich anmerken, dass noch viel Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Im Mittelpunkt einer solchen Veranstaltung sollten die zu Ehrenden stehen und nicht die Sponsoren (das war noch schlimmer als Werbeunterbrechungen beim Privatfernsehen). Man könnte noch etliche andere Wegfall-Punkte nennen um die Veranstaltung abzukürzen. Merke: Touristiker sind offensichtlich nicht in der Lage sich länger als eine Stunde ruhig zu verhalten!
Besonders peinlich und unverzeihlich war, einem Auszuzeichnenden das falsche Unternehmen zuzuordnen (Mario Kubsch „von Traveltainment“).

Aber wirklich schlechtes Benehmen muss man wiederum dem anwesenden Manager-Publikum attestieren. Die Ankündigung „jetzt kommt ein dreiminütiges Musikstück“ wurde von fast der Hälfte des Publikums zum Anlass genommen, unwiederbringlich den Saal zu verlassen. Das war eigentlich eine Ohrfeige für den Veranstalter. Der danach von außen immer stärker anschwellende Lärmpegel erinnerte stark an die Veranstaltung vor zwei Jahren, als der damalige Keynote-Speaker Schirrmacher (FAZ) deswegen seine Rede abkürzte (siehe BBB „Peinlich, peinlich, peinlich“ vom 22.9.2008). Einen ähnlich schlechten Eindruck dürfte in diesem Jahr die Referentin des Abends, die Fraktionsvorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion Renate Künast, mitgenommen haben. Während sie tapfer in der ersten Reihe ausharrte, leerten sich hinter ihr die Reihen und der Lärm von draußen war bis in die erste Reihe zu hören.

Die Verleihung des wertvollsten Preises, des „Lifetime Awards“ zur späten Stunde war dann sowohl hinsichtlich der beabsichtigten Bedeutung des Preises wie auch des zu Ehrenden nicht mehr angemessen. Ein Glück, dass Laudator Robert Salzl seine ganze persönliche Klasse in eine hervorragende Rede einbrachte und man damit wenigstens zum Schluss sehen konnte, wie man „so etwas“ auf hohem Niveau machen kann.

Nachtrag: Wirklich überraschend und ausgesprochen sensationell war aber die SMS, die der Travel Industry Club am nächsten Morgen an die Teilnehmer des Abends verschickte. Darin entschuldigte er sich für die Überlänge des Abends (und für ein bisschen mehr). Damit konnte der Veranstalter das „Ergebnis“ zwar nicht mehr auf Sieg, aber zumindest noch auf „Unentschieden“ verbessern. Dafür gebührt ein großes Kompliment.

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Am 8.März ist Weltfrauentag

Ja, liebe Männer, schon Gedanken für ein Geschenk zum Weltfrauentag gemacht?
Wahrscheinlich wieder mal vergessen.

Da ist die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) wesentlich kreativer. Fast auf den Tag genau pünktlich zum Weltfrauentag richtet die ANA, als erste Fluggesellschaft der Welt, einen besonderen Service für Frauen ein: eigene Toiletten an Bord nur für Frauen!

Allerdings ist die ANA nicht von alleine auf diesen Service gekommen. Angeblich, und dieses Wort möchten die BBBs schon betonen, wären bei einer Umfrage nach den wichtigsten Kriterien für die Wahl einer Fluglinie, die Damentoiletten auf Platz 2 gelegen, gleich hinter der Qualität der Desserts. Zugegeben, auf diese Rangfolge wären wir auch bei intensivem Nachdenken nicht gekommen.

Übrigens ist nicht die Hygiene der Grund für den Wunsch einer reinen Damentoilette. Nach Aussagen eines ANA-Sprechers fühlen sich weibliche Passagiere lediglich gehetzt und unwohl, wenn sie wissen, dass ein Mann vor der Tür wartet. Also, liebe Männer, wenigstens zum Weltfrauentag mal etwas geduldiger sein.
Oder noch einen besseren Vorschlag an die Adresse der Männer: erklären wir doch die ganze ITB-Zeit zur Weltfrauenwoche und sind generell geduldiger, nicht nur vor der Toilette – sondern auch danach.

Es wäre ein Wunder, wenn beim ausgeprägten Ordnungssinn unserer japanischen Freunde, nicht auch die Ausnahmen zur Frauentoilette präzise geregelt seien. Also, Männer dürfen die Frauentoilette benutzen, wenn
- nach Absprache mit dem Kabinenpersonal, bei eingeschaltetem Anschnallzeichen, die betreffende Toilette die nächste sei,
- ein männlicher Passagier „sich unwohl fühle“ und
- wenn auf einem Flug fast nur männliche Passagiere an Bord wären.
Soviel Regelwerk muss schon sein.

Dann eine schöne und geduldige ITB allerseits.

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ITB 2010 – „Same procedure as every year“ oder hat noch jemand einen Joker in der Tasche?

Schon wieder ITB (Internationale Tourismusbörse in Berlin)? Warum eigentlich? Ach so, die ITB gehört zur Branche, wie das Gaggern zum Eierlegen. Na, dann mal los, mit dem Gaggern, die ITB ist das ideale Forum dafür.

Leider hat Google einen Frühstart hingelegt. Die Meldung „Reisesuche im Web läuft prächtig“ hatte ITB-Format. Da hat Google mal so richtig auf die Pauke gehauen. „Suchanfragen, die typisch für die Einleitung konkreter Buchungsschritte sind“, das klingt gut. Sagt ja auch der „Head of Travel bei Google“. Das ist ein toller Titel, aber offensichtlich mehr Travel als Head.
Und das sind laut dieser Meldung die Super-Suchtrends:
„Pauschalreisen günstig“ plus 750 Prozent
„Flüge vergleichen“ sogar plus 917 Prozent
Was müssen das vorher für mickrige Zahlen gewesen sein, wenn man die so steigern kann? Aber solche prozentuale Steigerungen geben für die Berichterstattung eine Menge her, sind sie auch noch so absurd.

Dabei könnte die wirklich wichtige Meldung ungefähr so lauten:
„Die bereits bekannten Trends beschleunigen sich“.
- Polarisierung der Nachfrage wird noch stärker. Das untere Segment und das obere wachsen weiter. Gähn, gähn – ach wie langweilig. .
- Es wir noch mehr Spätbucher geben als letztes Jahr. Gähn, gähn – wie langweilig.
- All Inklusive wird noch weiter wachsen. Gähn, gähn – wie langweilig
Sorry, ist aber leider so. Interessiert aber nicht.
Dann versuchen wir es mal damit:
- Die Pauschalreise lebt noch. Ach was, das passt aber gar nicht in die Neuzeit.
- Die Reisebüros leben auch noch, die Veranstalter wollen sogar noch welche dazu erwerben. Ach was, das passt aber gar nicht in die Google-Zeit.

Ob ich noch zur ITB gehe? Na klar, will ja „mitgaggern“.
Deshalb müssen die BBBs noch schnell ein paar ITB-Meldungen erfinden:

Meldung 1: Die Kontrolle an den Eingängen der ITB wird dieses Jahr vom Personal des Flughafens München durchgeführt. Vor allem wenn Schichtwechsel ist, kann man auf die Messe mitschleppen was man will.

Meldung 2. Lufthansa wird bekannt geben wie der neue A380 heißen soll. Bekanntlich sind (wahrscheinlich durch Manipulation) innerhalb von 48 Stunden 8.000 positive Bewertungen für den Namen „Stalingrad“ eingegangen. Das will aber Lufthansa nicht gelten lassen. Jetzt soll der Super-Jet auf den Namen „Silke Kohlschitter“ getauft werden. Das ist die taffe Arbeitsrichterin vom Arbeitsgericht Frankfurt, die eigentlich LH-Management und VC-Cockpit blamiert hat, weil sie vormachte, wie man Einigungsgespräche sinnvoll führt. Besser kann sich LH nicht bedanken, dass sie Millionen an Streikkosten gespart hat.

Meldung 3: Der Fugzeughersteller Airbus sucht bekanntlich einen Käufer für seinen Toilettenhersteller Dasell. Auf der ITB wird die Bundesregierung bekannt geben, dass sie kaufen wird. Mit ihrem „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ hat sie soviel „Sch….“ gebaut, dass professionelle Entsorgung benötigt wird.

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Kommt nach dem Streik der Lufthansa-Piloten ein Streik der Bissigen Bemerkungen?

Die Tarifkommission der Bissigen Bemerkungen (VBB) droht mit Streik. Was die Lufthansa-Piloten können, können wir noch härter. „Unser Streik wird nicht vier Tage, sondern vier Wochen dauern“, sagte deren Sprecher, „wenn folgende Forderungen nicht erfüllt werden“.

Und das sind die Forderungen der Bissigen Bemerkungen:
- Wir fordern ein Mitspracherecht bei allen Unternehmensentscheidungen in der Tourismusbranche. Als Gegenleistung sind wir bereit auf eine Tariferhöhung, sprich kostenpflichtigen Versand der BBBs, zu verzichten.
- Wir fordern Abonnementsicherheit bis 2013
- Als neue Newsletter über 70 Zeilen Länge darf in der Tourismusbranche grundsätzlich nur der Newsletter der Bissigen Bemerkungen abonniert werden
- Bei kürzeren Newsletter darf keine Umbestellung auf ausländische Billig-Newsletter erfolgen

Falls diese Forderungen von der Tourismusbranche nicht erfüllt werden, wird ab Montag ein vierwöchiger Streik ausgerufen. Auf den Vorhalt, ob man nicht üblicherweise sich mit einem kurzen Warnstreik begnügen wolle, antwortete der BBB-Sprecher: „wenn schon, dann soll es richtig weh tun, um Druck hinter unsere Forderungen zu bringen“.

Der Präsident des Deutschen Reiseverbandes Klaus Laepple erklärte, dass insbesondere die Forderung der BBB nach Mitbestimmung bei wichtigen Entscheidungen der Branche vollkommen indiskutabel sei. Gleichwohl nehme er aber mit Sorge zur Kenntnis, dass ein Streik der BBBs zu nachhaltigen Entzugserscheinungen bei den BBB-Kunden führen würde. Sprecher der großen Reiseveranstalter warfen den Bissigen Bemerkungen vor, den Streik auf dem Rücken der Kunden auszutragen, die ansonsten bei den BBBs im Mittelpunkt stehen würden.

Ein Sprecher der BBBs empfahl im Streikfall den Kunden eine Fahrt mit der Deutschen Bahn. Der Sarkasmus mancher Bahnangestellten hätte in letzter Zeit fast BBB-Niveau erreicht.

Neutrale Beobachter stellten mit Besorgnis fest, dass ein vierwöchiger BBB-Streik auch die Zeit der ITB umfassen würde. Es sei somit zu befürchten, dass der dort üblicherweise verzapfte Unsinn, zuwenig einer kritischen Kommentierung unterliegen würde.

In Kürze soll die Suche nach einem Schlichter in diesem Tarifstreit beginnen. Inoffiziell verlautete aus Kreisen der BBBs, dass man auch bei ungleicher Eignung einen weiblichen Schlichter bevorzugen würde.

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Quartalszahlen an Rosenmontag, Hauptversammlung an Aschermittwoch – Fasching nach TUI Art

Dr. Frenzel ist zwar inzwischen Ehrenoffizier der Prinzengarde Duisburg, aber sein Verständnis von Fasching ist offensichtlich stark hannöversch geprägt.
Da muss man schon eine besondere Art von Humor haben die Quartalszahlen am Rosenmontag zu präsentieren. Man sieht direkt vor dem geistigen Auge die Wirtschaftsjournalisten im Karnevalskostüm, die Rosenmontagsparty unterbrechend, ihren Bericht über die TUI-Zahlen schreiben. Da kommt auf Seiten der Journalisten bestimmt wenig Freude auf und mancher Kommentar dürfte dann auch der fünften Jahreszeit angelehnt sein. „TUI-Quartalszahlen so wenig lustig wie ein Karnevalsumzug in Hannover“ könnte zum Beispiel die Überschrift eines Kommentars lauten.
Noch „lustiger“ ist aber eine Hauptversammlung auf Aschermittwoch zu legen. Das provoziert direkt etliche Metapher in den Redebeiträgen. „Herr Dr. Frenzel, Asche auf ihr Haupt“, „der Spaß ist vorbei“, „jetzt muss aber bei TUI wirklich gefastet werden und nicht nur 40 Tage lang““ usw. Es sei denn Dr. Frenzel zieht einen wirklichen Joker aus der Tasche und gesteht, dass die gerade vorgelegten Quartalszahlen von TUI Travel nur ein Faschingsscherz waren. Tätä, tätä.

In wieweit TUI-Großaktionär Frederiksen Humor hat ist nicht überliefert. Im Zweifel dürfte dieser noch unterhalb des in Hannover üblichen liegen. Da ihm sein Lieblingsgegner, der frühere AR-Vorsitzende Krumnow, durch dessen vorzeitigen Rücktritt abhanden gekommen ist, muss er sein Visier neu einstellen. Sein neues Druckmittel heißt „Fragen, die im Rahmen von Sonderprüfungen geklärt werden sollen“. Jetzt sind Fragen nicht nur ein gutes Recht der Aktionäre, sondern sogar eine Pflicht. Spätestens seit der Sesamstraße weiß jedermann „Wer nicht fragt bleibt dumm“. Also, wer etwas wissen will, muss fragen. Und wer viel wissen will, stellt viele Fragen. Wer aber so viele Fragen stellt wie es Frederiksen für die HV angekündigt hat, der will nicht viel wissen, sondern bewusst die Verwaltung blockieren. Damit wird er garantiert noch weniger Aktionäre auf seine Seite ziehen als bisher.
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In eigener Sache.
Die Akzeptanz der Fanseite der Bissigen Bemerkungen übertrifft alle Erwartungen. Jetzt ist erstmals auch ein Video auf dieser Seite eingestellt. Schließlich darf man der Neuzeit nicht zu sehr „hinterher hinken“. Auch die Seite www.karl-born.de, insbesondere Unterseite Vorträge, ist bunter geworden. Fortsetzung folgt!

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