Eurowings: außer Billig nichts zu bieten

Billig anbieten kann jeder, aber Billig und trotzdem noch einigermaßen gut, das kann Eurowings zumindest auf der Fernstrecke nicht.
Verläuft ein Eurowings-Fernstreckenflug mal pünktlich wird in der Eurowings-Zentrale gefeiert, als ob schon wieder Weihnachten wäre. 50 Stunden Ankunftsverspätung bei einem Flug nach Kuba, das ist schon eine Riesen-Hausnummer. 50 Stunden Verspätung mag ein Ausreißer sein, aber auch 27 Stunden oder 37 Stunden Verspätung nach Kuba hatte Eurowings im Angebot. Ein Kurzurlaub kann da nicht empfohlen werden, der könnte schon zu Ende sein, bevor man angekommen ist. Laut Spiegel waren im November und Dezember ein Viertel der Langstreckenflüge verspätet.
Wenn das „Anlaufschwierigkeiten“ sind, dann muss Eurowings dringend einen neuen Anlauf nehmen. Witterungseinflüsse, starke Winde, Krankmeldungen, verlängerte Wartungszeiten u.ä., die Liste der Ausreden ist lang. Dabei wurde noch nicht thematisiert, was man aus LH-Pilotenkreisen hört, dass Fliegen auf der Fernstrecke doch ein sehr spezielles Geschäft sei, insbesondere in der Verständigung mit den örtlichen Fluglotsen.
Setzt Eurowings mal Ersatzflugzeuge ein, muss man schon ein sehr intimer Kenner der Fliegerszene sein um deren Namen wenigstens mal gehört zu haben.

Dass bei Eurowings offensichtlich ein besonderer Humor herrscht, zeigt die neue Video Marketing Kampagne, die unter dem Titel „warum eurowings satirisch wirbt“ läuft (siehe http://www.wuv.de/marketing/warum_eurowings_satirisch_wirbt). Es handelt sich um eine ausgesprochene „Billigwerbung“ und dass das Testimonial Tom Selleck zum Schluss eine Magnumflasche Champagner erhält, ist weder satirisch, noch passt die Magnum Flasche zum Billigtitel der Kampagne. Überhaupt Testimonial Tom Selleck? Sorry, wer weiß heute noch, dass Tom Selleck irgendwann mal Magnum war. Die letzte Ausstrahlung der Sendung ist ein Vierteljahrhundert her (exakt 27 Jahre). Sind die Marketingmacher für Eurowings so alt?

Jetzt mag man einwenden, dass die oben gemachte Bemerkung zum Thema Kurzurlaub auf der Fernstrecke etwas unpassend wäre. Aber letzten Monat konnte man auch eine Eurowings-Anzeige lesen: 199,99 Euro nach Bangkok, one way, ohne Gepäck. Für wen soll denn dieses Angebot sein? Das kann doch nur für Kurzurlaub sein (mit etwas Wäsche im Handgepäck). Da möchte man auf dem Rückflug nicht daneben sitzen.

Wenn wir allerdings gerade beim Thema „Koberangebote“ sind, noch wesentlich fragwürdiger war ein Angebot von Easyjet. Da wurden einige Ziele ab 41,99 Euro angeboten, ab Berlin, ohne Gepäck, bei Buchung von zwei Personen. Wo ist da auch nur die theoretische Sinnhaftigkeit? Für Einzelreisende gilt der Tarif nicht. Aber während bei Hotelbuchung es noch (theoretisch) Sinn macht, einen Preis von der Belegung eines Hotelzimmers durch zwei Personen abhängig zu machen, ist es bei einer Flugbuchung nur Augenwischerei und Bluff gegenüber dem Kunden.
Sehr unseriös!
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In eigener Sache: Nächste Woche erscheint nach langer Zeit mal wieder ein Interview im Reiseradio. Sie finden es unter „reiseradio.org“ oder unter „travel-radio.eu“.

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Der Kampf ums „hatrack“ wird auch bei Lufthansa härter

Das „hatrack“ im Flugzeug war mal, wie der Name schon sagt, als Fach für die Hutablage und nicht zur Mitnahme des halben Hausrates gedacht. Lang ist es her.

Zum Verstauen des Gepäcks unterscheidet man grundsätzlich zwei Vorgehensweisen.
1. Die vermeintlich Schlauen: Möglichst schnell an Bord gehen, Gepäck ins hatrack wuchten und Klappe sofort wieder schließen. Damit soll den Nachfolgenden signalisiert werden, das Fach ist schon voll.
2. Die Rücksichtslosen: Sie bleiben relaxt, haben kein Problem zuletzt an Bord zu kommen, weil sie wissen, auch ein echt volles hatrack ist nie voll, denn mit Gewalt geht vieles. Das „vorsichtig“ eingelegte Gepäck der Mitreisenden? Nicht mein Problem.

Ganz schlimm sind jene, die mit Rucksack anrücken, dass man denken könnte, sie wären unterwegs zu einem Basislager in 4.000 m Höhe. Der Rucksack wird auch nicht von Hand geschleppt, nein, er bleibt auf dem Rücken. Im Flugzeuggang einmal um die eigene Achse gedreht, sind die Gangplatz-Sitzenden schnell k.o. geschlagen. Dann wird der Rucksack entweder mit Gewalt in das Fach gedrückt oder man bleibt provozierend im Gang stehen, soll doch die Flugbegleiterin „mein Grundrecht auf einen Ablageplatz“ sichern.

Das wird künftig auch an Bord von Lufthansa schlimmer werden, denn ab Oktober gelten bei Lufthansa die neuen Tarife „Light“, „Classic“
und „Flex“. Ohne auf die Notwendigkeit der neuen Tarife eingehen zu wollen (übrigens: Wettbewerber zu kopieren war noch nie eine kreative Lösung, aber zu mehr reicht es zur Zeit bei Lufthansa leider nicht), richten wir den Blick auf den billigsten Taif „Light“. Bei diesem Tarif ist keine Kofferaufgabe erlaubt, sondern nur die Mitnahme von Handgepäck. Halleluja, bei der eingeübten Kostenvermeidungsstrategie der Deutschen („ich bin doch nicht blöd“), wird sich der Handgepäckreisewettkampf ab sofort verschärfen. Wer jetzt entschuldigend auf die „Normmaße“ des künftigen Handgepäcks 55x40x23 verweist, hat keine Ahnung vom wahren Leben an Bord.

Ein Passagier von Easyjet soll sich angeblich beim CheckIn den Inhalt seines Koffers angezogen haben (zwölf Schichten, nach eigenen Angaben). An Bord wurde ihm dann schlecht und er fiel in Ohnmacht. Berüchtigt sind auch die „Reisetaschen zum Anziehen“. In diesen „Jacken“, die nicht als Handgepäck zählen, kann man angeblich 15 kg verstauen. Mich persönlich, als geruchssensibler Mensch, stört mehr, wenn Übernacht-Reisende nicht mehr genügend Wäsche zum Wechseln dabei haben.

Ich höre (sehe) schon die entrüsteten Gegenargumente.

Punkt 1 „Ich habe keine Zeit am Gepäckband auf meinen Koffer zu warten“. Das mag im Einzelfall mal stimmen, aber im Normalfall soll es nur die eigene Wichtigkeit unterstreichen. Das erinnert mich, wie ich letztens erlebt habe, dass sich eine ungefähr 80jährige Omi an der Supermarktkasse vordrängelte mit dem Argument, ich habe es eilig. Ich habe mir verkniffen zu fragen „wofür“.

Aber noch „gewichtiger“ ist natürlich Punkt 2, „da sind nur die Airlines mit ihren Abzocker-Preisen für aufgegebene Koffer schuld“. Sorry, aber das ist die Konsequenz aus den dramatisch gesunkenen Flugpreisen. Wer hat Schuld? Es ist wohl eine besondere Symbiose von Flugmanagern von Ryanair und Co., die außer Preissenkung kein anderes betriebswirtschaftliches Argument kannten und Kunden, die jeden Flugpreis für realistisch hielten und stundenlang das Internet durchpflügten um einen Euro Flugpreis zu sparen. Die Frage im Sinne von „Henne oder Ei“, wer hat mehr schuld, lässt sich nicht beantworten.

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„Best of“ der letzten Wochen

Sorry, liebe Leserinnen und Leser, aus der angekündigten einwöchigen Pause sind leider zwei Wochen geworden. Die Woche war als Abstand zwischen den letzten BBBs zum Flüchtlingsthema und den normalen touristischen Geschichten gedacht. Die positive Resonanz zu den letzten beiden BBBs war zwar außerordentlich groß, aber ebenso haben viele Leser die montägliche kleine Aufheiterung vermisst. Bei einigen lag dabei auch die Betonung auf Montag (das sei der Tag nach Sonntag!), mittwochs oder donnerstags wäre nicht das Gleiche.
Also heute Neustart mit dem Versprechen, wieder wöchentlich und montags. Los geht’s:

1. Größenwahn
In einem Interview (travel tribune) hat der „Head of Corporate Strategy“ der Hahn Air (Jörg Troester) mächtig auf die Pauke gehauen. Seine Airline habe zu der bisherigen Cessna CJ4 noch einen zweiten Flieger angeschafft und damit die Sitzplatzkapazität der Flotte von acht auf 16 Plätze verdoppelt. Zitat: „Eine Verdoppelung der Sitzplatzkapazität binnen eines Jahres würde nicht mal eine Airline wie Emirates hinbekommen.“ Das würde die BBBs echt interessieren, was sich der Herr „Head of Corporate Strategy“ aus der Provinz morgens vor dem Interview eingeworfen hat.
Nach seinen eigenen Angaben hat Hahn Air mit der Fliegerei (Düsseldorf nach Luxemburg) noch kein Geld verdient. Na, wenigstens etwas, das Emirates besser kann als Hahn Air.

2. Fehlende Champagner-Erfahrung
Da hatten Passagiere von Easyjet die Idee, sich bei der Flugbegleiterin eine Flasche Champagner zu bestellen. Die Stewardess schüttelte die Flasche vor dem Öffnen (hatte die Handhabung wohl mit Orangensaft verwechselt) und schon knallte der Korken. Leider knallte er nicht nur laut, sondern durchschlug auch die Deckenverkleidung, so dass die Sauerstoffmasken herausfielen. Ergebnis: Unplanmäßige Zwischenlandung in Mailand.
War eigentlich auch eine leicht absurde Idee der Passagiere bei Easyjet Champagner zu bestellen (Emirates hätte das bestimmt besser gekonnt, bei Hahn Air sind wir uns nicht sicher).

3. Was erlauben USA?
Die USA warnen ihre Bürger vor Behinderungen bei der Einreise nach Deutschland wegen der Flüchtlingskrise. Grenzübergänge könnten vorübergehend geschlossen werden. Wer hat sich bei den Amis denn diese Frechheit ausgedacht? Ausgerechnet die USA, die keinen einzigen Flüchtling als Ausrede brauchen, um Einreisende massiv und willkürlich zu behindern.
Da möchte man in Anlehnung an den berühmten Trapattoni-Spruch („Was erlauben Strunz“) stöhnen: Was erlauben USA?

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Wenig Glück im neuen Jahr

Neues Jahr, neues Glück? Davon kann bei einigen Anbietern nicht die Rede sein.

1. Endlich, muss man sagen, hat der Europäische Gerichtshof Klartext gesprochen: Wer im Internet einen Flug bucht, muss auf einen Blick erkennen können, was das Ticket am Ende kostet – einschließlich Steuern, Zuschlägen und Gebühren. Damit dürfte hoffentlich die unselige Trickserei vieler Airlines ein Ende haben. Seit 1984 gibt es in Deutschland die Preisangabenverordnung, nach der Anbieter immer deutlich den Endpreis anzeigen müssen. Aber das Internet betrachten ja viele noch als ein etwas anderer „Rechtsraum“, wo man es mit Recht und Gesetz „nicht so ernst nehmen muss“ und diese Anbieter lassen sich dann noch als innovativ und kreativ feiern (siehe Airbnb u.v.a.). Bei den Airlines wollen wohl einige Manager das alte Sprichwort „Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht“ nicht wahrhaben. Wir erinnern uns, dass auch die sehr kundenunfreundliche Änderung von Abflugzeiten, am liebsten bis unmittelbar vor dem Abflug, erst richterlich abgemahnt werden musste, bevor Airlines und Reiseveranstalter „etwas Einsicht“ zeigten.
Die BBBs haben beides in der Vergangenheit oft verurteilt (sorry für Eigenlob, aber das musste hier sein).

2. Kein Glück wird die Deutsche Post mit ihrer neuesten Managemententscheidung haben: sie will in das Tourismus-Geschäft einsteigen! Angeblich, weil sich „mit der Zustellung von Briefen kaum noch Geld verdienen lässt“. Und dann will die Post ausgerechnet im Tourismus „Geld verdienen“? Das ist der Lacher Nr. 1 in 2015. Als Partner hat die Post das österreichische Touristikunternehmen Eurotours gewählt. Es sollen angeblich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Städtereisen verkauft werden. Für Busreisen innerhalb Deutschlands soll der „Postbus“ genutzt werden. Der hat wohl freie Kapazität, weil gerade der ADAC aus dem Gemeinschaftsunternehmen ausgeschieden ist.
Achtung: Der Vertrieb erfolgt nur über das Internet. Klar, da gibt es ja auch so wenig Angebote. Aber ein Gutes hat der Internetvertrieb. Steht man als „klassischer“ Postkunde, der nur Briefporto erwerben will (seit 1.1.2015 auch teurer!) in der Schlange, muss man sich nicht das „Beratungsgespräch“ am Postcounter anhören (obwohl das bestimmt auch Unterhaltungswert hätte).

3. Nicht nur kein Glück, sondern auch starke Benimmdefizite, hat easyJet. Waren Sie, liebe BBB-Leserinnen und BBB-Leser, mal in den letzten Tagen auf der Homepage von easyJet? Dort heißt der neueste Hit im Internetvertrieb: über 50.000 Plätze bis maximal 39,99 Euro. Das ganze begleitet durch den super-intelligenten Werbespruch „HALLÖCHEN POPÖCHEN“. Weniger bekleidet (jetzt mit „k“ geschrieben) ist die daneben abgebildete Dame. Mit ihrem „Popöchen“ soll sie Lust zur Buchung machen. Das ist total daneben.

4. Dazu passt „leider“ eine Meldung aus dem chinesischen Zhengzhou. Dort ist in einem Restaurant der Menüpreis nicht für alle Gäste gleich. Die 50 hübschesten Gäste pro Tag bekommen ihr Essen kostenlos. Ein engagierter professioneller Schönheitschirurg trifft täglich die Entscheidung. Wer „kein Glück hat“ muss den vollen Menüpreis zahlen. Die BBBs sind sich sicher, es ist eher umgekehrt, der Schönheitschirurg hat das Lokal für seine Werbezwecke engagiert.

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Der Letzte macht das Licht aus, nicht so bei Ryanair

„Der Letzte macht das Licht aus“, so hieß 2007 eine Tragikomödie von Clemens Schönborn. Als „liebenswerte Loser“ beschrieb er damals die Figuren in seinem Fernsehspiel.

Zumindest als Loser dürften sich auch die Passagiere in einer Ryanair-Maschine auf dem Weg vom marrokanischen Fez nach dem „in der Nähe von Paris“ liegenden Flughafen Beauvais gefühlt haben. Als das Flugzeug mit dreistündiger Verspätung landete, verkündete die Crew die Überraschung „wir sind soeben in Lüttich gelandet“. Abgesehen davon, dass grundsätzlich niemand freiwillig nach Lüttich will (sagen zumindest jene die das einstige belgische Kohlezentrum kennen), hat selbst Ryanair wohl Schwierigkeiten bei fast 400 Km Entfernung noch von „in der Nähe von Paris“ zu sprechen. So sahen es auch die Passagiere. Wahrscheinlich hatten sie im französischen Fernsehen Berichte über Gorleben gesehen und probierten mal aus, wie ein Sitzstreik im Flugzeug funktionieren könnte. Zumal selbst die engen Sitze der Ryanair noch bequemer sind als eine Sitzblockade auf Schienen.

Aber eine Ryanair Crew ist im Unterschied zu deutschen Polizisten vollkommen humorlos. Da wird nicht lange debattiert und weggetragen wird da auch niemand. Sie formulierten schlichtweg das Thema „Der Letzte macht das Licht aus“ um in „Der Erste der von Bord geht macht das Licht aus“. Eine ganz neue Theorie über das Verhalten eines Kapitäns und seiner Crew. Da wohl alle Angestellten bei Ryanair analog zu ihrem Boss O`Leary eine Toilettenphobie haben, machten sie nicht nur das Licht aus, sondern schlossen auch die Toiletten ab. Und Tschüss, „ich bin mal weg“ liebe Paxe.

Da saßen nun die Ryanair-Fluggast-Loser im Dunkeln und bei verschlossenen Toiletten. Überraschenderweise, so wird zumindest berichtet, ließ die Crew beim Verlassen des Flugzeugs die Cockpit-Tür offen. Angeblich hätten die Passagiere „diese Chance“ nicht genutzt.

Wer nun denkt die Bissigen Bemerkungen würden sich jetzt darüber richtig aufregen, den müssen wir leider enttäuschen. Unser Kommentar dazu: Liebe Passagiere, das geschieht euch recht. In „Die Welt“ vom 18.11. fand sich unter der Überschrift „Wer wird denn gleich in die Luft gehen…“ eine bemerkenswerte Zusammenfassung von Erlebnissen auf Flugzeugen von Ryanair und Easyjet. Wer danach immer noch, wegen ein paar Euros weniger, diese Airlines bucht, dem können wir nur zurufen: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber“.
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Haben Sie, liebe Leser und Leserinnen, gelesen: am Freitag, dem 19.11. war Welt-Toiletten-Tag. Leider haben wir nicht darauf geachtet auf welchem Bahnhof an diesem Tag „unser Freund“ Peter Ramsauer war. Sachdienliche Hinweise werden von der Redaktion gerne entgegengenommen. (Um diesen Gag zu verstehen sollte man die BBBs vom 10.10. und 18.10. gelesen haben.)
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Im Reiseradio (www.reiseradio.org) geht es u.a. um das Thema Modernes Tourismusmarketing (also etwas ernsthafter als von uns vor einer Woche abgelästert). In den akustischen Bissigen Bemerkungen geht es vor allem um den ominösen Kofferalarm in Namibia und mit ganz eigenen Theorien dazu.

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Managers Mathekünste – heute mit Fraport-Chef Schulte

Die Bissigen Bemerkungen von letzter Woche über die Rechenlogik in manchen Pressemitteilungen hat ein reges Leserinteresse gefunden (zweithöchste Leserzahl seit es die BBBs gibt). Also haben sich die Bissigen Bemerkungen weiter umgesehen und sind über ein Interview von Fraport-Chef Stefan Schulte gestolpert. Mutierte er doch in seinem Interview mit der Süddeutschen Zeitung überraschender Weise und ohne erkennbaren Grund zum Wendehals in Sachen „Luftverkehrsabgabe“. Er meinte dort, diese neue Steuer „sei im Grundsatz akzeptabel“ und das ganze Gerede von Abwanderung ins Ausland stark übertrieben. Diese Anbiederung an die Politik verärgerte Fluggesellschaften und andere deutsche Flughäfen so stark, dass z. B. der Chef des Kölner Flughafens, Michael Garvens, sogar den Ausschluss von Fraport aus der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Flughäfen forderte.

Wenn man das Interview genau las, hatte Schulte bei seiner „Lobpreisung“ der neuen Steuer allerdings ein paar nicht unwichtige Nebenbedingungen genannt.
So sollten von der Steuer Transferpassagiere und Fracht ausgenommen bleiben. Jetzt raten Sie mal liebe Leserinnen und Leser welcher deutsche Flughafen die meisten Umsteigepassagiere und die meiste Fracht hat? Richtig geraten! So selbstlos und so ungemein kollegial ist unser Fraport-Schulte. Und eine putzige Erklärung, für eine besondere Bevorzugung von Langstreckenflügen hat er auch parat, in dem er einen ökologischen Vorteil für die Langstreckenflüge errechnet. Bei einem Kurzstreckenflug, so wird er in diesem Interview zitiert, liege der Verbrauch im Durchschnitt bei 7,7 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer, während auf der Langstrecke der Verbrauch bei 3,8 Liter pro Passagier und 100 Kilometer liege.

Sorry, lieber Herr Fraport-CEO, das sieht „unsere Umwelt“ leider völlig anders. Die leidet nämlich ausnahmslos nur unter der Gesamtbelastung eines Flugzeuges. Und die ist bei einem Langstreckenflug nun mal deutlich und unstrittig höher als bei einem Kurzstreckenflug. Da hilft kein Dividieren durch Anzahl Passagiere oder Anzahl Kilometer oder Höhe Flugpreis oder was einem noch so einfallen könnte. Sich aus egoistischen Fraport-Gründen da etwas mit Mathe-Tricks schön zu rechnen ist nicht nur unredlich der Umwelt gegenüber, abgesehen davon auch unkollegial der restlichen Branche gegenüber, sondern mathematisch eine unsinnige Luftnummer.
Merke: Mag der Rechengang auch richtig sein, kann das Ergebnis trotzdem keinen Sinn machen.
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Im Reiseradio (www.reiseradio.org) finden sich diese Woche Interviews
mit Dr. Petra Stolba, wie Österreich-Werbung ein jüngeres Publikum ansprechen will,
mit Oliver Müller-Dukat, der 1-2-fly als Preis-Leistungs-Führer im „Billigbereich“ sieht
und mit Achim Hunold zum die Lufthansa schmerzenden Coup, demnächst zur oneworld-Allianz zu gehören.
In den akustischen Bissigen Bemerkungen dreht sich alles um die aktuelle Fliegerei. Besonders wird über die Qualitätsproblemen bei Easyjet gelästert, vor allem weil nur „die anderen“ schuld sind, aber nicht Easyjet selbst. Dabei wird wie immer „sehr dezent“ darauf hingewiesen, dass die BBBs schon vor fünf Monaten vorhergesagt haben, dass es die neue Easyjet-Chefin nicht packen wird (und warum das überraschender Weise eine Bestätigung für Frauen in Führungspositionen sei). Daneben geht es noch um die sich abzeichnende Fahnenflucht von Ryanair-O`Leary und die neuen „Regierungsfliegerchen“ von Sarkozy und Angela Merkel.

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Frechheit oder Dummheit? Ein Toter soll nach Berlin fliegen und die Werbung von HRS

Zwischen beiden Meldungen besteht kein unmittelbarer Zusammenhang. Höchstens die übereinstimmende Frechheit (Dummheit?).
Da schieben zwei Frauen in Liverpool einen alten Mann im Rollstuhl zum Check-in-Schalter von Easyjet zum Flug nach Berlin. Eigentlich nichts besonderes, aber der Mann im Rollstuhl ist seit 24 Stunden tot. Die beiden Frauen wollten so die Überführungskosten für den Toten sparen. Ihr wahrscheinlicher Gedankengang: An Bord von Easyjet sind die Sitze so eng, da kann sogar ein Toter nicht mehr umfallen.
Aber eine Flugbegleiterin fragte den schweigsamen Passagier nach seinem Wohlbefinden (wer hätte gedacht, dass es so etwas an Bord von Easyjet noch gibt).
Der blieb jedoch jede Antwort schuldig. Der herbeigerufene Arzt fand schnell die Lösung der konsequenten Schweigsamkeit.
Merke: Wer die Flugsitze zu eng macht, bekommt die schweigsamsten Passagiere.

Die neue Werbung des Hotelportals HRS ist ziemlich dümmlich. Schon der Claim „Ich reservieHRS“ lässt ein zweifelhaftes Verhältnis zur deutschen Sprache durchblicken. Aber noch schlimmer ist der Werbespruch mit TV-Sternchen Sonya Kraus: „Die schmutzigsten Fantasien hat man in den saubersten Betten“.
Da möchte man eher sagen: „Die dümmsten Fantasien hat die Werbeagentur von HRS“. Weitere Testimonials in dieser Werbereihe sind Rudi Assauer und Bill Kaulitz. Schlimmer geht’s wirklich nimmer!
Wenn dann HRS-Geschäftsführer Tobias Ragge meint, damit „die Marke emotional stärker aufladen“ zu können, dann möchte man über seine „eigene emotionale Aufladung“ nicht länger nachdenken. Hier scheint professionelle Hilfe notwendig, aber nicht von einer Marketingagentur.
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Im Übrigen bin ich der Meinung …. „Wer vom Lesen der Bissigen Bemerkungen nicht genug hat, der kann zusätzlich noch welche hören“.
Im Reiseradio (www.reiseradio.org) geht es diese Woche um die Beschwerde von Ostseekommunen, dass der offizielle Wetterbericht fast immer zu schlecht sei. Wir machen uns hierzu Gedanken ob da wirklich System dahinter steckt oder ob das an der Abwesenheit eines berühmten Meteorologen liegen könnte. Natürlich gibt es auch Vorschläge zur Lösung.
Außerdem machen wir etwas Werbung für den airport run vom Flughafen Hannover am 17.4.2010. Warum? Auch das erfahren Sie im Reiseradio.

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Kaum zu glauben

Mag ja sein, dass sich Piloten nur ungern mit Lokomotivführern vergleichen lassen wollen. Aber ein Blick über den Tellerrand hin zur Bahn würde sowohl den Piloten wie auch der Lufthansa nicht schaden.
Erinnern Sie sich an Mitte bis Ende 2007? Erinnern Sie sich an das permanente „Gewürge“ von Lokomotivführern und Bahn mit Streikankündigung, dann doch kein Streik, dann doch Streik, dann Handschlageinigung, die aber keine war (Urmodell des DFB/Joggi Löw–Konfliktes), neue Streiks und so weiter? Ergebnis: Dramatischer Imageverlust für beide Seiten und nachhaltiger wirtschaftlicher Schaden (auch für beide Seiten).

Und das gleiche Spiel, man glaubt es kaum, spielen jetzt Lufthansa und Piloten-Gewerkschaft. Erst große Streikankündigung, dann einen Tag Streik, dann überraschend Friede, Freude, Eierkuchen und jetzt ab 13.4. soll das ganze wieder von vorne losgehen. Lufthansa wird nicht nur „airberlineriger“, sondern auch noch „bahnerischer“. Halleluja, das ganze ist nicht nur ein Lehrstück für „wie beschädige ich das Image eines angesehenen Unternehmens“, sondern zeigt auch die Hilflosigkeit mit der neuen Marktsituation umzugehen.
Das hätten sich Air Berlin und Co. auch nicht träumen lassen, dass sie von Lufthansa solche wirtschaftliche Hilfestellung bekommen.

Wenn wir schon bei „kaum zu glauben sind“. Wie postulieren die harten Gleichberechtigungsvertreter(innen)? Die Gleichberechtigung für die Frauen im Wirtschaftsleben ist nicht erreicht, wenn es genügend Frauen in Führungspositionen gibt, sondern erst wenn genügend Frauen ohne Ahnung vom Geschäft in Führungspositionen aufgestiegen sind. Sind wir nun soweit? Könnte sein. Easyjet hat eine neue Chefin. Demnächst übernimmt Carolyn McCall. Sie kommt aus der Medienbranche und hat Null-Ahnung von der Luftfahrtbranche.

Noch „weniger zu glauben“, ist die Panne am Flughafen Leipzig-Altenburg. Erinnern Sie sich, der Landrat des Landkreise Altenburg-Land, war so fest überzeugt, dass sein Weltflughafen Altenburg Interesse bei internationalen Investoren finden könnte (siehe BBBs vom 14.12.2009). Jetzt musste einer der wenigen Anflüge umgeleitet werden, weil kein Fluglotse im Tower war. Schuld: „Unklare Dienstplanung“. Bei einer Handvoll Flüge am Tag, kann man schon mal die Übersicht verlieren.

Und schon „überhaupt nicht zu glauben“ ist, dass ein Hobby-Pilot jetzt zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt wurde. Er hatte mit seinem einmotorigen Flugzeug die Rollbahn des Flughafens Bitburg angesteuert und auf Funkkontakt zum Tower „verzichtet“. Dummerweise fand dort gerade eine Veranstaltung des Porsche-Clubs Luxemburg statt. Da blieb kaum eine Wahl. Der Pilot landete „auf“ einem fahrenden Porsche 911. Merke: Sollte Ihr Auto mal kräftig wackeln, muss es nicht an schlecht montierten Reifen liegen. Schauen Sie auch mal auf dem Dach Ihres Fahrzeuges nach.

Außerdem „glauben wir nicht“, dass „Manny“ noch etwas Vorzeigbares zum Kaufen für Thomas Cook findet. Darf man Ankündigungen übrigens schon bilanzieren?

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Im Übrigen bin ich der Meinung …. „Wer vom Lesen nicht genug hat, der kann zusätzlich noch hören. „Faszination Stützstrümpfe“ – ab heute der neue Renner auf www.reiseradio.org (jetzt auch mit Direkt-Button auf die BBB). Und nicht verzweifeln: wenn die Sendung sich nicht sofort lädt, dann tummeln sich gerade andere 100 BBB-Fans in der Leitung. Ein paar Minuten später, und „Ihnen wird sicher geholfen“ (vom Server).
Sorry für letzte Woche. Zwischenzeitlich gab es Probleme mit dem Link und dann war der Server echt überlastet. Es geht dem Reiseradio speziell wie dem Tourismus allgemein: Das größte Problem ist der Erfolg.

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Die Krise steht vor der Tür – Wolle mer se roilosse?

Sie sollten öfters mal vor Ihre Haustür schauen. Wer da alles davor steht. Vor kurzem stand Weihnachten vor der Tür, dann der Jahreswechsel, jetzt angeblich die Krise. Nicht in allen Fällen empfiehlt sich auf die Frage „Wolle mer se roilosse“ mit „Jaaa“ zu antworten. Zumindest bei der Krise ist die Antwort „Nein“ sehr zu empfehlen.

Insbesondere hinsichtlich Frühbucher könnte es für den Sommer 2009 vielleicht nicht so toll laufen. Die Verlängerung einiger bestehender Frühbucherrabatte („des großen Erfolges wegen“ – hi, hi) lässt darauf schließen. Steven Heydt, Boss der Luxushotelkette Elite Islands Resorts auf Antigua, geht mit einer neuen Idee voran. Wer bis zum 31.Januar bucht, kann seine Hotelrechnung mit Aktien bezahlen! Heydt kauft seinen Kunden die Wertpapiere zum Kurs vom 1. Juli 2008 ab. Sein Muster-Beispiel: Eine American-Express-Aktie nimmt er zum Kurs von damals 40 Dollar in Rechnung, obwohl sie aktuell nur noch 20 Dollar wert ist. Ist doch Klasse. Ein kleiner finanzieller Trost, für die gebeutelten Aktienbesitzer und außerdem beweist Steven Heydt Optimismus. Denn je nachdem wann und zu welchem Kurs er die Aktien zu Geld macht, ist sein eigener Verlust vielleicht nicht so groß (oder sogar Gewinn!).

Ist das Modell auf Deutschland zu übertragen? Ja, wobei eine kleine Modifizierung noch reizvoller wäre. Bei Elite Island kann man aus 100 Aktientitel wählen (darunter solche „Kracher“ wie Citigroup, Merrill Lynch und Ford). Interessanter wäre nach Meinung der Bissigen Bemerkungen dies auf die eigenen Aktien des Anbieters zu beziehen. Also wer bei Thomas Cook Group oder bei TUI Travel jetzt sofort bucht, kann mit deren Aktien bezahlen. Da wäre der Frustabbau bei diesen Aktionären doch besonders hoch. Und wenn die Bosse dieser Firmen sich etwas anstrengen, dann muss die Aktion im Sommer nicht viel kosten.

Ein kurzer Check der Aktienkurse zeigt jedoch ein differenziertes Bild. Nur für die Aktionäre von Thomas Cook Group und von Lufthansa wäre das Geschäft auf den Aktienkurs 1.7.08 bezogen interessant. Bei TUI Travel, Air Berlin und Easyjet wäre aus heutiger Sicht der Stichtag 1.6.08 interessanter und bei Ryanair müsste der Stichtag irgendwo Mitte Juli 08 liegen um per heute ein Geschäft zu sein. Aber auf die jeweiligen Daten bezogen, wäre es ein interessanter Buchungsanreiz.

Wie auch immer man es variiert, wer hat Mut zu sagen „die Wette gilt“?
Das wäre ein Zeichen von Optimismus nach dem Motto: „mer wolle die Krise net roilosse“.

Übrigens, Fasching steht demnächst auch vor der Tür. Ein Gedränge ist das.

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Wer begreift noch alle Bürokratieregeln unserer Luftfahrt? Heute: die unsinnige „Sicherheits-Flüssigkeits-Behältnis-Regel“.

Mit Behältnissen die mehr als 100 Milliliter Flüssigkeit enthalten, kommt man nicht durch die Sicherheitskontrollen. Grundproblem: Es geht nicht darum was drinnen ist, sondern nur um die Menge.
95 Milliliter Nitroglyzerin könnte man mitnehmen (nicht offiziell, aber es würde keiner merken), 115 Milliliter Suppe nicht (weil das jede Kontrolle bemerkt). Grundprinzip verstanden?

Ein britischer Wissenschaftler, ein genialer Mediziner, aber leider keine Ahnung von Luftfahrtbürokratie, hatte in seinem Handgepäck Reagenzgläser mit großartig gezüchteten Stammzellen. Die mussten blitzschnell nach Barcelona gebracht werden um einer schwerkranken Frau durch Verpflanzung einer Luftröhre das Leben zu retten. Eine Sensationsoperation.
Und da stand das Wissenschaftlerlein vor dem Counter von Easyjet, hörte von zu viel Flüssigkeit in den Reagenzgläsern und noch mehr von wichtigen Gepäckregeln, wahrscheinlich auch noch etwas von Schuhbombern und Islamisten in Großbritannien die „böse“ Flüssigkeiten an Bord bringen wollten (was sich vor Gericht damals allerdings nicht beweisen ließ) und er das alles doch verstehen müsse.
Dass innerhalb von 16 Stunden, die nach jahrelanger Forschung erarbeiteten Stammzellen unbrauchbar würden und damit die Hoffnung der Frau in Barcelona dahin, das alles steht leider nicht in den Gepäckregeln.
Zum Glück gab es doch noch ein Happyend. Der Mediziner charterte mit Hilfe von Freunden einen Privatjet für die bescheidene Summe von 16.600 Euro und brachte die wertvolle Fracht noch rechtzeitig ins Ziel.
Easyjet, ganz großzügig, erstatte ihm die Kosten für den nicht angetreten Easyjet-Flug.

Sorry, aber diese ganze Flüssigkeitsregel begreift kein normaler Mensch. Mit Ausnahme der Duty free-Industrie. Die verkauft munter alles (wohlgemerkt hinter der Sicherheitskontrolle) an die gefrusteten Passagiere, was man denen vorher abgenommen hat, Wasser, Getränke, Gels, Sprays, Shampoos, Sonnenlotionen, Öle, Zahnpasta usw. Ein gigantisches Konjunkturprogramm, das dem Marktführer Gebr. Heinemann in den letzten zwei Jahren angeblich einen Umsatzzuwachs von 15% bescherte.

Und vor den Kontrollen spielen sich täglich „ergreifende“ Szenen ab, wenn Passagiere zwar in der Regel keine Stammzellen, aber ihre Getränke abgenommen bekommen. Ein Passagier soll angeblich seine Wasserflasche über dem Kopf einer Sicherheitsfrau entleert haben und ein russischer Fluggast wollte partout seine Flasche Wodka nicht abgeben. Also trank er sie vor den Beamten in einem Zug leer.
Eine Klasseleistung. Leider schaffte er es danach nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette, sondern nur vor den nächsten Lufthansa-Schalter. Ausgerechnet dort, und sehr plötzlich, bahnte sich der Wodka wieder den Weg nach draußen.
Das war zwar keine terroristische Tat, aber bis diese „Ungeheuerlichkeit“ protokolliert war, war leider auch der Flieger weg. Der Lufthansa-Schalter ist auch wirklich der falsche Ort, aber über das Innenministerium könnte man ja mal nachdenken.

Aber jetzt kommt Hoffnung. Dem EU-Abgeordneten Stockmann habe man in Köln seine stinkteure Flasche Rotwein abgenommen (die wird jetzt in irgendeiner Müllverbrennung verbrannt, das ist wirklich Sünde). Der will nun zusammen mit einem anderen „Verkehrsexperten“ (weiß der Geier, was der opfern musste), die ganze Sache angehen. „Die jetzigen Methoden sind untauglich und unverhältnismäßig“, meint der Experte.
Hoffen wir mal ausnahmsweise auf die EU. Bestimmt gibt es eine Änderung. Zumindest, dass teurer Rotwein ab sofort erlaubt ist.

(die Originalmeldungen hierzu standen im Spiegel vom 17.11. und in spiegel online vom 21.11.)

Nächste Woche berichten die bissigen Bemerkungen über den unterschiedlichen Wert von „Menschen-Facht“ und Übergepäck. Kleine Quizfrage bis dahin: Was ist pro kg wertvoller?

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