Umnebelt?

Da sagte Ryanair einen Flug ab, wegen Nebel in Pisa. Ein pfiffiger Passagier akzeptierte dies nicht ohne weiteres und recherchierte. Ergebnis: In Wirklichkeit war in Pisa strahlender Sonnenschein. Das sah ein Bremer Amtsrichter dann genauso und verknackte Ryanair zum Schadenersatz an den Passagier.

Dieser „unerklärliche“ Nebel scheint sich jetzt auch im Kopf von Ryanair-Chef O`Leary festgesetzt zu haben. Anders sind seine Äußerungen während seiner Pressekonferenz in Düsseldorf nicht zu verstehen. Dort sagte er über seine geplanten Langstreckenflüge nach USA: „Es wird eine Economy Class um ca. 10 Euro geben und eine Business Class zwischen 4.000 und 5.000 Euro, Bed and Blowjob inclusive“.
Da verschlug es den anwesenden Journalisten fast die Sprache: 10 Euro um über den Atlantik zu fliegen, wäre ja eine echte Sensation……!

Nur einige „Böswillige“ verstanden wohl den letzten Teil seiner Aussage falsch. Schließlich bedeutet „Bed und Blowjob“, so zumindest die Ryanair Pressechefin bei der anschließenden Schadensbegrenzung, in der (den BBBs allerdings nicht geläufigen) „englischen Gossensprache“ nichts anderes als „Komfort, Spitzenservice, in den Schlaf wiegen“. O`Leary kann auch nichts anderes gemeint haben, den ein „Blow Job an Bord“ würde angesichts des landläufig nicht gerade als freundlich kolportierten Kabinenpersonals der Ryanair garantiert ein Flop werden. Von den „Ryanair typischen Extragebühren“ (Minutenzuschläge usw.) die hierbei anfallen würden mal ganz abgesehen.

Als er die momentane Sprachlosigkeit im Saal bemerkte fragte O`Leary übrigens leutselig nach: „Was, Ihr habt in Deutschland kein Wort für Blowjob?“. Die BBBs schlagen „umnebelt“ vor und zwar für die gesamte Pressekonferenz.

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