Helau und Alaaf

Die Redaktion der BBBs ist weder betrunken noch geht der Kalender falsch. Warum wollen sich ausgerechnet heute, am Donnerstag, dem 18.6.2015, Karnevalisten aus ganz Deutschland in Berlin treffen? Es sind genau 1111 Tage seit Nicht-Eröffnung des Berliners „noch-nicht-Flughafen-BER“ vergangen. Zweimal hintereinander die 11, mehr geht im Karneval nicht. Helau und Alaaf!

Und wenn die Karnevalsjecken schon in Berlin sind, sollten sie nicht versäumen eine weitere Art von speziellem Berliner Humor zu erleben. „Sein Erfolg ist der größte Feind des Tourismus“, diese Weisheit erleben seit längerer Zeit die verbliebenen Einheimischen in einigen Berliner Stadtteilen, besonders aber in Kreuzberg/Friedrichshain. In der Tat sind die sog. Sauftouristen, die nicht nur wegen den Sehenswürdigkeiten nach Berlin reisen, sondern vor allem wegen der fehlenden Sperrstunde, schon extrem störend. Lärmen bis zur Heiserkeit und Saufen bis zum Abwinken und das Inhalierte sofort wieder in die Umwelt „entsorgen“, gehören zur Tages- oder besser gesagt Nachtordnung. Geniale Idee (?): Pantomime-Trupps sollen die Touris für mehr Ruhe, Sauberkeit und gegenseitiges Verständnis sensibilisieren. Darauf kann man wahrscheinlich nur in Berlin kommen: Ruhe schlägt Lärm. Klar, dass beim ersten Einsatz auch ein Kamerateam dabei war, von RTL natürlich. Als das Fernsehteam noch vor Mitternacht die Kameras wieder einpackte, verkrümelten sich auch die eingesetzten Pantomimen (lt. Tagesspiegel), nach dem Motto: Bevor die Touris ernstmachen, machen wir frei.

Ein weiteres Stadtteilärgernis ist, dass zu früher bzw. später Stunde das Gerumpel der Rollkoffer nervt, wenn Touristen an- oder abreisen. Kein Wunder, dass die Bezirks-Bürgermeisterin (Grüne) den Vorschlag machte, es dürften eigentlich nur noch Touristen mit Rollkoffern mit Gummirollen einreisen dürfen. Es ist wahrscheinlich nur ein böses Gerücht, dass ein Bezirksmitarbeiter, nachdem er gesehen hatte, wie der vierte Schiedsrichter beim Fußball an der Seitenlinie die Stollen der Einwechselspieler kontrollierte, jetzt auch Rollenkontrolleure an der Bezirksgrenze postieren möchte. Motto: Ohne Gummi darf man nicht hinein (irgendwo schon mal gelesen?). Wahrscheinlich ist das aber kein Job für Pantomimen.
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Nachtrag zu den BBBs von letzter Woche. Die BBBs freuen sich immer, wenn Zuschriften zu den einzelnen Bissigen Bemerkungen eingehen. Letzte Woche kam nicht unerwartet auch Post von Unister-Travel. Dort heißt es u.a. „… Korrekte Fakten wären allerdings prima gewesen. Nie ging es um eine Beschwerde des Deutschen Werberates, immer nur um die Prüfung einer Beschwerde“.
Wir haben daraufhin die Bissigen Bemerkungen von letzter Woche nochmals genau durchgelesen und da stand doch: „…Der Werberat hat reagiert…“ und etwas später „…der Werberat hat Unister um Stellungnahme gebeten…“ Da fragen wir, wo ist das Problem?
Weiterhin schrieb Unister „….der Werberat hat zu unseren Gunsten abgeschlossen..“. Dazu wurde auf eine Pressemitteilung von Unister vom 5.6. verwiesen. Abgesehen davon, dass wir leider nicht auf dem Presseverteiler von Unister stehen und deshalb diese Meldung nicht zur Kenntnis nehmen konnten, hatten die BBBs letzte Woche in ihrer unendlichen Fähigkeit in die Zukunft blicken zu können geschrieben „… bleibt obiger Streit ohne Auswirkung für Unister…“. Also noch nicht mal als Vermutung, sondern schon als vorausschauende Feststellung.
Letzter Satz von Unister: „Sehen Sie eine Möglichkeit, diesen Teil der Wahrheit ihren Lesern zu übermitteln?“. Haben wir hiermit gemacht, Herr Rogl. Gerne wieder.

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Rosenmontag

Eine kleine Geschichte zum Rosenmontag;

Es laufen drei Touristen in Afrika fröhlich durch einen Safari-Park. Plötzlich sehen sie keine 50 Meter voraus einen Löwen. Der Löwe sieht die Touristen auch und reißt sogleich fürchterlich seinen Rachen auf.
Der erste Tourist ruft voller Entsetzen: „Jetzt heißt es laufen was das Zeug hält“. Der zweite Tourist ruft noch lauter: „Wie müssen um unser Leben laufen“. Der dritte Tourist sagt nichts, lässt seinen Rucksack fallen, holt die Sportschuhe heraus und zieht die Sportschuhe an.
Fassungslos schreien ihn die beiden anderen Touristen an: „Mensch, was soll der Quatsch. Ob mit oder ohne Sportschuhe, der Löwe ist immer schneller als du“.

Da entgegnet der dritte Tourist seelenruhig: „Das ist nicht die Frage, ich muss nur schneller sein, als einer von euch beiden!“.

So viel zum Thema „praktische Anwendung der Wettbewerbstheorie“.

Helau und Alaaf ihr lieben Narren

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