Wundersame Welt mit und ohne Sinn

Er hat einen Bart wie Käptn Ahab auf der Pequod auf der Jagd nach Moby Dick, dem weißen Wal. Die Rede ist von Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Das beste Beispiel, dass Nomen nicht immer Omen bedeutet. Er ist so „superschlau“ und giert permanent danach knackig zitiert zu werden. Egal zu was, egal über was, egal wie.

Seine „Intelligenzbemerkung“ von vor fast genau einem Jahr „wonach die Deutschen bis 77 arbeiten müssten, um das derzeitige Rentenniveau zu halten“, bekommt ihren „Glanz“ in Relation zur Tatsache, dass die durchschnittliche Lebenserwartung des deutschen Mannes bei ca. 75 Jahre liegt. Nach seiner Berechnung müssten dann in den nächsten Jahren einige Zombies, ohne Chance eigene Rente zu bekommen, sich in Büros und Werkstätten tummeln, um den Rentenstandard zu halten.

Und es ist wieder Spätherbst, wo erfahrungsgemäß bei Käptn Ahab, Entschuldigung bei Prof. Sinn, es wohl Schwierigkeiten gibt die Sinne zusammenzuhalten. Seine neueste These: „Die Bankenmanager sind an der aktuellen Krise unschuldig. In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. In der Weltwirtschaftskrise 1929 hat es die Juden getroffen, heute sind es die Manager“.
Soweit Originalton Hans-Werner Sinn!

Kein Wunder, dass u.a. der Generalsekretär des Zentralrats der Juden empört ist. Seine sarkastische Widerrede: „Mir wäre neu, dass Bankmanager geschlagen, ermordet oder ins Konzentrationslager gesperrt würden“.
Ist es sehr zynisch wenn man jetzt schreibt „ganz im Gegenteil“?

Wie bekommt man nun die Kurve zum Thema Tourismus? Der Autor dieser Zeilen ist sich fast sicher, dass Hans-Werner Sinn irgendwann mal Redner auf einem touristischen Kongress war? Auf jeden Fall hat er sich in der Presse auch schon wissend zum Thema Tourismus geäußert.

Hier zumindest ein Zitat:
„Uns fehlen aufgrund der rigiden Lohnpolitik heute Industrien und Dienstleistungen, die früher üblich waren. Der Tourismus in Deutschland ist unterentwickelt. Die Erhöhung der Löhne für einfache Arbeit ist auch die Erklärung dafür, dass sich die Kundschaft der deutschen Feriengebiete gewandelt hat. Während sich der Massentourismus von Deutschland abgewendet hat, nehmen die besser Verdienenden nach wie vor die hochwertigen Leistungen der deutschen Hoteliers in Anspruch. Früher konnten sich nur reiche Leute den Urlaub auf Mallorca leisten. Arme Leute fuhren, wenn überhaupt, gelegentlich einmal an die Nordsee oder in die Alpen. Heute ist es umgekehrt. Die Reichen dinieren in Norderney oder Garmisch, doch die Massen müssen nach Mallorca.“
Noch Fragen?

Die BBBs meinen: Hans-Werner Sinn sollte mal eine touristische Erkundungsreise machen. Wie wäre es ihm ein Ticket auf eine Insel östlich von Japan zu schenken, aber one way. Dort kann er dann bis zu seinem 77. Geburtstag als Ahab-Nachfolger nach Moby Dick Ausschau halten.

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