Wie gehaltvoll sind manche Meldungen?

So lautete die erste Meldung: „Ein Passagierflugzeug der Lufthansa auf dem Weg von Düsseldorf nach Antalya ist heute in der Früh wegen eines Feuers in einem Triebwerk in Belgrad notgelandet.“

Im Laufes des Tages eine Korrektur nach der anderen:
Kein Flugzeug der Lufthansa, sondern ein Flugzeug von XL Airways
Flugzeug ist nicht in Düsseldorf, sondern in Frankfurt gestartet
Das Triebwerk hat nicht gebrannt
Es war keine Notlandung, sondern eine Sicherheitslandung.

Es blieb:
Ein Flugzeug einer deutschen Fluggesellschaft steht in Belgrad, wo es nicht hingehört.

Passender Scherz dazu in einem Airliner-Forum gelesen:
Frage an Radio Eriwan: Stimmt es, dass der Kosmonaut Yuri Gagarin auf einer Tombola in Moskau einen roten ausländischen Sportwagen gewonnen hat.
Antwort: Im Prinzip ja, aber… Es war nicht der Kosmonat Yuri Gagarin, sondern der Oberlehrer Pjotr Gagarin. Und es war keine Tombola in Moskau, sondern ein Tanzfest in Kiew. Und er hat keinen roten ausländischen Sportwagen gewonnen, sondern es wurde ihm sein blaues Fahrrad gestohlen.

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In eigener Sache:
Letzten Montag erregten sich die Bissigen Bemerkungen (noch bevor es in der Presse zu lesen war!!) über die von der KfW „wegen der allgemeinen Finanzkrise“ erhöhten Zinsen auf Studiendarlehen. Im Laufe dieser Woche dann die Kehrtwende, die Erhöhung wird fast komplett zurückgenommen. Nicht durch Einsicht der Bank, sondern durch „Anordnung von oben“. Zitat: „Die KfW-Förderbank sieht sich zu diesem Schritt von der Regierung gezwungen“. Bravo Frau Merkel oder Frau Schavan, wer immer dies veranlasst hat.
Zur ursprünglichen Erhöhung gab die Bank nachträglich noch eine Erklärung ab, die sie besser unterlassen hätte. Sie bestritt, dass die drastische Zinserhöhung von zunächst 0,81 Prozentpunkte „mit Management-Fehlern und dem 350–Millionen-Euro-Verlust der Bank durch eine Überweisung an die US-Investmentbank Lehman Brothers in Zusammenhang stehe“.
Dazu fällt auch Radio Eriwan nichts mehr ein.

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