Dumm, dümmer, Flughafen München – und was uns demnächst passieren kann

Eigentlich wollten die Bissigen Bemerkungen vorerst nicht mehr über das Thema „Sicherheit an Flughäfen“ schreiben, aber das unglaubliche Versagen am Münchner Flughafen kann nicht unkommentiert bleiben. Es passt einfach so schön bestätigend zu unseren Bissigen Bemerkungen vom 4.1.2010 („2010 – ein Jubeljahr für Nacktscanner-Fetischisten?“).
Da löst der Laptop eines Passagiers Alarm aus, Die Sicherheitsleute bemerken es, leider mit einer Reaktionszeit, die auf übermäßigen Genuss von Valium schließen lässt. Der Passagier jedenfalls hatte inzwischen Jacke und Mantel vom Band genommen, seinen Laptop abgewischt (!) und war verschwunden. Wie immer im Nachhinein großes Super-Action. Aber niemand konnte sagen wo der Passagier abgeblieben war.
Die aktuelle Informations-Nummer die nun die Verantwortlichen „abziehen“ ist noch peinlicher. „Alles kein Problem“, war nur ein doppelter Fehlalarm: erstens war im Laptop kein Sprengstoff und zweitens sei der Passagier nicht geflüchtet, die Auswertung der Videobilder zeigen, dass er nochmals durch die Sicherheitskontrolle ging. Entschuldigung, seid Ihr total bescheuert? Das soll mich beruhigen? Da wird ein Mann intensiv am Flughafen gesucht und der läuft seelenruhig ein zweites Mal an den Sicherheitsleuten zur Kontrolle vorbei. Das ist Wahnsinn pur.
Wer sagt mir, dass der Mann nicht doch ein Terrorist war, der nur einmal austesten wollte, wie pennerhaft die Sicherheitsleute am Flughafen München arbeiten.

Ich stelle mir gerade vor, es gäbe in München schon die Nacktscanner. Und da zeigt das Computerbild einen Mann mit einem Sprengstoffgürtel. Wahrscheinlich würde der Beamte sofort seine Kumpels rufen „Hey kommt mal her, da könnt ihr mal einen Sprengstoffgürtel sehen“. Der nächste kommentiert „Ah, ist ja richtig interessant“, ein weiterer fängt an aufzuzählen wie viel Sprengstoff dran ist. Und wenn sich die allgemeine Begeisterung über diesen wertvollen Fund, der nur durch den Nacktscanner aufgedeckt werden konnte, gelegt hat, ist der Passagier schon längst verschwunden.

Mir macht jetzt schon Kummer, was passieren wird, nachdem unsere amerikanischen Sicherheitsfetischisten die Münchner Story gelesen haben. Das gibt garantiert eine neue Sicherheitsanweisung an die Europäer. Wahrscheinlich muss man künftig vor der Sicherheitskontrolle seinen Pass abgeben, den man erst zurückbekommt, wenn alle Bilder, Tests und Hundeschnauzen ausgewertet sind. Ganz großes Kino jedenfalls.

Aber schon zeichnet sich am Horizont die nächste Sicherheitsstufe nach Nacktscanner und Nacktfliegen ab. Japanische Forscher haben Goldfische ohne Hautpigmentierung gezüchtet. Die jetzt lichtdurchlässigen Schuppen geben die Sicht auf sämtliche Organe frei. Im nächsten Jahr will diese Forschergruppe auch transparente Frösche „zur Marktreife bringen“ (Originaltext). Da haben wir es doch. Irgendwann in nicht zu ferner Zukunft dürfen nur noch genmanipulierte transparente Fluggäste fliegen. Da kann man auch nichts mehr im Körper verstecken. Und die Zeit für Handgepäck in der Kabine ist ohnehin schon bald abgelaufen. Das wurde jetzt auch erstmals aus Kreisen der Reiseindustrie gefordert. Nein, nicht von Ryanair, sondern von Vural Öger von Öger-Tours.

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Dabei hätte es noch so viel in dieser Woche zu berichten gegeben. Zum Beispiel die Absage von Ryanair für Flüge am 20.Januar nach Dublin. Das Deutsch auf deren Homepage, hatte das Format chinesischer Gebrauchsanweisungen in Deutsch vor 20 Jahren. Auf jeden Fall Kabarett reif.
Und, und, und, vielleicht in der nächsten Woche.

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Analysten und andere Falschspieler

Die Bissigen Bemerkungen leisten sich den Luxus Sympathie und Antipathie ohne Zurückhaltung zu zeigen. Vor allem letzteres. Das kann nicht nur den einen oder anderen Manager betreffen (siehe BBB vom 7.6.2009), das können auch Unternehmen sein, die immer an der Grenze des Erlaubten arbeiten (allerdings zu oft auf der anderen Seite) wie Ryanair (siehe u. a. BBB vom 26.4.09, 2.3.09, 18.1.09). Künftig wollen sich die BBBs hin und wieder auch einzelnen Berufsgruppen (Pauschalierungsgefahr gerne in Kauf nehmend) zuwenden. Begonnen werden soll heute mit dem Buchstaben A wie Analyst.

Analysten werden immer mehr zu Totengräber der Wirtschaft. Wobei dies eigentlich eine Beleidigung für den ehrenwerten Stand der Totengräber ist, denn diese bringen ihre Kunden ja vorher nicht persönlich um. Besser ist eigentlich der Vergleich mit Spielerberatern unserer Bundesligafußballer. Hier geht es auch darum, irgendjemand jemanden anzudrehen, primär zum wirtschaftlichen Vorteil des Spielerberaters. Wobei hier wiederum die Vereine klagen, dass die Spielerberater immer mehr zu Totengräber des Fußballs würden. Irgendwie scheint sich der Kreis zu schließen.

Beide, Analysten und Spielerberater, hassen eines ganz besonders, das ist „Status quo“. Davon können beide nicht leben. Kaufen und Verkaufen, das ist ihr Leben, ohne Verkauf gibt es keinen Kauf bzw. umgekehrt. Also muss das Geschäft angekurbelt werden und Objektivität ist hierbei hinderlich. Bei beiden Berufsgruppen. Oder glaubt der geneigte Leser, dass ein Fußball-Spielerberater sich in besonderer Weise dem idealen Verhältnis Spieler/Verein verpflichtet fühlt? Wenn ja, dann bitte nicht weiterlesen, sondern weiterträumen.

Mag sich der unabhängige Leser auch immer ein bisschen besonders freuen, wenn es gegen Bayern München (um im Fußball zu bleiben) oder gegen TUI (in der Touristik) geht, so soll im Folgenden doch der neueste „Geniestreich“ der Analysten der Deutschen Bank gebrandmarkt werden. Mit einer Zielvorgabe von 1,90 Euro für die TUI wurde ja nicht nur TUI geschädigt. Durch den folgenden Kurssturz war es auch ein direkter Griff in den Geldbeutel vieler (ohnehin gebeutelter) TUI-Aktionäre.
Naive Landsleute würden vermuten, bevor eine so gravierende Bewertung die Bank verlässt, rechnet einer nochmals nach. Denkste (oder doch? Das wäre ja noch schlimmer). Jedenfalls musste sich der Deutsche Bank-Analyst direkt danach (als der Schaden bereits eingetreten war) korrigieren. Sein „Rechenfehler“ war ungefähr der Art, wie wenn früher ein Buchhalter Soll und Haben verwechselt hätte. Jetzt könnte die Geschichte hier mit allgemeiner Schadenfreude zu Ende gehen. Aber warum nicht? Weil Analysten eben Analysten sind. Flugs wurden nachträglich die Berechnungsparameter gegenüber der ersten Berechnung geändert (ohne jede glaubhafte Begründung), damit die Korrektur des Fehlers optisch minder schwer ausfiel.
Fazit: Zur Rechenschwäche kommt dann auch noch Charakterschwäche hinzu.

Das erinnert fatal an die Kursfestsetzung von 0,00 Euro für die Air Berlin-Aktie durch die Dresdner Bank im Juli 2008 (siehe u.a. Spiegel online vom 25.7.08). Allein die Festsetzung auf „0“ war eine unglaubliche provokante Frechheit. Und es wurde nie glaubhaft widerlegt, dass exakt dieses Bankhaus eine Menge Geld an dieser „Empfehlung“ verdient hätte.

Erinnern Sie sich noch an den Scherz zu Beginn der Bankenkrise, „man möge
doch nächste Weihnachten einen armen Investment-Banker zum Weihnachtsessen“ einladen. Hiermit verwirkt! Die würden mir noch im Ofen meinen Weihnachtstruthahn zu einem gewöhnlichen Hasenbraten abwerten.

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„Dümmer geht´s nimmer“ und andere Superlative

1. Ryanair hat in einem Online Preisausschreiben um Vorschläge für neue Abzock-Gebühren gebeten. Hatte man dies als einen der üblichen Ryanair-Gags ohne tieferen Inhalt gleich wieder vergessen, wurde man von der hohen Teilnehmerzahl eines Besseren belehrt. Angeblich haben fast 100.000 Kunden Vorschläge eingeschickt:
Merke: Dümmer geht´s nimmer, nur „die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber“.
Die meisten Kälber, pardon Mitspieler, haben sich für eine „Fat-Tax“ entschieden. Ryanair prüft nun, wie eine solche Gebühr für Übergewichtige umgesetzt werden soll. Ein Wiegen der Gäste wird nicht möglich sein, denn demnächst soll es bekanntlich keine Ryanair-Abfertigungsschalter an den Flughäfen mehr geben. Wahrscheinlich muss man bei Ryanair über das Internet ein „No-Fat-Zertifikat“ erwerben, gegen Entgelt natürlich, ansonsten wird automatisch die Fat-Tax berechnet. Ein Gewichtsnachweis beim Zertifikat ist nicht erforderlich, wer bezahlt, hat automatisch kein Übergewicht.

2. Der Wirtschaftsforscher (?) Max Otte warnt vor Massenarmut und explodierenden Sozialausgaben. Sein Vorschlag zur Lösung des Problems: Urlaubsverbot für Deutsche im Ausland (Hatten wir das nicht schon einmal in Teilen Deutschlands?).
Merke: Unverschämter geht´s nimmer. Bei solchen ausgesprochenen Dumm-Gurus wie Otte hilft nur noch Flucht weit weg. Oder, als Alternative, wir schicken Otte weit weg, zusammen mit Prof. Sinn, siehe BBB vom 27.10.2008 „Mit und ohne Sinn“.
Schmerzhafter wäre allerdings, wenn das Zitat in Welt online von Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes und Chef der Schweriner Staatskanzlei, stimmen sollte. „Die Branche (welche? die Red.) hofft, dass die Bundesbürger in der Krise auf Fernreisen verzichten und ihren Urlaub vermehrt im eigenen Land verbringen“. Lieber Herr Meyer, der Weg zu mehr Urlaub in Deutschland führt nur über noch mehr „Service und Qualität“ und nicht über Aufspringen auf so populistische Forderungen wie jene von Otte. Sonst kommt demnächst noch ein „Oberschlauer“ und fordert als nächste Stufe „Generelles Urlaubsverbot“ um Deutschland zu retten. Was sagt dann Herr Meyer?

3. In 2012 jährt sich die verhängnisvolle Fahrt der Titanic zum hundertsten Mal. Der britische Veranstalter Miles Morgan Travel bietet nun auf der „The Balmoral“ eine Memorial Fahrt an. Es soll die identische Route mit exakt 1.309 Passagieren an Bord (wie damals) gefahren werden. Essen und Unterhaltungsprogramm an Bord sollen auf die Zeit vor 100 Jahren abgestellt sein. Am 15 April, nachts um 2.20 Uhr, soll die damalige Unglücksstelle erreicht werden.
Merke: Pietätloser geht`s nimmer. Man mag an dieser Stelle nicht spekulieren welche Events an und außerhalb des Schiffes wahrscheinlich geboten werden.
Und alle an Bord werden sehr entspannt sein, denn aufgrund der Klimakatastrophe muss man ja nicht mehr mit einem Eisberg an dieser Stelle rechnen.

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In eigener Sache:
Nächste Woche fallen ausnahmsweise die Bissigen Bemerkungen aus. Am 11. Mai erscheinen sie dann wieder mit neuem Biss.

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Informiert sich Ryanair bei den Bissigen Bemerkungen?

Große mediale Aufregung: Ryanair-Boss O`Leary plant Gebühr für die Benutzung der Bordtoilette. Hat er eventuell bei den Bissigen Bemerkungen gespickt? Bereits vor drei Jahren hatten die BBBs spekuliert, ob Ryanair exakt diese Gebühr einführen würde (siehe BBB vom 20.1.2006 „Klofrau bei Ryanair demnächst Realität?“).
Während die BBBs noch davon ausgingen, dass eine Klofrau oder ein Toiletten-Boy oder Mr. O`Leary höchstpersönlich kassieren wird, versucht Ryanair ohne Mehrpersonal auszukommen. Aber mit dem Vorschlag „ein Pfund“ in ein Münzsystem einzuwerfen ist Ryanair überraschend nicht konsequent genug. Zur Firmenphilosophie würde Bezahlung per Kreditkarte besser passen, also ein System mit „Kreditkarte durch den Schlitz ziehen“. Wobei Ryanair preislich unterscheiden könnte zwischen Toilettengang schon bei Buchung gebucht (etwas preisgünstiger) oder erst bei Bedarf an Bord. Chance für die Kunden: Vielleicht gibt es dann mehr Toiletten an Bord, wenn Ryanair damit Geld verdienen kann. Andererseits wer muss ohne Essen und Trinken auf die Toilette? Um für einen kurzen Moment mehr Platz als in der Sitzreihe zu haben?

Irgendwie ist es einfach Entwicklungen bei den extremen Billigfliegern vorherzusagen. Mancher Leser wird sich noch an die BBB vom 11.11.2002, „Wann führen die Billig Airlines den Minus-Preis ein“ erinnern. Und letztes Jahr war es dann auch soweit, siehe BBB vom 27.4.2008 „Eine Vision wurde Wirklichkeit – endlich haben Fluggäste von einer Billig Airline noch Geld bar dazugekommen“.

Vorschau:
Keine Ahnung ob Sie, liebe Leserinnen und Leser der Bissigen Bemerkungen, in letzter Zeit an entsprechender Stelle mal bei sich nachgesehen haben, aber die ITB steht wieder „vor der Tür“. Also muss der Branchenbogen etwas breiter gespannt werden. Lesen Sie deshalb nächste Woche, was uns gerade aufgefallen ist.
Stichwort Reisebüro und Koffer-Abwrackprämie: Lieber keine Idee haben, aber immer drauf hauen wenn andere eine Idee haben.
Stichwort TUI-Cruises: Wie auf einem generalüberholten Schiff jetzt auch die Kunden generalüberholt werden können
Stichwort Costa Brava: Wie Bettenburgen verschwinden und Berge schöner werden – zumindest im Katalog
Stichwort 100-Milliliter-Regel für Handgepäck: Wer setzt sich in Zukunft durch – die Sicherheitslobby oder die Vernunft?
Und speziell zur ITB und Thema Konjunkturvorhersagen: Wie schnell sich manche Gurus drehen können. Beispiel: Deutsch-Banker Norbert Walter „von keine Konjunkturprobleme zum totalen Wirtschaftsabsturz“ im zeitlichen Rekordtempo. Am besten nicht hinhören.

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Reißleine gezogen

Kann man eine Reißleine auch in eine falsche Richtung ziehen? Yes, you can! Was jeder Fallschirmspringer bezweifeln würde, hat der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hering, (leider) demonstriert.

Und das ist die Geschichte: Da kommt ein kleiner Airport, der bislang nur Verluste produzierte, auf den eigentlich löblichen Gedanken „so kann es nicht weitergehen“. Was andere Flughäfen schon lange machen, könnte doch auch in der Provinz klappen. Wir erheben eine Fluggastgebühr oder auch Terminalgebühr genannt oder etwas witziger auch Hahn-Taler genannt. Damit ist auch klar um welchen Flughafen es sich handelt: Um den Flughafen Hahn, offiziell auch Frankfurt-Hahn genannt. Letzteres ist leicht irreführend und ungefähr so präzise wie Flughafen Hamburg-Lübeck. Beiden ist gemein, dass dort die Fluggesellschaft Ryanair den Ton angibt. Und die ist wiederum bekannt dafür, dass sie es mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt, ihr Boss O`Leary eine große Klappe hat und damit jeden und alles gerne beschimpft.

Es kam wie es zumindest am Anfang kommen musste. Kaum hatte der Flughafen Hahn den Hahn-Taler verkündet (Die 3 Euro/Fluggast wurden auch noch etwas sozial verpackt, z.B. mit Vergünstigungen für die Passagiere beim Einkauf auf dem Flughafen), da wetterte Ryanair auch schon los und drohte mit dem Abzug von Flugzeugen. Jetzt muss man die Ausgangslage mal realistisch sehen, ohne Ryanair steht kurzfristig der Flughafen Hahn etwas schwächlich da, andererseits hat auch kaum ein anderer Flughafen so schöne Voraussetzungen für Ryanair geschaffen wie eben der Flughafen Hahn. Eine typische Win-Win-Situation. Wie geschaffen, dass man nach kurzem Radau sich wieder zusammenrauft. So hatte zumindest die Flughafen-Geschäftsführung die Situation eingeschätzt. Auch der Autor dieser Zeilen hatte dies vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem SWR so prognostiziert.

Wenn sich da nicht dummerweise ein Amateur eingemischt hätte. Sein Name Hendrik Hering, seines Zeichens Wirtschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz. Keine Ahnung wo seine besonderen Fähigkeiten liegen. Wahrscheinlich kann er mit verbundenen Augen alle pfälzischen Weinköniginnen am Küssen erkennen. Aber leider hat er keine Ahnung was die Umgangsformen mit Ryanair betrifft. Nach dem üblichen Ryanair Gekreische, machte er sich sofort „voll in die Hosen“ und stornierte den Hahn-Taler (“er müsse die Reißleine ziehen um Arbeitsplätze zu retten”).
Und die Bilanz der bösen Tat ist erschreckend. Die Geschäftsführung vom Flughafen Hahn ist desavouiert, Ryanair wird mit ihr nie mehr ernsthaft verhandeln („man hat ja jetzt den Draht zum Minister“). Aber es kommt noch schlimmer. Die übrigen Gesellschafter des Flughafens, das Land Hessen und der Flughafen Frankfurt haben diese Steilvorlage gerne aufgenommen und dem Land Rheinland-Pfalz ihre Gesellschaftsanteile vor die Tür gestellt. Denn anders als Rheinland-Pfalz haben diese Gesellschafter nicht die Absicht auf Dauer den Airport Hahn zu subventionieren. Und Rheinland-Pfalz kann Hahn nie und nimmer alleine stemmen.

Merke:
1. Fliegerei ist ein ganz eigenes Geschäft mit ganz eigenen Manager-Typen. Amateure haben hier nichts verloren und gehen auch immer schnell baden.
2. Der leichte Sieg von Ryanair ist bitter. Ihr Geschäftsmodell zielt auf Subventionierung durch den Steuerzahler. Die EU hat es langsam verstanden und versucht es zu verhindern. Das Verhalten von Rheinland.Pfalz ist ein Schritt in die falsche Richtung. Und O´Leary kichert mal wieder vor sich hin. Die Dummen werden eben nicht alle.

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Die Krise steht vor der Tür – Wolle mer se roilosse?

Sie sollten öfters mal vor Ihre Haustür schauen. Wer da alles davor steht. Vor kurzem stand Weihnachten vor der Tür, dann der Jahreswechsel, jetzt angeblich die Krise. Nicht in allen Fällen empfiehlt sich auf die Frage „Wolle mer se roilosse“ mit „Jaaa“ zu antworten. Zumindest bei der Krise ist die Antwort „Nein“ sehr zu empfehlen.

Insbesondere hinsichtlich Frühbucher könnte es für den Sommer 2009 vielleicht nicht so toll laufen. Die Verlängerung einiger bestehender Frühbucherrabatte („des großen Erfolges wegen“ – hi, hi) lässt darauf schließen. Steven Heydt, Boss der Luxushotelkette Elite Islands Resorts auf Antigua, geht mit einer neuen Idee voran. Wer bis zum 31.Januar bucht, kann seine Hotelrechnung mit Aktien bezahlen! Heydt kauft seinen Kunden die Wertpapiere zum Kurs vom 1. Juli 2008 ab. Sein Muster-Beispiel: Eine American-Express-Aktie nimmt er zum Kurs von damals 40 Dollar in Rechnung, obwohl sie aktuell nur noch 20 Dollar wert ist. Ist doch Klasse. Ein kleiner finanzieller Trost, für die gebeutelten Aktienbesitzer und außerdem beweist Steven Heydt Optimismus. Denn je nachdem wann und zu welchem Kurs er die Aktien zu Geld macht, ist sein eigener Verlust vielleicht nicht so groß (oder sogar Gewinn!).

Ist das Modell auf Deutschland zu übertragen? Ja, wobei eine kleine Modifizierung noch reizvoller wäre. Bei Elite Island kann man aus 100 Aktientitel wählen (darunter solche „Kracher“ wie Citigroup, Merrill Lynch und Ford). Interessanter wäre nach Meinung der Bissigen Bemerkungen dies auf die eigenen Aktien des Anbieters zu beziehen. Also wer bei Thomas Cook Group oder bei TUI Travel jetzt sofort bucht, kann mit deren Aktien bezahlen. Da wäre der Frustabbau bei diesen Aktionären doch besonders hoch. Und wenn die Bosse dieser Firmen sich etwas anstrengen, dann muss die Aktion im Sommer nicht viel kosten.

Ein kurzer Check der Aktienkurse zeigt jedoch ein differenziertes Bild. Nur für die Aktionäre von Thomas Cook Group und von Lufthansa wäre das Geschäft auf den Aktienkurs 1.7.08 bezogen interessant. Bei TUI Travel, Air Berlin und Easyjet wäre aus heutiger Sicht der Stichtag 1.6.08 interessanter und bei Ryanair müsste der Stichtag irgendwo Mitte Juli 08 liegen um per heute ein Geschäft zu sein. Aber auf die jeweiligen Daten bezogen, wäre es ein interessanter Buchungsanreiz.

Wie auch immer man es variiert, wer hat Mut zu sagen „die Wette gilt“?
Das wäre ein Zeichen von Optimismus nach dem Motto: „mer wolle die Krise net roilosse“.

Übrigens, Fasching steht demnächst auch vor der Tür. Ein Gedränge ist das.

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Wechselt Andrea Ypsilanti jetzt in die Flugbranche?

Die hessische SPD-Frontfrau Ypsilanti hat aufgegeben und auf eine erneute Spitzenkandidatur für die nächste Wahl verzichtet. Da Ypsilanti früher Flugbegleiterin bei Lufthansa war (was auf ihrer Homepage diskret verschwiegen wird, warum eigentlich?), hat Stern Autor Wolfgang Röhl in einer Gastkolumne bei achgut.com eventuelle Einstiegschancen bei verschiedenen Fluggesellschaften analysiert. Die Bissigen Bemerkungen greifen diese Kolumne auf und setzen noch einige Aspekte in BBB-Manier drauf.

Fluggesellschaften, bei denen Ypsilanti wenig Chancen hat:
Air Berlin: Allein der Gedanke Ypsilanti und Air Berlin ist schon der Brüller des Jahres. Mit Sicherheit würde schon der Praktikant in der Personalabteilung diese Bewerbung aussortieren. Mit ihrer ausgeprägten Sozivergangenheit und als anerkannte Gewerkschaftsfreundin passt sie in das Firmenprofil von Air Berlin wie der Fuchs in den Hühnerstall. Spätestens den obligatorischen höchstpersönlichen Blicktest durch Air Berlin-Boss Achim Hunold würde sie nicht überstehen. Passt auch nicht in die selbst erlebte Fröhlichkeit von Air Berlin-Flugbegleiterinnen im Umgang mit Passagieren („Sie möchten auf die Toilette? Unsere Toilette ist heute geschlossen. Sie können nicht bis zur Landung warten? Dann machen wir bei Ihnen mal eine Ausnahme).

Lufthansa: Rückkehr unwahrscheinlich. Entspricht eher dem Zerrbild einiger früherer Flugbegleiterinnen (egozentrisch, frechforsch). Mit dem heutigen Anforderungsprofil „auf die Wünsche des Kunden hören“, hätte sie wahrscheinlich Probleme. Und wenn sie im Service nicht immer bringt was sie vorher dem Fluggast versprochen hat, ist Ärger schon vorprogrammiert. Außerdem könnte Ypsilanti bei ihrer bekannten Fraport-Allergie nicht auf Frankfurt-Flügen der LH eingesetzt werden.

Germanwings: Eher nicht. Ypsilanti kennt nicht die Bedeutung des Buchstabens s im Firmennamen. Germanwings-Boss Winkelmann müsste ihr beibringen, dass man zum Abheben neben einem linken Flügel auch einen rechten Flügel benötigt. Sehr fraglich ob sie das begreift.

TUIfly: Auf den ersten Blick mit Chancen. Mit den Irrungen und Wirrungen die diese Fluggesellschaft hinter sich hat, passt Ypsilanti eigentlich gut ins Profil.
Aber im Unterschied zu Ypsilanti gilt bei der TUI-Fluggesellschaft der strategische Ansatz „da wir immer zuerst die falschen Lösungen ausprobieren, finden wir im Ausschluss-Verfahren im Endergebnis dann doch noch die richtige Lösung“. Letztere Erfahrung fehlt Ypsilanti.
Dabei könnte Ypsilanti von TUI-Oberboss Frenzel eine Menge lernen. Im Unterschied zu ihr, weiß Frenzel wie man auch in eigentlich aussichtslosen Situationen noch erfolgreiche Last Minute-Koalitionen schmieden kann. Und gegenüber Wysser-Pratte und Frederiksen spielt sogar ein Roland Koch noch eine Liga tiefer. Außerdem könnte Frenzel Ypsilanti als einziger das Erfolgserlebnis schildern, wie es ist, mit dem Kopf zweimal auf die gleiche Stelle der Mauer zu rennen….und die Mauer gibt nach.
Ergebnis: Keine Chance als Flugbegleiterin, aber ein Job als TUI-Trainee in der TUI-Hauptverwaltung würde zumindest Ypsilanti weiterbringen.

Ryanair. Eigentlich Traumarbeitgeber für Ypsilanti. Täuschen, Tricksen, Verschleiern gehört auch zur Kernkompetenz dieser Airline. Ypsilanti könnte ins Management wechseln. Noch mehr Mogeln in die Webseite von Ryanair bringen („es kommt immer ein anderes Ergebnis raus, als in der Überschrift versprochen“). Obwohl die zwei so gut zusammenpassen, wird Ypsilanti trotzdem nicht bei Ryanair landen können. Warum?
O`Leary braucht Ypsilanti nicht. Das Verbreiten von heißer Luft, Täuschen, Tricksen und Versprechen nicht einhalten: Das alles kann O`Leary eben noch besser.

Hier könnte Ypsilanti eventuell landen:
Condor: Beide haben die gleiche Kernkompetenz: Hartes Verhandeln über Koalitionen, präzises Beschreiben was man danach zusammen machen wird und das ganze 5 vor 12 in die Luft fliegen lassen. Danach mit gleichem Optimismus (und gleichem Ergebnis) neue Koalition in Angriff nehmen. Am Scheitern sind immer die anderen schuld. Leider können sich beide nicht auf ihre Oberaufseher verlassen; Condor-Chef Teckentrup genauso wenig auf Middelhoff wie Ypsilanti auf Müntefering. Im Gegenteil. Beide Oberbosse fragen jeden Morgen „sind Condor bzw. Ypsilanti immer noch bei uns?“.
Nur der Condor-Werbespruch „mit uns fliegen sie richtig“ könnte Ypsilanti zu sehr an ihr letztes Politikerlebnis erinnern.

LTU: Na endlich, da ist Ypsilanti zuhause. Eine fliegende Belegschaft die noch im Zeitalter der Sozialromantiker verharrt und den „Schuss noch nicht gehört hat“. „Wir leben unsere Sozialverträge aus den goldenen Zeiten, wie wenn sich nichts geändert hätte. Hauptsache wir sind uns innerhalb des fliegenden Personals einig. Und im Zweifel kommt immer einer, der die Hand über uns hält.“
Und so fliegen beide glücklich durch die Lüfte (und merken nicht, dass sie rückwärts fliegen).

Die Bissigen Bemerkungen wurden von dieser Kolumne inspiriert:
Ypse in die Produktion! Eine Jobberatung“. Gastautor Wolfgang Röhl in www.achgut.com, 5.11.2008

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Umnebelt?

Da sagte Ryanair einen Flug ab, wegen Nebel in Pisa. Ein pfiffiger Passagier akzeptierte dies nicht ohne weiteres und recherchierte. Ergebnis: In Wirklichkeit war in Pisa strahlender Sonnenschein. Das sah ein Bremer Amtsrichter dann genauso und verknackte Ryanair zum Schadenersatz an den Passagier.

Dieser „unerklärliche“ Nebel scheint sich jetzt auch im Kopf von Ryanair-Chef O`Leary festgesetzt zu haben. Anders sind seine Äußerungen während seiner Pressekonferenz in Düsseldorf nicht zu verstehen. Dort sagte er über seine geplanten Langstreckenflüge nach USA: „Es wird eine Economy Class um ca. 10 Euro geben und eine Business Class zwischen 4.000 und 5.000 Euro, Bed and Blowjob inclusive“.
Da verschlug es den anwesenden Journalisten fast die Sprache: 10 Euro um über den Atlantik zu fliegen, wäre ja eine echte Sensation……!

Nur einige „Böswillige“ verstanden wohl den letzten Teil seiner Aussage falsch. Schließlich bedeutet „Bed und Blowjob“, so zumindest die Ryanair Pressechefin bei der anschließenden Schadensbegrenzung, in der (den BBBs allerdings nicht geläufigen) “englischen Gossensprache” nichts anderes als „Komfort, Spitzenservice, in den Schlaf wiegen“. O`Leary kann auch nichts anderes gemeint haben, den ein „Blow Job an Bord” würde angesichts des landläufig nicht gerade als freundlich kolportierten Kabinenpersonals der Ryanair garantiert ein Flop werden. Von den “Ryanair typischen Extragebühren“ (Minutenzuschläge usw.) die hierbei anfallen würden mal ganz abgesehen.

Als er die momentane Sprachlosigkeit im Saal bemerkte fragte O`Leary übrigens leutselig nach: „Was, Ihr habt in Deutschland kein Wort für Blowjob?“. Die BBBs schlagen „umnebelt“ vor und zwar für die gesamte Pressekonferenz.

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Spuck oder Spuk und andere Irrungen

Da hat sich manche Leserin und mancher Leser der Bissigen Bemerkungen leicht verwundert die Äuglein gerieben, dass in den BBBs von letzter Woche die Ryanair Spucktüte grammatikalisch etwas fragwürdig als Spuktüte bezeichnet wurde. Die Erklärung ist relativ einfach: An Bord der Ryanair gibt es überhaupt keine Spucktüten, also kann man nur von Spuktüten sprechen (zugegeben, da hat Freud etwas den Autor gelenkt). Vielen Dank für Hinweise aus der Leserschaft plus entsprechender Schilderung, wie schwierig es an Bord ist, wenn jemand wirklich “muss“ („da bleibt nur der Kaffeebecher“). Ein davon Betroffener drückte es so (drastisch) aus: „An Bord der Ryanair kann man nicht einmal richtig kotzen“.

Aber Ryanair wird in Kürze noch mehr zur Spuk-Airline. Vom 22. Februar ab 22 Uhr bis 25. Februar um 23 Uhr wird Ryanair seine Buchungszentrale abstellen. Während dieser Zeit geht praktisch garnichts. Die Kunden können keine Tickets über das Internet buchen (normalerweise 90% des Buchungsaufkommens), können keine Buchungsabfragen starten und keinen Online-Check-In durchführen. Hintergrund dürfte ein Eingreifen der britischen Wettbewerbsbehörde sein, die von Ryanair mehr Transparenz bei der Preisgestaltung fordert. Endlich!!

Wer nun denkt, dass die ansonsten „laute“ Airline ihre Kundschaft auf diese Tatsache genügend aufmerksam macht, der irrt. Auf der Homepage ist nur ein lapidarer Hinweis in absoluter Minigröße zu lesen: „Ryanair.com Systembuchungszentrale aus-22. bis 26.Feb 08“. Das hat einen Hauch von „Deutsch für Beginner“.

Umso größer, mehr als 20x so groß, steht drüber die übliche Ryanair-Werbung „Garantiert die günstigsten Tarife ab 5€“. Und daneben öffnet sich ein Pop-up-Fenster mit dem Text “Keine versteckten Gebühren“. Ist das nicht putzig, wenn ein Anbieter bei der eigenen Sonderwerbung bescheinigen muss, dass diesmal das Publikum nicht „beschissen“ wird?

Wie schrieb die Fachzeitung fvw sehr treffend: „Schluss mit lustig bei Europas größtem Billigflieger“. Vielleicht ist demnächst auch „Schluss mit undurchsichtiger Preisgestaltung“. Das wäre für die Verbraucher besonders lustig.

Eine andere Meldung aus der Welt der Fliegerei bleibt noch nachzutragen. Mit Bissigen Bemerkung vom 14.1.2008, „Mein Knut heißt Tempelhof“, berichteten wir über das in seiner Art einmalige Berliner Volksbegehren „Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen“. Zu diesem Zeitpunkt hatten 137.000 Bürger (bei 170.000 notwendigen) unterschrieben. Zitat aus den BBBs: „Das wird zwar knapp bis zum Ende der Frist am 14. Februar, aber man kann es noch schaffen“. Und wie!!! Die Berliner haben einen famosen Endspurt hingelegt und am Stichtag 14.2. waren es genau 203.408 Unterschriften. Da mögen nach Prüfung noch einige herausfallen, aber reichen wird es allemal.
„Un nu“, Herr Wowereit, wann steigen wir ab vom hohen Ross?

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Ryanair hat nicht nur einen Ergebnisschaden, sondern muss auch noch Schadenersatz zahlen.

Zum Glück geht es nicht immer gut, wenn man in der Werbung jeglichen Anstand vermissen lässt. Und Ryanair glaubt auf diesem Gebiet öfters nach eigenen Spielregeln gegen die Chefs anderer Airlines oder gegen Flughäfen die nicht im Ryanair-Angebot sind, etwas flegelhaft werben zu dürfen.
So legten sie dem französischen Staatspräsident Sakorzy und seiner Frau Cala Bruni per Sprechblase in den Mund „Mit Ryanair kann meine ganze Familie zu meiner Hochzeit kommen“. Leider ist nicht überliefert worüber sich Sakorzy mehr geärgert hat, über die Dreistigkeit mit seinem Konterfei unerlaubt zu werben oder über die Aussicht, es kämen tatsächlich alle Familienangehörigen zur Hochzeit. Die vom Gericht dafür verhängte Geldstrafe war mehr als berechtigt.

Es war ohnehin nicht die Woche des irischen Großmauls O`Leary. Schließlich musste er einen dramatischen Gewinneinbruch von Ryanair um 27% für das letzte abgerechnete Quartal berichten und zusätzlich seinen Aktionären „beichten“, dass für das kommende Geschäftsjahr (beginnend ab 1.April) mit einem Gewinnrückgang um bis zu 50% zu rechnen sei. Neben einigen nachvollziehbaren Gründen (Treibstoffkostensteigerung), klingt die weitere Begründung „niedrige Ticketpreise“ direkt amüsant. Dass jemand der permanent Tausende von Tickets verschenkt irgendwie niedrige Ticketpreise hat, scheint auch ohne betriebswirtschaftliches Studium nachvollziehbar.

Und diese Logik wird auch noch gesteigert, durch seine Ankündigung in ein paar Jahren alle Tickets kostenlos abgeben zu wollen. Weit scheint es jedenfalls zur Beantwortung der eigentlich sarkastisch gemeinten Frage der Bissigen Bemerkungen „Wann führen die Billig-Airlines den Minus-Preis ein“ (siehe BBBs vom 11.11.2002) nicht mehr zu sein. Aber liebe potenzielle „Freiflieger“ nicht zu früh freuen. Die für solche Taten besonders verdächtige Ryanair, arbeitet schon an dem Projekt, in dem die „Nebenkosten“ stark steigen: permanente Gepäckgebühren-Erhöhung, steigende Kreditkartenkosten, eine sauteure Hotline in der man auch „geschickt gehalten“ wird und vieles mehr werden anscheinend nur noch von den „abgehärteten“ (oder nicht nachrechnenden) Ryanair-Kunden akzeptiert. Aber auch hier geht wahrscheinlich „der Krug (O`Leary) solange zum Brunnen bis er bricht“.
Da fällt einem doch sofort ein, wofür demnächst die nächste Ryanair-Gebühr fällig wird: für die Benutzung von Spuktüten.

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