WC-Ente bald arbeitslos?

Mit diesem Problem hätte noch vor einem Jahr kein Mensch gerechnet.
Vor kurzem haben die ersten Fluggesellschaften darum gebeten (wegen gewichtsbedingter Wasserreduzierung in den Flugzeugtoiletten), vor dem Flug nochmals die Toiletten des Flughafens zu benutzen (siehe BBB vom 16.6.2008, „Macht euch leichter, der Ölpreis steigt“). Jetzt kommt die Bahn mit einem ähnlichen Problem. Um die Achslast einzelner Mittelwagen bestimmter ICEs zu entlasten, sollen dort die Toiletten verschlossen werden, um das Gewicht von Wasser und Abwasser zu sparen.
Eine der Fluggesellschaften entsprechende Empfehlung doch bitte die Toiletten der Bahnhöfen zu benutzen, scheitert mangels Toilette in den meisten Bahnhöfen.

Aber „Immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“. Zeitgleich mit der „Androhung“ der Bahn, stellte ein gewisser Christoph Beckmann (18) seine „Internetsuchmaschine für Toiletten“ vor. Entweder der Reisende installiert das Programm auf seinem Laptop oder die Kommunen werden gebeten, in Bahnhofsnähe z.B. an den Info-Points (es lebe die deutsche Sprache), einen entsprechenden Internetzugang zu schaffen.
Sicherheitshalber hat der Autor dieser Zeilen schon mal getestet, wo die nächste öffentliche Toilette an seinem dörflichen „Nicht-mehr-DB-Bahnhofsgebäude-aber-noch-Bahnhofsgebäude“ ist. Es funktioniert tatsächlich. Übrigens sind viele der genannten Toiletten mit einem Bewertungssystem von 1 (super) – 6 (bescheiden) versehen.

Denkbar wären natürlich Flugzeuge und Züge mit sog. Astronautenklos auszurüsten, die bekanntlich ohne Wasser funktionieren. Die Technik ist ziemlich fehlerfrei (allerdings gab es im Mai dieses Jahres Probleme mit der entsprechenden Toilette auf der ISS. 2008 ist anscheinend nicht das Jahr der Toilette), aber die Benutzung erfordert wohl eine gewisse zu erlernende Technik. Wer diese Woche etwas Langweile hat, kann sich in den „Sachgeschichten mit der Maus“ schlauer machen.

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