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Overtourism

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Fair reisen

„Fair reisen“
Tagesspiegel, 6.3.2018

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Aschenputtel bleibt Aschenputtel

Vor drei Wochen bezeichneten die Bissigen Bemerkungen die Tourismusbranche als das Aschenputtel unter den Wirtschaftsbranchen. Inzwischen liegt der Koalitionsvertrag CDU/CSU/SPD vor, die schlimmsten Befürchtungen wurden wahr. In gerade mal 9 von 8.376 Zeilen wurde das Thema Tourismus gestreift („behandelt“ wäre übertrieben formuliert). Das entspricht 0,1% (also ein Zehntel eines Prozentes) des gesamten geistigen Ergusses im Koalitionsvertrag. Das ist die totale Missachtung einer Branche, die für die Schaffung von Arbeitsplätzen steht, wie kaum eine andere. Da wurde im Märchen selbst Aschenputtel von der bösen Stiefmutter mehr Beachtung geschenkt.

Dabei hatte gerade noch im Juni 2017 der BTW in seiner Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ auf fast 3 Mio. Arbeitsplätze(6,8% von allen) und auf eine Wertschöpfung von 100 Mrd. Euro hingewiesen. Jetzt könnte man sagen, Quantität ist nicht alles, auf den Inhalt kommt es an. Aber diese neun Zeilen sind auch unpräzise formuliert. Mit dem ersten Satz: „Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, auch in ländlichen Bereichen.“ wurde schon eine der 9 Zeilen mit einer Feststellung statt Zukunftsvorgaben verschenkt. Wobei die Kürze der nächsten 8 Zeilen beweist, „Tourismus mag wichtig sein, aber nicht für die Regierung“.

Jetzt müsste man annehmen, ob dieser politischen Geringschätzung wäre ein Aufschrei der Entrüstung durch die entsprechenden Branchenverbände erfolgt. Weit gefehlt. Der DTV in der Person von Reinhard Meyer spricht von einem „guten Verhandlungsergebnis für den Tourismus“. Wie bitte?

Und der BTW-Vorsitzende Michael Frenzel spricht von einem „Schritt in die richtige Richtung“. Ich weiß nicht, im letzten Koalitionspapier war der Tourismus immerhin doppelt so stark erwähnt. Immerhin hat er in seiner Stellungnahme eingeschränkt, da würde er voraussetzen, dass die angekündigte „Tourismusstrategie“ tatsächlich einen „ganzheitlichen wirtschaftspolitischen Ansatz“ beinhalten würde“.

Allein der DRV äußert sich kritisch: „Dürre Aussagen über den Tourismus lassen den wirtschaftspolitischen Sachverstand vermissen, Problemlösungen fehlen“. Darüber hinaus habe ich aber keinen krachenden Aufstand feststellen können.

So hat diese Branche auch nicht Besseres verdient. Wo bleibt die Aufschreikampagne #SchlaginsGesichtderTourismusbranche“ oder so ähnlich.

Bei der Recherche zum Thema Politik und Tourismusbranche bin ich auf eine Pressemeldung des DRV zu einer Zusammenkunft von DRV und TUI Group mit den tourismuspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der vier im Bundestag vertretenen Parteien getroffen am 30.5.2017. Gut gemeint wahrscheinlich, auch vom Datum her, aber nicht gut gemacht. DRV und TUI Group sind nicht die gewünschte „eine Stimme“ der Branche und der Einfluss der  tourismuspolitischen  Sprecher auf die Wirtschaftspolitik der Regierung hält sich sehr in Grenzen (ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen).

Schon die Überschrift der Pressemeldung „Wachsende Bedeutung des Tourismus“, ist unglücklich. Der Tourismus ist wirtschaftspolitisch schon immer sehr bedeutend gewesen und kein Newcomer.“ Unverändert gravierende Bedeutung des Tourismus“ wäre besser gewesen. Auch die weiteren Statements in diesem Papier, leider habe ich es schon oft erwähnen müssen, haben keine politische Schubkraft. Da wurde postuliert:

–In den wichtigen Sachfragen viel Übereinstimmung

–In einer Sache waren sich alle einige: Der Tourismus sollte in der Politik ein Stellenwert zukommen, der angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung angemessen ist.

–Es soll wieder einen eigenen Tourismusausschuss geben, der in seiner Bedeutung gestärkt werden sollte.

–Staatssekretär nur für Tourismus

Was soll man dazu sagen: Der zweite Teil der Überschrift in der Pressemeldung hieß: „Experten aus dem Bundestag wollen Tourismuspolitik aufwerten“. Dies ist spätestens durch die minimalistische Behandlung im Koalitionsvertrag „als nicht geschafft“ widerlegt. Auf den Tourismusausschuss, der in seiner Bedeutung gestärkt werden soll, möchte ich hinsichtlich der Besetzung der Vorsitzenden Position nicht eingehen.

Was könnte noch einmal politischen Rückenwind für den Tourismus bringen? Ein 100%-Staatssekretär für Tourismus (und keine Halbtagsstelle), sonst kann man die im Koalitionspapier angesprochene nationale Tourismusstrategie vergessen.

Eine Köstlichkeit in der Koalitionsvereinbarung möchte ich noch zum Besten geben. Im Abschnitt Luftverkehr steht: „Alle Beteiligten sind aufgefordert an einer zügigen Fertigstellung des neuen Hauptstadtflughafens BER mitzuwirken“. Welcher Märchentitel würde hier gut passen?

Des Kaisers neue Kleider (nur heiße Luft, die sind ja nackt) oder

Rumpelstilzchen („ach wie gut, dass niemand weiß“, dass ich zu einem Drittel für die Misere verantwortlich bin).

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Hilfe, ich will mein Lufthansa-Gelb wieder haben!

Was erlauben Spohr? Nachdem er schon den ganzen Lufthansakonzern durcheinander gewirbelt hat, holte er jetzt zum finalen Schlag aus. Er veränderte das Lufthansa-Logo. „Das sei für ihn, das „i-Tüpfelchen“ beim Umbau der Airline“, wird Spohr zitiert. Diesen Satz hat ihm bestimmt ein Marketing-Fuzzie aufgeschrieben. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Ich bin immer skeptisch, wenn große Firmen ohne erkennbare Not ihr Logo, ihren Slogan u.ä. ändern. Marketingfirmen, die an einer solchen Sache klotzig Geld verdienen, ködern die jeweiligen Vorstandsvorsitzende in der Regel mit dem Satz: „Das neue Logo oder der neue Slogan werden auf Jahrzehnte mit ihrem Namen verbunden bleiben.“ Wow, ein Denkmal schon zu Lebzeiten.

Jetzt werde ich mal etwas sentimental. Dieses gelb-blaue Logo und Lufthansa gehören zusammen wie Romeo und Julia, wie Angie und Raute. Das Lufthansa Logo ist weltweit so bekannt wie der Mercedes Stern. Und dieses Gelb ist nicht irgendein Gelb, es ist das Lufthansa-Gelb. Bei Millionen Passagieren und Hundertausenden von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern (mich persönlich eingeschlossen) hat sich dieses Logo als Zwilling zum Namen Lufthansa im Gehirn eingeprägt. Wenn man nicht gerade am Großstadt-Flughafen ankam, konnte man schon von weitem als erstes das Logo am Flugzeugheck sehen, bevor man das Flugzeug selbst sah. Das Gefühl, das Flugzeug ist schon da und bringt mich nach Hause ist schon Millionen Mal beschrieben worden.

Ich muss ehrlich gestehen, letzte Woche hatte ich im Kopf eine grässliche Assoziation zu dieser Geschichte. Da wurde berichtet, dass die Billigfluggesellschaft Spirit Airlines in Baltimore einer 21-jährigen Passagierin verboten hatte ihren Zwerghamster Pepples (attestiertes Emotional Support Animal) mit an Bord zu nehmen, nachdem man ihr allerdings vorher das telefonisch genehmigt hatte. Da die junge Dame spontan keine Lösung für das neu aufgetretene Problem wusste, soll man ihr empfohlen haben, den Zwerghamster doch die Toilette runterzuspülen, was sie auch tat (wie bitte?). Ich fürchte, wenn ich künftig das neue LH-Logo sehe, werde ich immer an Pebbles denken, Lufthansa hat das Logo-Gelb die Toilette runtergespült.

Heute schrieb mir ein BBB-Leser die „Markenvielfalt im Auftritt der Lufthansa“ gehe noch wesentlich weiter über die Logoveränderung hinaus. Er hatte auf der LH-Webseite einen Flug gebucht, Flugnummer EW, dann abgeflogen mit Flugzeug-Schriftzug Air Berlin, operated bei TUI. Und das ist kein Einzelfall. Aber das sind nur „kleine Widrigkeiten im LH-Tagesablauf“. Marketingmäßig ist man schon ganz oben mit dem Leitmotiv der neuen Markenkampagne:  „#SayYesToTheWorld“. Inhaltsleerer geht es nicht mehr. Aber Marketingexperten finden das gut, „je leerer der Slogan, desto mehr kann man ihn permanent mit Inhalt füllen“. Muss nicht unbedingt zusammen passen.

Ich hatte schon früher bei einer anderen Firma (Namen schenke ich mir jetzt) gesagt: Wenn der CEO seiner Unternehmenswerbung mehr glaubt als der täglichen Wirklichkeit, dann wird es schwierig.

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Nachtrag: Einige Leser haben mich nach einem Kommentar zum Koalitionsvertrag gefragt. Das ist für Montag/Dienstag geplant unter der Überschrift, die „Aschenputtel-Branche kommt im Koalitionsvertrag fast nicht vor“. Aber die Branchenoberen finden das offensichtlich nicht so schlimm. Muss man nicht verstehen.

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Soviel Aufregung war noch nie….

Was musste die Tourismusbranche schon alles an geringer Wertschätzung durch die Politik ertragen. Sie schafft Arbeitsplätze wie kaum eine andere Branche, aber Automobil-, Pharma- und Bankenbranche sind die großen Superbranchen für die sich die Regierung ins Zeug legt. Die Spitzenvertreter dieser Branche wenden sich mit ihren Wünschen direkt an die Bundeskanzlerin, ohne Umwege. Die von „Angela“ vor ein paar Jahren ausgerichtete Geburtstagsparty für Banker Josef Ackermann und die Bilder von dem ins Kanzleramt mehrfach pro Jahr eingehenden VW-Boss Winterkorn (und heute auch andere) hat fast jeder noch in Erinnerung. Entsprechend hat Frau Merkel auch immer direkt persönlich interveniert wenn von der EU Ungemach drohte. Zum Dank haben diese Branchen ihre Kunden betrogen nach Strich und Faden. Reaktionen von der Regierungsspitze? „Du, Du, Du und leicht erhobener Finger“, das war es dann auch schon.

Die Tourismusbranche ist dagegen das Aschenputtel unter den Wirtschaftsbranchen. Und ich behaupte mal, da ist sie auch selbst schuld. Während auf den Jahrestagungen der Industrieverbände knallharte Forderungen gestellt werden und die anwesenden Spitzenpolitiker richtig „Saures“ bekommen, freuen sich die Verbandsvertreter der Touristikbranche wenn sie jemanden kennen der jemand kennt. Und die Branche ist immer im „wir schaffen das –Sonnenscheinmodus“. Mir ist noch im Ohr, wie ein Minister, der sich wahrlich nicht mit touristischem Ruhm bekleckert hat, nach seinem Vortrag mit dem Satz „Der Minister hat immer ein offenes Ohr für unsere Branche“ verabschiedet wurde. Wobei leider die notwendige Feststellung fehlte, dass er sogar zwei Ohren hatte, in eines gingen die Wünsche rein und im anderen sofort wieder raus.

Und jetzt kommt die ultimative Demütigung für die Touristikbranche. Ein AfD-Mann übernimmt den Vorsitz im Tourismusausschuss. Logischerweise ist der Aufschrei jetzt groß. Um es auch aus meiner Sicht unmissverständlich zu sagen, AfD und Tourismus, passt schon auf den ersten Blick, wie Klitschkos Faust auf das Selbstverständnis aller in der Branche Beschäftigten.

Die AfD hat nun noch „einen draufgesetzt“ in dem sie als Ausschussvorsitzenden ausgerechnet jemand vorgeschlagen hat (Sebastian Münzenmaier) der gerade zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung (noch nicht rechtskräftig!) wegen Beihilfe zur Körperverletzung bei einem Hooligan-Überfall verurteilt wurde. Erste Auslandsreise als Vorsitzender zum Ballermann nach Mallorca?

Bemängelt wurde auch, dass Münzenberger in einer Stellungnahme nur den Tourismus nach Deutschland in den Vordergrund gestellt hat. Bissig wie ich nun mal bin, darf ich dezent an frühere Ausschussvorsitzende wie Klaus Brähmig und Ernst Hinsken erinnern, da stand fast noch eingeengter nur der Tourismus im eigenen Bundesland im Vordergrund.

Aber, liebe Tourismuskolleginnen und –kollegen, arbeitet Euch nicht allein an der AfD ab, wie berechtigt auch immer. Die gravierenden Probleme sind und waren die EU-Pauschalreiserichtlinien, die haben SPD und CDU entweder versehentlich oder sogar absichtlich verpennt.  Oder vielleicht sogar noch gravierender der abenteuerliche steuerliche Ansatz der „gewerbesteuerlichen Hinzurechnung“. Die passt noch weniger zum Tourismus wie eine verkorkste Ausschussverteilung. Und was mich wahnsinnig ärgert: Wer kam denn auf die Idee, dies  so verniedlichend „Urlaubssteuer“ zu nennen. Dies ist keine „Urlaubssteuer“ weil hier kein Urlaub besteuert wird, sondern eine vollkommen abstruse Auslegung von Gesetzestext. Mit solch verfehlten Bezeichnungen werden echte Probleme nur verharmlost. Sprache ist so gefährlich im Guten wie im Schlechten. Aber auch bei diesem Thema wirft sich keine der etablierten Parteien ins Getümmel. Auf ein höchstrichterliches Urteil zu warten ist der absolut falsche Weg.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, schaut Euch besonders den Entwurf der Koalitionsvereinbarung an, dann werden wir sehen ob Tourismus der kommenden Regierung wichtig ist oder auch die nächsten vier Jahre nur Aschenputtel bleibt. Ich erinnere nur noch einmal beispielhaft an die Verhandlungen vor vier Jahren. Da war die Änderung der Luftverkehrssteuer im Entwurf verankert und wie durch ein (Schäuble?) Wunder, war sie in der Endfassung verschwunden.

Also sehr aufmerksam wach bleiben.

 

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Bedeutung Geheimtipps für Touristen

„Bedeutung Geheimtipps für Touristen“
NDR Info, 6.1.2018

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Meine Verkehrsminister-Wunschliste

Wir haben immer noch keine neue Regierung und somit ist auch der Posten des Verkehrsministers bislang nur geschäftsführend notbesetzt. Gegen Ende dieser Bissigen Bemerkungen gibt es ein paar Vorschläge für die Nachfolge. Jetzt ist gerade die beste Zeit um Wünsche zu äußern.

 

Lieber Weihnachtsmann,

ich habe einen großen Wunsch: Bitte schicke uns im nächsten Bundeskabinett endlich einen Verkehrsminister, der sich auch mal um Luftverkehr kümmert!

Du weißt, das ist dringend nötig, wenn man sich die vergangenen Jahre ansieht.

Luftverkehr im Bundeskabinett? Unglaubliche Fehlanzeige. Vor vier Jahren wurde im Entwurf der Koalitionsvereinbarung noch das Thema „Abschaffung beziehungsweise Reduzierung der Luftverkehrssteuer“ aufgeführt. In der endgültigen Fassung des Koalitionsvertrags war dieser Punkt komplett verschwunden und alle handelnden Koalitionäre beteuerten anschließend, dass sie das leider nicht bemerkt hätten. Vielleicht hat Wolfgang Schäuble das nachts heimlich gestrichen?

Oder nehmen wir den wichtigen Dauerbrenner „Single European Sky“. Er steht seit zehn Jahren auf der To-do-Liste des Verkehrsministeriums, aber bisher drückten sich alle vor einer zugegeben schwierigen Lösung. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel kennt diesen Terminus. Zumindest hat sie bei ihrer Rede zum 30. Geburtstag von Air Berlin (2009) versprochen, sich darum zu kümmern. Diese Rede hat ihr sogar eine Umarmung von Achim Hunold auf der Bühne eingebracht. Aber vielleicht darf auch deshalb das Thema nicht mehr im Kabinett erwähnt werden?

Allein die Liste der Verkehrsminister der vergangenen zehn Jahre ist aus Luftverkehrssicht eine Liste des Grauens. Hier hast du ordentlich die Rute ausgepackt, lieber Weihnachtsmann:

Alexander „Maut“ Dobrindt. Ein typischer Autominister, sein Name wird zu recht im „Schwarzbuch Autolobby“ angeprangert. So unverschämt wie im Diesel-Abgasskandal hat meines Wissens noch nie ein Minister seine Hand schützend über eine Branche gehalten. Im Flugverkehr ist mir nur in Erinnerung, dass er den Flughafen Leipzig als Ergänzungsflughafen, statt den weiteren Ausbau von BER befürwortete.

Peter „Zar Peter“ Ramsauer. Herausragende Leistung in seiner Amtszeit war die zuletzt fast flächendeckende Renovierung aller Bahnhofs-Toilettenhäuschen in seinem Wahlkreis Traunstein. Die persönliche Einweihung erfolgte vorzugsweise zum verlängerten Wochenende Freitag oder Montag. Totales Versagen bei der Aschewolke.

Wolfgang „die Pfütze“ Tiefensee. In Erinnerung blieb nur, dass er entscheidender Mitbegründer des Autobahnpilotprojektes mit dem Namen „Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft“ war. Bis er dieses Wort ausgesprochen hatte, waren die Zuhörer oft schon eingeschlummert. Im Flugverkehr kann ich mich nur an seine umstrittene Zustimmung zur Verlegung des Lufthansa Cargo Drehkreuzes von Kasachstan nach Sibirien erinnern. Außer Russland erfreute das damals niemand.

Kurzum lieber Weihnachtsmann, es ist höchste Zeit für einen Verkehrsminister, der nach dem Motto verfährt: „Luftverkehr first“.

Und hier ist meine Wunschliste:

Carsten Spohr. Der Shootingstar unter den Managern in Deutschland hat klar gezeigt, wie man es machen muss, wenn man etwas im Luftverkehr durchsetzen will. Denkt sehr langfristig voraus, orientiert sich primär an Branchen- und Firmeninteresse, nutzt konsequent sein Netzwerk, kleine Kollateralschäden bei den Beschäftigten werden in Kauf genommen. Spohr hat immer einen Plan B als Alternative parat, unterscheidet sich hier von der „alternativlosen“ Kanzlerin. Und das tolle daran ist, dass man erst am Ende merkt, dass sein Plan B eigentlich sein Plan A war (siehe Nichtübernahme Niki).

Thomas Winkelmann, Feuerwehrmann von Lufthansas Gnaden. Löst Probleme schon, bevor die anderen merken, dass es Probleme gibt. Teamübergreifender Player. Finanziell unabhängig, seine Altersvorsorge lässt jeden Bundestagsabgeordneten als Stümper erblassen. Könnte deshalb in den nächsten Jahren auch mit einem mickrigen Ministergehalt noch leben.

Brigitte Zypries. War in dieser Legislaturperiode schon Koordinatorin für Luft- und Raumfahrt. Hat in der Krise gezeigt, dass sie unsere Frau für den Deutschen Luftverkehr ist. Hat ratzfatz bei ihren Ministerkollegen den 150 Mio. Euro Überbrückungskredit für Air Berlin zusammengetrommelt. Endlich mal eine konkrete Hilfe für eine deutsche Luftverkehrsgesellschaft, wenn auch zu spät. Hat Lufthansa kraft Ministerwort zum nationalen Champion erklärt. Verbietet deutlich Lufthansa-Bashing wegen derer überhöhter Flugpreise nach dem Ausfall der Air Berlin-Flüge. Dieser Einsatz für eine Branche hat Dobrindt-Format – und das endlich mal für Luftverkehr.

Michael Garvens. Hat als ehemaliger Flughafenchef von Köln/Bonn nicht nur Zeit, sondern auch ein vorzeigbares Parteibuch (CDU). Sicherlich könnte wegen seines letzten Jobs noch etwas Ärger nachkommen, aber ein Skandal in der Vergangenheit ist für einen Minister eher eine Auszeichnung. Er würde im Ministerium aufräumen, da würden schnell einige Mitarbeiter verschwinden müssen.

Auf keinen Fall möchte ich den amtierenden geschäftsführenden Verkehrsminister, Christian „Glyphosat“ Schmidt, behalten. Er macht das quasi nebenberuflich zu seinem Landwirtschaftsjob. Menschen, die so leichtfertig mit Gift umgehen, können wir nicht brauchen! Das ganze Thema kontaminierte Kabinenluft reicht ja schon.

Lieber Weihnachtsmann, du musst hier etwas tun. Aber bitte, bitte, sage nicht Hans Rudolf „bester Fluggesellschaft-Verkäufer aller Zeiten“ Wöhrl, dass ein Luftverkehrsprofi gesucht wird. Er meldet sich schneller als Niki Lauda!

Dein Karl Born

 

Diese Kolumne erschien am 21.12.2017 auch bei airliners.de

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Hurra, die Flugpreise steigen.

Hurra, die Flugpreise steigen!

Air Berlin ist vom Markt verschwunden, die Preise steigen. Auch das Kartellamt interessiert sich inzwischen dafür. Aber ich habe die wahren Schuldigen bereits ausgemacht: Es sind die bösen Algorithmen.

Ich freue mich über jede aktuelle Preiserhöhung bei Lufthansa. Zugegeben, dieses Postulat ist etwas von Häme geprägt. Häme all jenen gegenüber, denen die Zerschlagung der ehemals zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin nicht schnell genug gehen konnte.

Häme auch jenen Politikern gegenüber, die voller Vorfreude den nationalen Champion Lufthansa ausriefen – allen voran der damalige Bundesverkehrsonkel Alexander Dobrindt (CSU). Überhaupt sind Politiker schnell dabei, nicht unnötig über solche Probleme nachzudenken. Getreu dem Motto: „Der Markt wird es doch ohnehin regeln.“

Und genau das macht er jetzt, der Markt, er regelt die Engpässe über einen höheren Preis. Toll, unsere Marktwirtschaft funktioniert.

Einige hoffen auf die EU

Ich wundere mich auch über einen Großteil der Mainstream-Medien, die jetzt die höheren Flugpreise anprangern. Eine bekannte Münchner Tageszeitung jammerte schon in der Überschrift: „Selten war Fliegen vor Weihnachten so teuer.“ Fehlte nur noch der Zusatz: „Die Weihnachtsgeschenke werden auch kleiner.“

Ein paar ganz Schlaue hoffen jetzt auf die europäische Kartellaufsicht. „Die sollen jetzt ganz genau prüfen, auch wenn es länger dauern sollte“, hört man hoffnungsvoll immer wieder. Leider steht ein Großteil der von Lufthansa zu übernehmenden Air-Berlin-Flugzeuge auf dem Rollfeld des BER, der damit zumindest jetzt den Anschein erweckt, er sei ein Flughafen (doch Vorsicht: Er ist nur ein Flugzeug-Abstellhafen).

Staatsfeind Algorithmus

Aber liebe Kartellfreunde, je länger diese Prüfung dauert, desto länger fehlen die Air-Berlin-Flugzeuge im Kranich-Netz. Die Preiserhöhungen resultieren ja nicht nur aus der Erhöhung der Nachfrage, weil ein Anbieter fehlt, sondern auch, weil schlicht die entsprechende Flugkapazität fehlt.

„Natürlich sind nicht Herr Spohr und seine Verkaufsmitarbeiter“ an der aktuellen „Abzocke“ der Fluggäste schuld, es sind vielmehr „die Algorithmen, die dem Buchungssystem zugrunde liegen“. Denn diese Algorithmen reagieren ganz einfach: „Ein Flug läuft schnell voll, also sofort die Preise erhöhen“.

Da haben wir den Täter – willkommen in der schönen Welt 4.0 (oder welche Zahl wir dahinter schreiben wollen). Aber auch für das dritte Ärgernis ist der Computer verantwortlich. Es müssen zur Zeit mehr Passagiere am Gate wegen Überbuchung zurückbleiben.

Verwunderte Stammkunden

Warum? Der Algorithmus ist von den No-Show-Raten der Vergangenheit bestimmt. Aber auf Grund der bekannten Kapazitätsengpässe stimmt diese Quote aktuell nicht. Der Algorithmus wird sich natürlich selbst lernend auf die neue Situation einstellen; die Frage ist, nur wie lange er dazu braucht …

Natürlich trifft das nicht nur ehemalige Air-Berlin-Fluggäste, die jetzt teurer fliegen müssen, sondern auch Lufthansa-Stammkunden. Die wundern sich plötzlich, dass bei ihrem Stammflug, bei gleichbleibender Buchungsgewohnheit, der Flug teurer ist. Vor dem Algorithmus sind eben alle gleich.

Das trifft natürlich nicht nur bei Lufthansa zu, sondern auch bei Easyjet und allen anderen. Apropos. Sehr interessant zu beobachten, wie Easyjet in Berlin mit der Anwerbung von neuer Crew seriös umgeht. Also Eurowings, da Ihr immer drastisch die Kosten senken wollt, um auf das Niveau eurer Billigflug-Konkurrenten zu kommen, ihr dürft euch gern mal auch in die andere Richtung anpassen.

Dieser Beitrag erschien auch am 23.11. als „die Born-Ansage“ bei airliners.de

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Was hat ein totes Pferd mit Tourismus Lobby zu tun?

In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, wie wichtig Jamaika den Tourismus nimmt. Natürlich ist nicht die attraktive Tourismusinsel Jamaika gemeint, sondern dieses mehr als sonderbare bis peinliche Schauspiel in Berlin, das sich Sondierungsgespräche zu einer eventuellen Jamaika-Koalition nennt. Unabhängig davon wie diese Gespräche ausgehen werden, erfolgreiche Lobbyarbeit muss bereits jetzt gemacht werden. Ich bin sicher, dass Automobil-, Bauern- Energie- und Pharmaverband ihre Themen wie immer bereits bei den handelnden Personen platziert haben.

Wir, die BBBs, erinnern uns, dass im letzten Koalitionsvertrag nur 14 Zeilen!! (bei insgesamt 185 Seiten) sich mit dem Thema Tourismus beschäftigten. Da wurde dem „Jobmotor Tourismus“ deutlich die Grenzen aufgezeigt. Unglaublich war damals, dass zwischen Entwurf der Koalitionsvereinbarung und der endgültigen Fassung das Thema Luftverkehrssteuer auf wundersame Weise und fast unbemerkt komplett verschwunden war. Nicht einmal ein Prüfungsauftrag zur Abschaffung war übrig geblieben. Dementsprechend wurden in den letzten vier Jahren auch nicht mehr ernsthaft im Kabinett darüber gesprochen.

Vor vier Jahren, also zu Beginn der letzten Regierungskoalition, schrieben die BBBs drei große touristische Wünsche zur Klärung auf (siehe BBB vom 30.12.2013).
1.Luftverkehrssteuer
2. Neue Pauschalreise-Richtlinie (wurde damals schon seit einiger Zeit in Brüssel ausgebrütet)
3. Gewerbesteuer-Zurechnung
Die Bilanz dazu nach vier Jahren ist aus touristischer Sicht eine Katastrophe.

Zum Thema Gewerbesteuer-Zurechnung ist mir vor kurzem ein Zitat aufgefallen, das sehr tief blicken lässt. In Travel tribune (Nr. 38/17, Seite 13) wird der DRV-Vorsitzende Fiebig wie folgt zitiert:
„Wir haben bei diesem Thema auf die Politik eingeredet wie auf tote Pferde, doch niemand hat die heiße Kartoffel angefasst“.

Wenn Helmut Schmidt mal meinte, „wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, dann meine ich, wer mit toten Pferden spricht, braucht mindestens zwei Ärzte. Abgesehen davon, ist es nicht gerade intelligent die Regierung als totes Pferd zu bezeichnen – selbst wenn es stimmt. Aber am schlimmsten ist die Schlussfolgerung, „wir haben es versucht (wenn auch untauglich), aber es hat nichts bewirkt“. Es geht nicht um Taten, sondern, „an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7,16).

Für alle, die nicht so mit dem Thema vertraut sind in vereinfachter Kurzform: Der Gesetzgeber beschließt ein Gesetz. Ein Finanzamt legt das Gesetz anders aus, als es gemeint war. Eigentlich gäbe es nur eine logische Folgerung, der Gesetzgeber stellt nochmals klar, wie das Gesetz gemeint war. Aber, unerwartete Geldeinnahmen vor Augen, lehnt sich der Gesetzgeber (wahrscheinlich angetrieben von Schäuble) zurück, mit dem Argument, warten wir ab wie die Finanzgerichte entscheiden. Heißt deutlich gesagt: der Gesetzgeber wartet darauf, dass ihm ein Gericht sagt, wie sein Gesetz gemeint war. Perverser geht´s nimmer.

Als die Bundeskanzlerin Merkel auf dem BTW-Gipfel in Berlin ebenfalls den Unsinn sagte, „warten wir hier die Entscheidung der Finanzgerichte ab“ und außerdem noch beim Thema Pauschalreiserichtlinie ebenso falsch meinte „hier stehen sich Brancheninteressen und Verbraucherinteressen gegenüber“, blieb dies ohne jede Anmerkung des Veranstalters. Beim Weggang gab es sogar standing ovations der anwesenden Manager. Nur wenige, wie ich, blieben sitzen. Eine Jubelveranstaltung für die Kanzlerin bzw. für andere Spitzenpolitiker braucht kein Mensch.

Eine Erfolgsbilanz für die Tourismuslobby sieht jedenfalls anders aus.

Deshalb möchte ich heute etwas Werbung für den touristischen Verbandsnewcomer VUSR machen. VUSR steht zwar für „Verband unabhängiger selbständiger Reisebüros“, er hat sich aber inzwischen als Sprachrohr des Vertriebs insgesamt stark gemacht. Die nächste Versammlung steht für den 17.11. im Interconti in Berlin an. Ein Protagonist der „Bewegung“ (so nennt man das seit Macron) meinte der 17.11. könnte der Durchbruch werden. Die Tagesordnung ist exakt auf die aktuellen Vertriebsprobleme zugeschnitten.
Einen Tagesordnungspunkt „wie spricht man mit toten Pferden“ konnte ich nicht entdecken.

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Ein zweifelhaftes Flughafen-Jubiläum

In rund zwei Wochen, am 23.11.2017, sind genau 2.000 Tage seit der spektakulär geplatzten Eröffnungsfeier von 2012 vergangen. Als ich in den Bissigen Bemerkungen vom 2.3.2015, anläßlich 1.000 Tage Nicht-Eröffnung, schrieb „merken Sie sich den 23.11.2017 vor, dann sind schon 2.000 Tage seit Nichteröffnung vergangen“, hatte das jeder als Scherz aufgefasst. Zumal der damalige BER-Chef Hartmut Mehdorn, kurz vor seinem Rausschmiss noch verkündet hatte: „Der BER wird immer fertiger und fertiger“. Der gute Konrad Duden soll ob dieser „sprachlichen Glanzleistung“ im Grab rotiert sein.

Aber es ist in zwei Wochen nun tatsächlich soweit. Party, Party, ist angesagt. Und warum nicht? Offensichtlich haben die Berliner Airliner kein Problem damit, vor allem Niederlagen so richtig zu feiern (Hertha BSC Syndrom?), siehe Ankunft des letzten Air Berlin-Flugzeuges in Tegel. Was es da zu feiern gab ist mir ein Rätsel.Totenmesse für die Airline wäre angebrachter gewesen. Einige Protagonisten sollen angeblich noch morgens um ½ 6 im Borchardt gesehen worden sein. Mit ähnlicher Begründung wie “letzter Flug“ kann man dann auch „Nicht-Flughafen BER“ feiern. Zumal diese Nichteröffnung natürlich auch einer der Sargnägel für Air Berlin war. Eine Beziehung ist also da.

Spötter haben natürlich auch schon längst Erfolge des BER ausgemacht. Emissionsärmster Flughafen der Welt, einziger Flughafen, der alle Lärmrestriktionen weit unterbietet, Flughafen mit der längsten Nachtschließungszeit der Welt (20.00 Uhr bis 20.00 Uhr), einziger Flughafen, der eine special Eröffnung für ein Panda-Pärchen machte und sofort danach wieder den Flughafen schloss. Wer die Live-Übertragung im TV sah oder sogar vor Ort war, wird auch registriert haben, dass bei der Löschwasser-Begrüßung durch die Flughafen-Feuerwehr, nur ein Löschfahrzeug richtig funktionierte, während das andere etwas prostatamäßig vor sich hin tröpfelte. War ja zum Glück kein Notfall.
Und welcher Flughafen kann einen Halbmarathon (ein kompletter Marathon würde zum BER nicht passen) über die Start- und Landebahnen führen. Und wenn es dann dunkel wird (schlau getimt) sieht man auch nicht was ist fertig, was nicht und was wird wahrscheinlich nie fertig werden.

Aber die Kernkompetenz der beteiligten Flughafen (Nicht-) Bauer, vorneweg der Berliner Senat, liegt auch nicht auf dem „BAUEN“, sondern mehr beim Thema Flughafenschließung. 2008 wurde der funktionierende Flughafen Tempelhof schlechtgeredet und wahrheitswidrig zum rechtlichen Hindernis für den BER erklärt. Aber diese „Hindernis-Beseitigung“ hat dem BER nicht geholfen. Ähnliches passiert jetzt mit dem Flughafen Tegel. Eine unnötige Schließungs-Diskussion JA oder NEIN verhindert den Blick auf die wesentliche Frage: Was ist „jetzt“ zu tun, um diesen Flughafen noch über Jahre hinweg in einen funktionierenden Zustand zu bringen.

Wenn ich Regierender Bürgermeister wäre, würde mich ein solcher Artikel wahnsinnig machen: „Türkei baut riesigen Flughafen in Rekordzeit“. Im Juni 2014 (also 2 Monate nach Nicht-Eröffnung BER) war Spatenstich und am 28. Oktober 2018 soll Eröffnung sein. Er soll gleich zu Beginn 90 Mio. Passagiere abfertigen können, also ein Vielfaches von der Kapazität des BER. Wieso kann das Istanbul und Berlin nicht?

Also liebe Berliner, auf zur BER-Nichteröffnungsparty am 23.11.2017. Und dass man im BER gut feiern kann, wurde vor kurzem schon im Praxistest nachgewiesen. Am 22.6.2017 feierte der Verband der Bauindustrie sein Sommerfest im BER-Terminal. Ausgerechnet der Verband der Bauindustrie, ganz schön makaber. Gerüchteweise soll demnächst ein großer Kongress gegen Aviophobie (Flugangst) in den Räumen des BER stattfinden. Kongress-Untertitel: „Keine Angst, von hier werden sie garantiert nicht abfliegen“.

Zuletzt noch einen Trost an alle, die am 23.11.2017 nicht zum Feiern zum BER kommen können. Reservieren Sie sich schon mal den 19.8.2020, da steht die Feier 3.000 Tage Nicht-Eröffnung BER an. Diese Party soll noch größer werden. Und da will Bundeskanzlerin Merkel auch ihre 2012 ausgefallene Rede nachholen, denn bis zur eventuellen BER-Eröffnung kann sie nicht mehr warten. Thema der Rede: Wir schaffen das.
An dieser Stelle darf dann auch gelacht werden.

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