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Türkei-Tourismus: Gefährliche Reise-Euphorie – staatlich subventioniert

„Türkei-Tourismus: Gefährliche Reise-Euphorie – staatlich subventioniert“
The Reception Insider, 28.7.17

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Türkei: Born fordert Reisewarnung

„Türkei: Born fordert Reisewarnung“
Travel tribune, 27.7.17

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Angriffe auf die Strandidylle

„Angriffe auf die Strandidylle“
Stern, Nr. 31, 27.7.17

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Reisewarnung wäre ein deutliches Signal

„Reisewarnung wäre ein deutliches Signal“
MDR online, 21.7.2017

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Der kollektive Realitätsverlust in Politik und Branche gefährdet deutsche Touristen

Gut gebrüllt Löwe Gabriel. Da hat er mit dem Einverständnis der Kanzlerin es Erdogan mal so richtig gezeigt. Wirklich? Im Ergebnis hat das Auswärtige Amt seinen Kuschelkurs gegenüber der Türkei nicht beendet.

Fast alles, was im neuen Reisehinweis für die Türkei steht, ist in Wirklichkeit eine Reisewarnung. Aus jeder Zeile kann man lesen: „Ich bin eine Reisewarnung, aber ich darf leider nicht so heißen“. Bei keinem anderen Land dieser Welt wäre ein solcher Text ohne die Überschrift „Reisewarnung“ veröffentlicht worden.

Beispiel1, O-Ton Gabriel: „Deutsche Staatsbürger sind in der Türkei vor willkürlichen Verhaftungen nicht mehr sicher“.
Deutlicher geht es nicht mehr. Gibt es noch für irgendein ein anderes Land den Reisehinweis, dass deutsche Staatsbürger vor willkürlichen Verhaftungen nicht mehr sicher sind? NEIN.

Beispiel 2 ist noch schlimmer, O-Ton Auswärtiges Amt. „Wer aus privaten oder geschäftlichen Gründen in die Türkei reist, wird empfohlen, sich auch bei kurzzeitigen Aufenthalten in die Listen für Deutsche im Ausland bei Konsulaten und Botschaften einzutragen“.
Sind die im AA jetzt total verrückt geworden? Der Tourist soll sich in eine Liste bei der Botschaft eintragen? Geht’s noch? Und warum: „Die Auslandsvertretungen werden bei Festnahmen deutscher Staatsangehöriger nicht immer rechtzeitig unterrichtet.“ Das heißt übersetzt, wir können zwar nicht verhindern lieber Tourist, dass du willkürlich verhaftet wirst, aber so erfahren wir wenigstens rechtzeitig, dass du eingesperrt bist. Und ob und wann wir dich im Gefängnis besuchen können, wissen wir im AA auch nicht, trotz des Anspruchs aller Deutschen auf konsularischen Rat und Beistand.

Und dafür gibt es keine Reisewarnung? Von wegen „Bundesregierung knallhart“, da kann man eher einen Pudding an die Wand nageln.

Und dazu noch der Pressesprecher des DRV in den TV-Nachrichten. „Das ist ja keine Verschärfung der Reisehinweise, sondern nur eine Anpassung“. Diese Verniedlichung ist inakzeptabel, auch wenn das AA den Begriff verwendet hat.
Aber die Krönung im Interview des Pressesprechers war: Wer vorsichtig ist, dem wird auch künftig nichts passieren.
Das ist der allerschlimmste Irrglaube, eine dumme Argumentation, die nur die Aufregung der Touristen beruhigen soll. Ich habe noch darauf gewartet, bis er sagt, wir freuen uns unverändert auf die DRV-Jahrestagung 2018. Thorsten Schäfer sollte Gabriel aufmerksamer zuhören. Der Außenminister sagt selbst, „dass man vor willkürlichen Verhaftungen nicht sicher ist“. Mein Appell an den DRV-Vorsitzenden Fiebig: „Korrigieren Sie diesen unsinnigen Satz so schnell wie möglich“.

Das Auswärtige Amt hat früher schon darauf hingewiesen, „dass seit Anfang Februar in einzelnen Fällen deutschen Staatsangehörigen an den Istanbuler Flughäfen die Einreise in die Türkei ohne Angaben genauer Gründe verweigert. Die betroffenen Personen mussten nach einer Wartezeit in Gewahrsam von mehreren Stunden ihre Rückreise nach Deutschland antreten“.
Der Grund ist, dass schon in Deutschland Informationen gegen Personen gesammelt wurden, z.B. Facebook-Kommentare oder durch Denunzieren, zu dem Erdogan ausdrücklich aufgefordert hat. Die Vorstellung „ich spreche in der Türkei nicht über Politik, dann passiert mir nichts“ ist naiv. Entsprechende bereits in Deutschland getätigte Äußerungen können zu Verhaftungen in der Türkei führen.

Zwei weitere Dinge müssen noch klargestellt werden.
1.„Aber die Türkei ist doch so preiswert!“ Warum? Preiswert fällt nicht vom Himmel. Das Lohnniveau und die Arbeitszeitbedingungen sind in der Türkei schon immer schlechter als in vielen anderen relevanten Zielgebieten. Der preiswerte Türkeiurlaub wird zu Lasten der im Tourismus Beschäftigten erkauft. Das hat bislang aber noch niemand gestört.

2.Die Menschen in den Urlaubsregionen haben doch mehrheitlich gegen Erdogan gestimmt. Abgesehen, dass das kein erhöhtes Sicherheitsargument ist, sondern eher das Gegenteil, fehlt auch die restliche Logik. In Izmir haben 69% gegen Erdogan gestimmt, in Antalya haben 59% gegen Erdogan gestimmt. Das heißt aber im Umkehrschluss, in Antalya haben z.B. 41% für Erdogan gestimmt. Darunter können viele „Streber“ sein, die sich durch Denunzieren von Touristen einen Vorteil versprechen.

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Warum keine Reisewarnung?

„Warum keine Reisewarnung?“
Radio 38 Braunschweig 20.7.2017

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Neue Reisehinweise für Türkei

„Neue Reisehinweise für Türkei“
Radio NDR Info, 20.7.2017

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Soll man in der Türkei noch Ferien machen?

Soll man in der Türkei noch Ferien machen?
Dein Spiegel, 6/2017

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Für den Flugverkehr werden in Berlin demnächst die Hexenbesen knapp

Eigentlich mag ich ja Berlin und mit der vielgerühmten Schnoddrigkeit ihrer Bewohner komme ich auch ganz gut zurecht. Womit ich überhaupt nicht klarkomme, sind die Berliner Politkasper, die mit hoher Energie ihre Stadt zurückentwickeln und jeden Misserfolg im Nachhinein noch als eigentlich so gewollt verkaufen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die „Niveauunterschiede“ von SPD, CDU, Grüne und Linke in Berlin minimal sind und egal welche Kombination gerade „dran ist“, der Misserfolg immer der gleiche bleibt.

Als ich jetzt einige Anträge für den kommenden Parteitag der Berliner SPD las, musste ich an die legendäre Pressekonferenz des damaligen Bundestrainers Rudi Völler nach einem miserablen Spiel der Nationalmannschaft in Island denken, als er der Presse „die Geschichte mit dem Tiefpunkt und nochmals einen Tiefpunkt und dann noch einen niedrigeren Tiefpunkt“ vorwarf. In der Tat hätte ich nie geglaubt, dass es bei der Berliner SPD noch tiefer geht, aber ich habe mich getäuscht, es geht.

In einem Antrag für o.g. Parteitag soll sich die SPD mit der Frage befassen, „ob der Berliner Flughafen BER nach dessen Eröffnung weiter ausgebaut werden soll“. Das setzt schon eine gewisse Chuzpe voraus, denn bislang sind die für das Desaster Verantwortlichen jeglichen Beweis schuldig geblieben, dass der BER überhaupt jemals eröffnet werden kann. Selbst wenn ein paar Unverbesserliche glauben, dass der Flughafen jemals eröffnet werden würde, müsste man die Frage nach dem „Wann“ dazu fügen. Es wird ja ein Unterschied sein, ob man über die geforderte Kapazität von 2017, 2018, 2020 oder 2025 spricht.

Egal wann auch immer (und ob überhaupt) die Eröffnung des BER sein sollte, wird im besagten Antrag postuliert: „Der Berliner Luftverkehr muss an die heute bereitgestellten Flughafenkapazitäten angepasst werden und nicht umgekehrt“. Klar, Pippi Langstrumpf lässt grüßen, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Weiterer Intelligenzanfall im Vorschlag „die Flugbewegungen, die 2004 für den neuen Single-Flughafen in Schönefeld eingeplant waren, müssen langfristig eingehalten werden und (Achtung, jetzt wird Ehrgeiz gefordert) nach Möglichkeit sogar unterschritten werden“.

Und die „Experten“ wissen sogar wie das gehen kann: „Dazu könne die Umlenkung des Reiseverkehrs auf Bahn, Bus und Rad beitragen“. Wir reden hier wohlgemerkt von Flugreiseverkehr. Aber sicher, mit der Bahn, da funktioniert zurzeit ja auch alles so prima, dann ab in alle Erdteile dieser Welt. Dummerweise haben sich letztes Jahr in Berlin 70.000 Berliner in einer Online-Petition für ein Kutschenverbot stark gemacht. Diese Fahrzeuge fallen also als Alternative leider aus, dabei haben wir uns früher immer über die tollen Überlandfahrten der Kutschen in den amerikanischen Western begeistert.

Aber da fällt mir doch noch eine Lösung ein. Am Sonntag (30.4.) ist Walpurgis-Nacht. Hurra, der verstärkte Einsatz von Hexenbesen kann die Lösung sein. Es hat was mit Flugverkehr zu tun und zum Starten und Landen braucht es keine Piste. Außerdem schlägt die Umweltfreundlichkeit eines Hexenbesens Bahn und Bus um Längen. Ich könnte mir einige Senatoren/innen gut auf einem solchen Gefährt vorstellen.

Früher habe ich mit meinen Kindern auch Fred Feuerstein im Fernsehen angeschaut. Sein tolles Cabrio wurde nur mit den Füßen betrieben. Zurzeit läuft gerade eine Wiederholung im Fernsehen, die könnte man auf dem Parteitag als Dauerschleife auf einem Bildschirm laufen lassen.

Zu guter Letzt möchte ich sie noch auf einen Gedenktag aufmerksam machen. Am 23.11. dieses Jahres stehen 2.000 Tage seit Nichteröffnung des BER an (bezogen auf die pompös geplante Eröffnung in 2012). Und die 3.000 Tage Nichteröffnungsfeier im August 2020 können Sie, liebe Freunde der BBB, auch schon mal fest im Terminplan eintragen.

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Darf man in der Türkei Urlaub machen?

„Darf man in der Türkei Urlaub machen?“
ARD Brisant Magazin, 18.4.2017

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