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Aufregung wegen Calmund und fluege.de

Die Reisebürobranche ärgert sich über die Werbung von Calli Calmund für das Billigportal fluege.de. Geschenkt!
Erstens wird der Wert von Testimonials in der Werbung stark überschätzt. Das gilt insbesondere, wenn dieselbe Person für zu viele Produkte Werbung macht, wie z.B. Günther Jauch oder früher Verona Pooth und Franz Beckenbauer. Da erzielen selbst Meister Propper, die lila Kuh oder Herr Kaiser von der Versicherung bessere Werte in der relevanten Zielgruppe. Ähnlich negative Eindrücke entstehen, wenn das Testimonial und das beworbene Produkt nicht zusammenpassen. Beide Punkte treffen z.B. auf Karl Lagerfeld zu. Lt. mafo.de ist nur für 6 von 503 Befragten der Auftritt von Karl Lagerfeld für Sky glaubhaft.

Womit wir direkt zu Reiner „Calli“ Calmund kommen. Sein Auftritt als „der Freeclimber“ für Katjes ist wohl selbst mit Ironie nicht schön zu reden. Ebenso sein Auftritt für fluege.de. Wer nur deshalb zu fluege.de wechselt, dem ist wahrscheinlich auch sonst nicht zu helfen. Ich würde auf keinen Fall zu einem Anbieter wechseln, für den Calmund Flug-Werbung macht. Allein der Gedanke, auf einem Flug dann eventuell neben ihm sitzen zu müssen, löst bei mir sofort Platzangst aus. Aber, die heftige Diskussion über diese Werbung hat bei Callmund offensichtlich Wirkung gezeigt. Wie ist sonst der offene Brief auf seiner Homepage an „einige user und Reisebürovertreter“ zu verstehen (Tagebuch Eintrag 23.4.). Auch hier ist seine Ausdrucksweise so rührend einfach, dass selbst der typische RTL-Zuschauer seine Freude haben kann. Und nur in diesem Marktsegment wird er auch punkten können.

Liebe Reisebürovertreter (um sich in der Sprache von Calmund auszudrücken), die halbe Aufregung reicht auch. Irgendwann wird auch Calmund von der Bildfläche verschwunden sein. Spätestens dann, wenn mal die Hintergründe seines Abschiedes von Bayer Leverkusen in die Öffentlichkeit gezerrt werden sollten.
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Im Reiseradio (www.reiseradio.org) geht es um ein höchst interessantes Interview mit dem Journalisten Klaus Bötig, der von einer griechischen Staatsanwältin wegen eines leicht satirischen Artikels über griechische Mentalität „abgeurteilt“ werden soll. Außerdem wird passend zu Ostern über den Veranstalter Biblische Reisen berichtet.
In den akustischen Bissigen Bemerkungen steht entsprechend zu oben die „griechische Ehre“ zur Diskussion und das allseits beliebte Thema Flugzeitenänderung.

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Neuester Plan bei RTL: Dschungelcamp für Touristikbosse

Kaum ist die vierte Staffel des Dschungelcamps mit Rekord-Einschaltquoten zu Ende, planen die RTL-Bosse schon einen neuen Coup: Dschungelcamp für Touristikbosse.

Es war fast zu erwarten, dass die Fernsehmacher auf die Touristikbranche stoßen würden. Die Überlegung war schließlich einfach und zwingend. Wer leidet im Moment etwas an Publicity und könnte dringend zusätzliches Einkommen brauchen?

Da die Bissigen Bemerkungen als Berater für die neue Show angeworben wurden, bitten wir Sie liebe Leserinnen und Leser um Vorschläge: Wen möchten Sie im Dschungelcamp sehen? Und bitte mit Begründung warum?

Sollen insbesondere touristische Altstars ausgesucht werden? Sie bräuchten schließlich neue Publicity besonders und Altstars scheinen ja beim Publikum „in“ zu sein.

Oder denken Sie mehr an aktuelle Touristikmanager?

Wie wäre es zum Beispiel mit Michael O`Leary? Den würden die Zuschauer (und mancher Flughafenboss) bestimmt zu jeder Dschungelprüfung schicken und bis zuletzt im Dschungel lassen, damit er lernt wie man sich als Ryanair-Passagier fühlt.

Wie wäre es zum Beispiel mit Hans Rudolf Wöhrl? Seinem Publicity-Drang würde es sicherlich gut tun. Wenngleich hier die Gefahr wäre, dass er RTL anschließend das Camp für 1 Euro abkaufen würde um es dann für viel Geld weiter zu verscheuern. Auch nicht schlimm, nach dieser Staffel könnte es ohnehin keine bessere mehr geben.

Wie wäre es mit Willy Verhuven? Seine Senkung des Treibstoffkostenzuschlages finden die Kunden toll. Aber die Konkurrenten wünschen ihn dafür in den Dschungel.

Oder wie wäre es mit den Firmenbossen, denen gerade ein russischer Investor abhanden gekommen ist? Frisches Geld wäre ja nicht schlecht. Aber da gibt es auch Bedenken.
Achim Hunold von Air Berlin würde schon nach der ersten Folge rufen: „Hilfe holt mich raus, ich bin ein Star“. Schließlich wird er noch in Hannover als Knecht Ruprecht gebraucht um die Mitarbeiter von TUIfly von einer (eigentlich ohnehin sinnvollen) neuen Strategie zu überzeugen.
Vural Öger hat auch seinen Russen verloren. Aber wenn man Öger fragen wird, was im Moment schlimmer sei: russischer Investor weg oder Dschungelcamp oder SPD-Abgeordneter sein? Die Antwort kennen wir wahrscheinlich.

Oder können Sie sich Ernst Hinsken, den Tourismusbeauftragten der Bundesrepublik im Dschungel vorstellen? Warum nicht, bringt er doch eine Menge Erfahrung aus dem Berliner Polit-Dschungel mit.

Oder denken wir an Prof. Gerd Stöwer vom Flughafen Münster/Osnabrück. Sorry, dass wir seinen Namen hier erwähnen, weil er von der Person her nun wirklich nicht in das Dschungelcamp passen würde. Aber bei seiner Erfahrung mit Bachneunaugen und Fledermäusen hat er wahrscheinlich mehr Fachkenntnisse als alle anderen zusammen.

Für jemanden aus der Hotelbranche könnte es auch interessant sein. So schnell wie man hier zu 5 Sternen kommen kann!

Aber bitte niemanden von Condor vorschlagen. Beim nächsten Aschermittwochs-Fischessen würde ich mir nicht trauen etwas vom Fisch-Buffet zu nehmen.

Und zuletzt noch die aller heikelste Frage. Wer soll das Luder im Camp sein?

Auch da haben die Bissigen Bemerkungen schon eine Idee, denn unabhängig von Ihren Leser-Vorschlägen hat der Autor dieser Zeilen sich schon mal zehn Namen notiert und denkbare Gespräche und Diskussionen zwischen den Kontrahenten aufgeschrieben. Eine echte Hammer-BBB. Beim nochmaligen Lesen dieser Bissigen Bemerkungen wurde die inhaltliche Brisanz deutlich und damit die Gefahr als realistisch gesehen, danach zehn (allerdings evtl. ohnehin nicht vorhandene) Freundschaften zu verlieren. Deshalb wurde das Manuskript in einen Tresor gelegt und darf erst nach dem Tode des Verfassers (zusammen mit anderen aus den gleichen Gründen dort liegenden bislang unveröffentlichten Kracher-BBBs) der Leserschaft zur Kenntnis gebracht werden.
Aber vielleicht kommen Sie verehrte Leser und Leserinnen zu ähnlichen Erkenntnissen, die würden wir dann vollkommen skrupellos veröffentlichen und die eigenen Gemeinheiten dabei unterschmuggeln.

Die Bissigen Bemerkungen freuen sich auf Ihre Post.

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